3. Juni 2014 um 18:06 Uhr

Hansa Rostock erhält Drittliga-Lizenz und ist schuldenfrei

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© Ulrich

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Der F.C. Hansa Rostock kann aufatmen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dem F.C. Hansa die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison erteilt. Demnach seien alle Unterlagen als vollständig und die Auflagen als erfüllt anerkannt worden. "Wir hatten bis zum 27. Mai 2014 Zeit, die an uns gestellten Bedingungen zu erfüllen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir diese Herausforderung mit Hilfe unserer Partner, die mit einer Menge hanseatischem Mut und weiß-blauem Herzblut zur Tat geschritten sind, gemeistert haben", erklärt Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock, zufrieden. Die Rostocker mussten rund 1,2 Millionen beim DFB hinterlegen und nutzten dabei ein sogenanntes “Sale-and-Lease-Back-Geschäft” (Rückmietkauf) mit einer Leasinggesellschaft. Der Klub erhält dabei eine Million Euro für seine Geschäftsstelle und mietet diese gleichzeitig wieder. Nach dem Ablauf von zehn Jahren endet der Vertrag und der Verein erhält die Geschäftsstelle zurück. Die noch fehlenden 200.000 Euro hat der Verein gemeinsam mit seinen Partnern aufbringen können.

Hansa Rostock nun schuldenfrei

Aufgrund des Schuldenschnitts, der nach der positiven Lizenz-Erteilung ab sofort greift, ist der F.C. Hansa Rostock nun zudem schuldenfrei.  "Das ist ein großer Tag für den F.C. Hansa Rostock, den wir mit allen unseren Partnern, denen ich auf diesem Wege noch einmal herzlich für ihre Unterstützung danken möchte, genießen werden. Meine Vorfreude ist riesig, diese große Chance zu nutzen und den F.C. Hansa Rostock sportlich und wirtschaftlich wieder in erfolgreiche Zeiten zu führen. Mein Blick richtet sich nun gemeinsam mit allen Hansa-Fans auf die neue Saison, die wir mit Volldampf angehen werden", so Dahlmann.

FOTO:  FU Sportfotografie

 

 

 

 

 

 

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  • Fussi

    Wobei da sicher in 99 von 100 Fällen der Empfehlung gefolgt wird.
    Was den Kommentar vom Hallenser von 17:24 angeht, ist das mit der Geschäftsstelle sicher nicht die optimale Lösung aber kurzfristig die sicherste.
    Die 1,2 Mio Rücklage bekommt man nach der Saison vom DFB zurück (falls keine Etat-Lücke entsteht) und falls dann wieder eine Rücklage verlangt wird, kann man diese ja direkt wieder hinterlegen. Was man aber unbedingt machen muss, ist nur das Geld ausgeben, was man auch hat, besser weniger. Und der Verein spart ja schon, im Gegensatz zu Duisburg zb.
    Was die Leasinggebühren angeht, kann man die ja für die nächste Saison mit den 3 Mark mehr aus den TV Einnahmen abdecken.

  • ronry

    Ich möchte ja niemandem auf die Füsse treten – aber bisher hat meines Erachtens NIEMAND aus Liga 3, der nachsitzen musste , OFFIZIELL vom DFB einen positiven Lizenzbescheid erhalten oder der DFB offiziell derartiges verkündet von seiner Seite. Das Einzige, was bisher stattgfeunden hat – der Beschwerdeausschuß zur Lizenz hat nach Prüfung der Beschwerden und der nachgereichten Unterlagen dem Lizenzierungsausschuß eine POSTIVE EMPFEHLUNG ausgesprochen. Aber KEINE Lizenz bisher.Das ist ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied, weil der Lizensierungsausschuß des DFB dieser Empfehlung nicht folgen muss. Fällt mir jetzt zum wiederholten Male auf, das hier Berichte auftauchen mit Fakten, die von den entsprechenden Offiziellen ( ob Vereine oder DFB ist jetzt egal) bis dato nicht bestätigt wurden.

    • Julian Koch

      In diesem Fall wurde es vom F.C. Hansa Rostock aber bestätigt.

  • Badkurvensteher

    Man bringt also die vom DFB geforderte Liquiditätsreserve in Höhe von 1,2 Mio Euro zum größten Teil dadurch auf, daß man seine Geschäftsstelle quasi verpfändet. Dadurch entstehen doch aber neue Kosten die es vorher nicht gab oder sehe ich das falsch? Was ist dann nächste Saison, wenn der Aufstieg nicht gelingt, die Einnahmen nicht steigen und der DFB wieder eine Liquiditätsreseve für die Absicherung des laufenden Spielbetriebs verlangt? Verscherbelt man dann Name und Klublogo, um es in den nächsten zehn Jahren zurück zu leasen? Oder hofft man einfach, daß man die beim DFB hinterlegten 1,2Mio nicht angreifen muß und sie dann gleich dort "liegen lassen" kann?
    Sorry, aber solides und nachhaltiges Wirtschaften sieht für mich irgendwie anders aus.

  • Fussi

    Der Artikel ist faktisch falsch, da es nicht eine Etat-Lücke von 1,2 Mio war sondern diese 1,2 Mio als Rücklage beim DFB hinterlegt werden mussten, damit so Fälle wie Aachen oder Offenbach nicht wieder auftreten.

    • Julian Koch

      Danke. Wir haben das geändert.

  • Würselener Wall

    Ein weiteres Beispiel für Misswirtschaft und Selbstüberschätzung. Wenn’s schiefgeht, wird der Steuerzahler es schon richten. Eher läuft die Warnow bergauf, als dass Hansa solide wird.

  • Daniel

    An die Experten vorneweg:
    Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Schulden und Verbindlichkeiten!!!!
    Erst denken…dann posten!

    • HKrostitz

      Klingt interessant.
      Worin besteht denn dieser deutliche Unterschied?

  • Hmm

    Ostseestadion GmbH & Co. KG
    Wenn ich mich recht erinnere, müssen die rund 15 Mio zurück zahlen.
    Bei Hansa sind es rund 13,5 Millionen die nicht zurück gezahlt werden müssen.

  • HKrostitz

    Hansa ist schuldenfrei?
    Interessant, wer hat sich denn der Verbindlichkeiten rund um das Stadion angenommen?

  • Hanseat

    Sehr cool.

  • Martin

    Kräftig zulangen? Sind Bale, CR7 und Toni Kroos denn frei? ;)
    Hansa holt nur ablösefreie Spieler und das ist gut so!

  • Hans Werner

    Na, dann kann Rostock doch jetzt auf dem Transfermarkt kräftig zulangen – genau wie der MSV Duisburg…!

  • ja28

    Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen noch die weiteren Baustellen und Probleme behoben werden. Dann kann man vielleicht wieder angreifen…

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