Zwischenfazit Dortmund II: Keine Angst vor großen Namen

Ein Drittel der Saison 2013/2014 ist bereits absolviert. Grund genug, die 20 Drittligisten in einem Zwischenfazit unter die Lupe zu nehmen. Heute: Borussia Dortmund II. Die junge U23 des BVB steht nach zwölf Spieltagen auf Platz 11 der Tabelle und hat mit einem Punkteschnitt von knapp 1,5 Punkten pro Partie bisher 17 Zähler gesammelt. Für die Dortmunder ist die Saison ein auf und ab, wobei man sich momentan in einer guten Form und Verfassung zeigt. In den letzten sechs Spielen holte man drei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Im Folgenden schaut sich liga3-online.de die bisherigen Saison von Borussia Dortmunds U23 einmal genauer an.

Das lief bisher gut

Ausgeglichenheit der Offensive

Was bei der jungen Borussia ganz klar ins Auge fällt ist die Tatsache, dass man sie einfach nicht ausrechnen kann. Klar sind die beiden Spieler Ducksch und Durm bei den Westfalen die heimlichen Stars, da sie nach Jonas Hofmann in der letzten Saison die beiden nächsten Spieler auf dem Sprung in den Profikader sind, doch der Rest der Mannschaft kann ein ausgeglichenes Niveau vorweisen. Keine andere Mannschaft der Liga besitzt solch eine verteilte Qualität. Die 16 Tore der Dortmunder unterteilen sich auf neun verchiedene Torschützen. Das ist einmalig in dieser Saison bei allen 20 Teams. Egal wen Trainer David Wagner im Sturm aufbietet, er ist in der Lage im Tor des Gegners einzunetzen.

Keine Furcht vor großen Namen

Natürlich sind alle Spieler des BVB Profis, die bei einem namhaften Verein unter Vertrag stehen, aber dennoch sind sie zu einem großen Teil sehr jung und spielen in dieser Saison das erste mal gegen große Namen wie Hansa Rostock oder den MSV Duisburg, in großen und, für die 3. Liga, sehr gut gefüllten Bundesliga-Stadien. Und gerade in diesen beiden Spielen war die Borussia in der Lage, große Gegenwehr zu bieten und beide Spiele auswärts mit 2:1 zu gewinnen. Somit kann sich kein Heimteam gegen die Borussia sicher sein, dass die gute Atmosphäre ein entscheidender Vorteil sein wird, denn gerade das scheint die Dortmunder zu beflügeln.

Das lief nicht gut

Zu extreme Ergebnisschwankungen

Natürlich sind ein 4:2 gegen die SpVgg Unterhaching und ein 4:0 gegen den Halleschen FC zwei gute und hohe Siege für die Borussia, doch wenn man in Heidenheim und bei den Stuttgarter Kickers mit 0:4 und 0:3 untergeht, scheint eine gewisse Trendlinie erkennbar zu sein. Das junge und technisch versierte Team aus Dortmund lässt sich vom Ergebnisstand beeinflussen. Es scheint, als würden sie sich bei Führungen mit mehr als einem Tor in eine Art Rausch spielen können und im Umkehrschluss bei Rückständen von mehr als zwei Toren etwas zerfallen. Bei der blutjungen Mannschaft zwar nicht gerade gut, aber zu verzeihen.

Kein eigespieltes Team möglich

Was sich in der Offensive noch als Pluspunkt erweist, ist in der Defensive ein klarer Schwachpunkt. Da in der Defensive Spieler wie Durm oder Kirch immer mal wieder im Kader der ersten und dann doch wieder in dem der zweiten Mannschaft stehen, finden sich keine eingespielten Mechanismen. Daher hat das Team von David Wagner auch einen Schnitt von mehr als 1,5 Gegentoren pro Spiel. Im Vergleich zur letzten Saison ist dieser Wert zwar immerhin von 2,0 auf 1,5 gesunken, aber er ist dennoch ziemlich hoch.

Wichtigster Neuzugang: David Solga

Der wichtigste neue Spieler der Borussia ist in der aktuellen Verfassung David Solga. Nicht nur, dass er sich im Spiel gegen den HFC auch wieder als Torschütze in die Spielstatistik eintrug, nein, er gibt dem Mittelfeld der Borussia nach vorne hin eine Struktur und versucht im Mittelfeld zusammen mit Özbek oder Amini die Viererkette zu unterstützen. Solga ist soetwas wie der kreative Kopf im Zentrum und der verlängerte Arm von David Wagner.

Größte Enttäuschung bisher: Timmy Thiele 

Es mag unfair klingen und es ist auch nicht gegen den Spieler gerichtet, aber wenn man von den Erwartungen her die größte Enttäuschung bei der Borussia nennen sollte, bleibt man leider an Timmy Thiele hängen. Als einer der erfahrenen Spieler sollte er im Angriff mit Marvin Duksch zusammen für Gefahr sorgen. Doch Thiele riss sich das Kreuzband und konnte den Westfalen bislang leider nicht helfen. Ende Dezember soll er zur Mannschaft zurückkehren.

Fazit und Prognose

So stark hat man die Borussia eigentlich gar nicht erwartet. Ein solider Mittelfeldplatz vor Regensburg, Chemnitz, Münster oder Rostock? Das ist dann doch ziemlich überraschend. Das liegt zwar auch an den mittelmäßigen Starts der genannten Konkurrenten, aber auch Dortmund musste sich die 17 Punkte erst einmal verdienen. Mit der deutlich gefestigteren Mannschaft, im Vergleich zur letzten Saison, dürfte sich der kleine BVB aus dem Kampf gegen den Abstieg fernhalten. Sollten sie ihre jetztige Form beibehalten und weiterhin solche Qualität im Kader behalten, sollten sie am Ende der Hinrunde mindestens dort stehen, wo sie jetzt sind, also im sicheren Mittelfeld zwischen Platz 9 und 13.

Expertenstimme eingefangen von Christian Kalla

FOTO: Flohre Fotografie

   

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