26. Oktober 2012 um 12:29 Uhr

Springt Rot-Weiß Erfurt von den Abstiegsrängen?

Von

Wenn am Samstag Rot-Weiß Erfurt und der SV Babelsberg 03 aufeinandertreffen, kommt es zum Duell zweier Mannschaften, die mit ihrem Saisonstart nicht zufrieden sein können. Es trifft der Tabellenneunzehnte auf den Siebzehnten der Liga. Erfurt kommt nach 14 Spielen auf zehn Punkte, Babelsberg immerhin auf zwölf. Nach drei Niederlagen in Folge konnte der RWE in Unterhaching zuletzt Selbstvertrauen tanken. Trotz zweimaligen Rückstands, gelang es dennoch einen Punkt zu ergattern.

Schlechter Saisonstart von Erfurt und Babelsberg

Es war auch endlich wieder etwas vom schmerzlich vermissten Willen der Mannschaft zu sehen. Man ergab sich nicht wie zuletzt, sondern stemmte sich bis zur letzten Spielminute gegen die Niederlage, was auch kurz vor Abpfiff durch ein Tor von Dominick Drexler belohnt wurde. Der SV Babelsberg konnte zuletzt nur magere zwei Punkte aus vier Spielen holen. Am letzten Wochenende trennte sich die Mannschaft vor heimischen Publikum mit einem torlosen Unentschieden vom Karlsruher SC.

Statistik spricht gegen Erfurt

Die Thüringer stellen mit 13 Treffern die bessere Offensive der beiden Abstiegskontrahenten, da die Babelsberger Spieler es bisher nur elf Mal schafften den gegnerischen Torhüter zu überwinden. Doch im Defensivvergleich liegen dagegen die Potsdamer vorne. Mit 21 Gegentreffern kassierte das Team sechs Tore weniger als die Truppe von Trainer Alois Schwartz. Schaut man auf die bisherigen vier Aufeinandertreffen in der 3. Liga wird deutlich, dass die Bilanz für das Team von Christian Benbennek spricht. Zwei Siege, ein Unentschieden, sowie eine Niederlage stehen zu Buche. In der abgelaufenen Spielzeit unterlag Erfurt sogar in beiden Duellen – 0:3 in Babelsberg und 2:3 im Steigerwaldstadion. Der Fakt, dass die „Nulldreier“ in der Auswärtstabelle mit nur einem Punkt aus sieben Spielen derzeit den letzten Platz der Rangliste belegen, sollte den Erfurtern allerdings Mut machen. Dennoch unterschätzt Alois Schwartz den Gegner nicht. Auf der Pressekonferenz sagte der Erfurter Trainer:  "Davon lassen wir uns nicht blenden. Ich warne vor Babelsberg. Es ist eine robuste und kampfstarke Mannschaft. […] Sie stellen eine geschlossene Einheit, die jedem Team in der Liga Probleme machen kann.“

Beide Teams brauchen einen Sieg

Bei einem Sieg würden sich die Rot-Weißen am Gegner vorbeischieben und könnten unter idealen Umständen erstmals die Abstiegsränge verlassen. Babelsberg hätte bei einem Sieg die Möglichkeit, sich ein wenig Luft zu verschaffen und bis auf vier Punkte von den Abstiegsplätzen davonzuziehen. Beide Mannschaften verspüren also den Druck, die Partie gewinnen zu müssen. Der Erfurter Trainer muss wie schon die letzten Spiele auf Mario Fillinger und Smail Morabit verzichten. Neu auf der Verletztenliste ist Marius Strangl, welcher aufgrund einer Venen-Thrombose im Schulterbereich die nächsten Wochen ausfallen wird. Dagegen kehrt Marco Engelhardt nach abgesessener Gelbsperre zurück in den Kader. Auf der Gegenseite muss der Babelsberger Trainer auf die verletzten Oliver Kragl und Benjamin Kauffmann und den gesperrten Lennart Hartmann verzichten.

FOTO: Felix Poltermann

 

.

Send this to friend