Aue abgestiegen, VfL mit Last-Minute-Sieg, Hansa geht 2:5 unter

Der FC Erzgebirge Aue steht nach dem 1. FC Schweinfurt als zweiter Absteiger fest. Zwar egalisierten die Veilchen gegen Wiesbaden zweimal einen Rückstand und kamen zu einem 2:2, hätten allerdings gewinnen müssen, um den Abstieg erneut zu vertagen. Während auch die Chancen des SSV Ulm auf den Klassenerhalt durch ein 2:3 bei 1860 weiter schwinden, steht der VfL Osnabrück durch einen Last-Minute-Sieg gegen Verl (2:1) ganz dicht vor dem Aufstieg, der bereits am Sonntag amtlich sein könnte. Die Relegation haben die Lila-Weißen bereits sicher. Dagegen patzte Rostock erneut und ging mit 2:5 gegen Regensburg unter. Zudem siegte Ingolstadt mit 3:0 in Hoffenheim.

Osnabrück 2:1 Verl: Lila-Weißen haben Relegation sicher

An der ausverkauften Breme Brücke tat sich in der Anfangsphase zunächst nicht viel, beide Teams waren darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Erst nach 25 Minuten ging ein Raunen durch das Stadion, als Meißner aus der Distanz abzog und Schulze zu einer Parade zwang. Das Tor fiel direkt danach aber auf der anderen Seite: Nach einem Fehlpass von Wagner war Taz frei vor Jonsson und brachte den Ball zum 1:0 für den Sportclub über die Linie. Müller fälschte das Spielgerät dabei noch unglücklich ab. Der VfL reagierte mit wütenden Angriffen, kam bis zur Pause aber nicht mehr gefährlich vor den Kasten.

Dafür gelang dann aber direkt nach dem Seitenwechsel mit dem ersten Angriff der Ausgleich: Jacobsen brachte einen Flanke von Christensen im Kasten unter (46.). Fast hätte Verl direkt geantwortet, Jonsson parierte gegen Wörner jedoch stark (53.). Die Gäste blieben am Drücker, während von Osnabrück nicht viel kam. Knapp wurde es aber erst in der Schlussphase wieder, als Taz nur um Zentimeter vorbeizog (81.). Noch enger wurde es in der 87. Minute, als erst Jonsson gegen Besio retten musste und dann Wiemann per Grätsche klärte. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, traf der erst kurz zuvor eingewechselte Riesselmann in der fünften Minute der Nachspielzeit zum Siegtreffer, indem er Schulze umkurvte. Mit dem zehnten Sieg aus den letzten elf Spielen haben die Lila-Weißen die Relegation bereits sicher und könnten schon am Sonntag als Aufsteiger feststehen, falls Cottbus in Köln verliert. Verl bleibt mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin Sechster.

Rostock 2:5 Regensburg: Vierfacher Hottmann schockt die Kogge

Die Kogge legte gleich gut los und kam schon in der ersten Minute über Voglsammer zu einer Chance, die Strauss aber blocken konnte. Von den Gästen war dagegen zunächst nicht viel zu sehen – bis sie nach zwölf Minuten durch Schönfelder in Führung gingen. Voglsammer (14.) und Kinsombi (23.) verpassten anschließend die Chance auf die schnelle Antwort, ehe Gebhardt nach 26 Minuten stark gegen Voglsammer parierte. Doch auch der Jahn versteckte sich nicht: Erst scheiterte Oliveira an Uphoff (33.), dann bereitete er für Hottmann vor, der zum 2:0 für die Gäste traf (43.). Und in der Nachspielzeit legte Hottmann – wieder nach einem Konter – sogar noch das dritte Regensburger Tor nach (45.+5). Bei der Entstehung des Treffers wurde Bergh im Mittelfeld allerdings von Saller am Kopf getroffen und blieb liegen, sodass die Partie eigentlich hätte unterbrochen werden müssen. Wegen zu lautstarker Proteste sah Hansa-Sportchef Shapourzadeh anschließend die rote Karte.

Zur Pause wechselte Brinkmann gleich dreifach, doch das Tor fiel erneut auf der anderen Seite (49.). Nach einem Chip bekam die Kogge den Ball nicht geklärt, sodass dieser zu Wurm kam. Uphoff konnte zunächst parieren, ehe Hottmann den Abpraller mit seinem dritten Treffer zum 4:0 nutzte. Die Antworte folgte aber prompt: Kinsombi war aus kurzer Distanz zur Stelle (50.). Hansa blieb dran und legte den zweiten Treffer nach: Dieses Mal profitierte die Kogge von einem Eigentor durch Wurm (56.), der den Ball von Gebhardt an die Hüfte gefaustet bekam. Und beinahe wäre kurz danach das 3:4 gefallen, doch Regensburgs Keeper rettete zweimal stark gegen Hummel und Gürleyen (63.). Danach ebbte der Sturmlauf der Hausherren erstmal ab. Regensburg stand in dieser Phase sicher – und machte kurz vor Ende mit 5:2 durch den vierten Treffer von Hottmann alles klar (87.). Durch das zweite sieglose Spiel in Folge droht Hansa nun den Anschluss im Aufstiegsrennen zu verlieren, sollten Cottbus und Essen am Sonntag gewinnen.

Aue 2:2 Wiesbaden: Veilchen stehen als Absteiger fest

Bereits nach sechs Minuten standen die Gäste dicht vor dem 1:0, allerdings vergab Mockenhaupt freistehend vor dem Tor. Besser machte es dann Flotho, der in Minute 24 zur Führung der Gäste traf und dabei eine Mockenhaupt-Vorlage verwertete. Nachdem von den Hausherren bis dato nicht viel zu sehen war, erzielten sie nur drei Zeigerumdrehungen später den Ausgleich. Einen von Flotho unfreiwillig verlängerten Freistoß brachte Zobel aus spitzem Winkel im Tor unter. Das Tor sorgte für Auftrieb beim FCE, der nun die bessere Mannschaft war, während von Wiesbaden nicht mehr viel kam. In der Nachspielzeit sorgte ein Freistoß von Collins nochmal für Gefahr, ging aber knapp drüber.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs flog das Spielgerät nur hauchdünn über den Kasten, dieses Mal aber auf der anderen Seite, als Lord bei einem Schuss von Bogicevic noch die Fingerspitzen dranbekam (48.). Dann meldete sich auch Aue an, als Zobel alleine auf Stritzel zulief, jedoch erst über den Ball trat und diesen letztlich ans Außennetz setzte (55.). Auch Fabisch (60.) verpasste die Führung. In den letzten 20 Minuten waren die Veilchen dann in Überzahl, nachdem May binnen zwei Minuten für Foulspiele gegen Schmid und Seiffert zweimal Gelb sah und runter musste. Kapital daraus schlagen konnte Aue aber nicht, stattdessen ging Wiesbaden nach einer von Gözüsirin direkt verwandelten Ecke wieder in Führung. Die Gastgeber gaben aber noch nicht auf und schlugen über Seiffert wieder zurück (85.). Fast hätte Fabisch die Partie sogar komplett gedreht, traf aber nur die Latte (87.). Auf der anderen Seite verpasste Wiesbaden in der Schlussphase mehrfach den Siegtreffer, am Ende blieb es beim 2:2. Durch das Remis steht Aue angesichts von elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bei nur noch drei Spielen als zweiter Absteiger fest, Wiesbaden bliebt Neunter.

1860 3:2 Ulm: SSV kommt Abstieg näher

Die abstiegsbedrohten Ulmer erwischten einen starken Start und kamen schon früher über Röser zu einer guten Möglichkeit, die Dähne vereitelten musste (6.). Auch wenig später stand der Löwen-Keeper wieder im Fokus, als er den Ball im Anschluss an einen Chessa-Versuch erst im Nachfassen vor der Torlinie festhalten konnte (22.). Kurz danach meldeten sich auch die Löwen an, Haugen scheiterte an Ortag (27.). Auf der anderen Seite verhinderte dann erneut Dähne den Rückstand, dieses Mal vor Kölle (32.). Auch Ortag war kurz vor der Pause nochmal gegen Haugen gefordert (43.), ehe Dähne gegen Röser (45.) rettete. Es war beiden Keepern zu verdanken, dass es ohne Tore in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang gehörte Haugen die erste Chance, Meier konnte aber noch per Grätsche klären (49.). Sorgen gab es danach um Dähne, der von Röser am Kopf getroffen wurde (50.). Der Löwen-Keeper konnte aber weitermachen. Torchancen blieben in dieser Phase Mangelware – bis es nach 73 Minuten einen Freistoß für 1860 gab. Diesen verwandelte Danhof aus 18 Metern zur Führung der Löwen. Drei Minuten später erhöhte Haugen auf 2:0 (77.), ehe der Stürmer von Vukancic am Trikot gehalten wurde, was Gelb-Rot zur Folge hatte (80.). In Unterzahl kam der SSV nochmal zum Anschluss durch Löder (83.), doch nur zwei Zeigerumdrehungen später stellte Niederlechner den alten Zwei-Tore-Vorsprung aber wieder her. In der Nachspielzeit verkürzte Brown erneut (90.+3), zum Remis reichte es aber nicht mehr. Damit liegt der SSV weiterhin sechs Punkte hinter dem rettenden Ufer, was die Chancen auf den Klassenerhalt bei nur noch drei Spielen weiter schwinden lässt. Die Löwen feierten indes den ersten Sieg nach sechs Spielen.

Hoffenheim II 0:3 Ingolstadt: Schanzer machen Klassenerhalt klar

Im Dietmar-Hopp-Stadion erwischten die Schanzer einen Start nach Maß und gingen bereits nach neun Minuten durch Scholz in Führung, der eine Flanke von Deichmann verwertete. Weitere neun Zeigerumdrehungen später erhöhte Costly auf 2:0, ehe er nach einer halben Stunde im Anschluss an einen Einwurf bereits für die Vorentscheidung sorgte. Kaygin verpasste danach sogar noch das 4:0, als er an Petersson scheiterte. Auf der anderen Seite rettete Eisele gegen Hennrich (44.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verpasste erst Scholz seinen Doppelpack (49.), ehe wieder Eisele den Gegentreffer verhinderte (55.). Auch danach ließ die TSG einige gute Gelegenheiten aus, ehe Costly an seinem Dreierpacker scheiterte. Petersson bekam den Ball gerade noch an die Latte gelenkt (74.). So blieb es am Ende beim 3:0, durch den der FCI den Klassenerhalt nun auch rechnerisch sicher hat. Hoffenheim bleibt nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge weiter auf Platz 15 hängen.

   

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