21. April 2017 um 12:26 Uhr

Magdeburg mit großen Personalsorgen gegen Großaspach

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© imago/Schroedter

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Aufstieg hin, Aufstieg her – viel zu oft fällt dieses am liebsten bis auf Weiteres verbannte Wort im Umkreis des 1. FC Magdeburg. Ignorieren lassen sich die letzten Leistungen nicht, auch wenn die Hoffnungen auf die 2. Bundesliga die Sicht vernebeln. Jens Härtel und Co. müssen zunächst wieder guten und attraktiven Fußball zeigen, der in der Rückrunde zu oft abhandengekommen war.

Wenige Tore, wenig Glanz beim FCM

Zur Erinnerung: Nach 19 Spielen der Hinrunde verfügte der 1. FCM hinter Jahn Regensburg über die zweitstärkste Offensive der Liga, hatte bis zum Jahreswechsel insgesamt 30 Treffer erzielt. Seit Anfang 2017 tut sich Magdeburg jedoch viel, viel schwerer – es herrscht zu oft Ladehemmung in der Offensive. 15 Tore aus 14 Spielen klingen nicht nach einem Feuerwerk und so ähnlich verhalten sich auch die Punktspiele seit geraumer Zeit. Zwar ließ sich etwa beim Auswärtsspiel in Rostock auch über eine Schiedsrichterentscheidung diskutieren, die den Auswärtssieg möglicherweise kostete. Ehrlicherweise muss aber auch festgestellt werden: Magdeburg hatte sich den Erfolg dort ebenso wenig verdient wie im Heimspiel zuvor gegen Jahn Regensburg oder auswärts beim Chemnitzer FC. Immerhin gelang am Mittwoch im Landespokal der prestigeträchtige 3:1-Erfolg beim Halleschen FC – doch selbst an diesem Abend besaß Magdeburg eine gute Portion Glück, zwei der drei Treffer waren unter gütiger Mithilfe von Halle entstanden.

Wer hat die Pokalpartie in Halle körperlich schon verkraftet?

Im Aufstiegskampf hat sich die Lage leicht, aber noch nicht entscheidend verändert. Vor dem richtungsweisenden 34. Spieltag ist Magdeburg aus den Top 3 gerutscht, weist aber immer noch engen Kontakt zu den wichtigen Plätzen auf. Weil Holstein Kiel den Chemnitzer FC empfängt und die Elbstädter den Dorfklub SG Sonnenhof Großaspach im heimischen Stadion empfangen, kann das weite Feld der Aufstiegskandidaten sogar noch um zwei zusätzliche Klubs anwachsen – der FCM will das um jeden Preis verhindern, eine neuerliche Heimniederlage wäre das schlimmstmögliche Gift für eine langsam wiederkehrende Euphorie. Trainer Härtel aber steht vor einem personellen Engpass. "Wir müssen gucken, wer überhaupt spielen kann – nicht jeder hat den Pokal in Halle körperlich bereits verdaut“, stellte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz am Donnerstag fest.

Gegen Großaspach nur 16 Mann zur Verfügung

Aus verschiedenen Gründen muss Härtel auf mehrere Leistungsträger verzichten. So hat etwa Manuel Farrona Pulido noch immer mit den Nachwirkungen eines Schlags auf die Wade zu kämpfen, "er wird eher nicht im Kader stehen“, gab der Coach bekannt. Zudem fehlen im Mittelfeld mit Kapitän Marius Sowislo und Tobias Schwede zwei Akteure aufgrund von Sperren, auch Ahmed Razeek fällt wohl aus. Gemeinsam mit den längerfristig verletzten Spielern nimmt die Personalnot Formen an. "Insgesamt besitzen wir nur 16 Spieler im Kader“, klagt Härtel, der über Großaspach weiß: "Es ist nicht leicht, sich auf diesen Gegner einzustellen. Sie wechseln sehr oft die Grundordnung, weil sie flexibel agieren.“ Mit guten Erinnerungen kann Magdeburg als Motivation auf das Hinspiel zurückblicken: In Baden-Württemberg behielt der Fußballclub in einem lange engen Spiel mit 3:1 die Oberhand.

 

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  • djurgarden

    Na, Herr Ahlers, können Sie endlich wiede ihre Magdeburgphobie ausleben? Wer war es denn, der Magdeburg aufgefordert hat, sich endlich zu bekennen, aufsteigen zu wollen? War doch hier auf dieser Seite zu lesen, obwohl beim FCM niemand vom Aufstieg redete. Und, wenn die Magdeburger schon schlecht sind, wie schlecht müssen dann eigentlich Chemnitz, Kiel und auch Duisburg sein, die es zu Hause nicht schafften, diese limitierten Magdeburger zu bezwingen.

    Ein guter Rat: Wenn man nicht imstande ist, aus welchen Gründen immer, einen Gegenstand (ein Thema) sachlich zu betrachten, sollte man besser nicht Journalist spielen, Herr Ahlers. Persönlich wünsche ich mir fast, dass Magdeburg aufsteigt. Schon allein, um ihnen Freude zu bereiten.

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