Zwickau gegen Magdeburg: Brisanz auf und neben dem Platz

Auch wenn der reguläre Spielbetrieb in der 3. Liga aufgrund der Länderspielpause derzeit ruht, rollt am Donnerstagabend der Ball. Im Nachholspiel des 2. Spieltages kommt es zum Ost-Duell zwischen dem FSV Zwickau und dem 1. FC Magdeburg (19 Uhr, live auf mdr.de). Eine Partie, die sowohl auf als auch neben dem Platz für Brisanz sorgt.

Risikospiel: Polizei mit Großaufgebot vor Ort

In einem Profispiel standen sich beide Mannschaften – außerhalb der DDR-Oberliga – zwar noch nie gegenüber, dennoch findet die Partie nun bereits zum 68. Mal statt. An das letzte Aufeinandertreffen im März 2015 erinnern sich beide Vereine allerdings nur ungern: Bereits vor dem Spiel wurde der Mannschaftsbus des FSV demoliert und beschmiert, nach Abpfiff kam es außerhalb des Stadions zu Krawallen. Auch aufgrund dieser Vorkommnisse hat der DFB das Duell als Risikospiel eingestuft, die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Mit neuerlichen Ausschreitungen rechnen die Verantwortlichen aber nicht. Umso heißer wird es dagegen auf dem Platz zugehen.

Magdeburg unter Druck

Der 1. FC Magdeburg steht nach drei Niederlagen aus den bisherigen vier Spielen bereits gehörig unter Druck und will einen vollständigen Fehlstart abwenden. Ein Sieg gegen den Aufsteiger ist eigentlich Pflicht, um beruhigt in die nächsten Wochen gehen zu können. Dass die Partie in Zwickau jedoch keineswegs ein Selbstläufer wird, weiß auch Torhüter Jan Glinker: "Wir müssen es hinbekommen, dass jeder 100 Prozent abruft – ansonsten wird es schwer". Trainer Jens Härtel wird unterdessen seine Defensive umbauen müssen: Während André Hainault mit Kanada auf Länderspiel-Reise weilt, fehlten Nico Hammann und Jan Löhmannsröben zuletzt angeschlagen im Training. Ob es für einen Einsatz am Donnerstagabend reicht, ist offen. Auf der anderen Seite könnte Kapitän Marius Sowislo nach überstandener Verletzung zu seinem ersten Saisoneinsatz kommen. Laut Härtel ist der 33-Jährige auch eine Option für die Startelf.

Stimmungsvolle Kulisse erwartet

Zwickau will bei der Drittliga-Premiere im neuen Stadion unterdessen den Negativtrend der letzten Wochen stoppen: Nach einem soliden Saisonstart kassierten die Sachsen zuletzt zwei 0:3-Pleiten in Folge. Dennoch sagt Trainer Torsten Ziegner: "Es gibt keinen Grund zur Panik. Von den Magdeburgern wird insgesamt mehr erwartet. Sie werden nicht mit der monsterbreiten Brust hierherkommen." Beim ersten echten Liga-Heimspiel der Saison setzt der FSV auch auf seine Fans. Schon beim Pokalspiel gegen den Hamburger SV sorgten rund 10.000 Zuschauer für eine tolle Kulisse, nun sind bereits über 5.000 Karten – und damit so viele wie noch nie im Vorverkauf – abgesetzt. Aus Magdeburg reisen 1.200 Fans an. Einem spannenden, stimmungsvollen und vor allem friedlichem Spiel sollte somit nichts im Wege stehen.

 

 
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