Zwickau feiert höchsten Saisonsieg: "Das Gesicht wollen wir sehen“

Der höchste Saisonsieg soll für den FSV Zwickau im Kampf um den Klassenerhalt das Signal zur dringend benötigten Trendwende sein. Nach dem Ende ihrer über drei monatigen Durststrecke mit insgesamt fünf Spielen vor und nach der Corona-Pause ohne Erfolgserlebnis (zwei Punkte) verließen die Sachsen durch den deutlichen 5:1-Sieg gegen den taumelnden Abstiegsrivalen Hallescher FC die Abstiegsplätze und tankten neues Selbstvertrauen.

"Wussten, dass wir es können“

"Das war das Gesicht, was wir sehen wollen“, sagte Trainer Joe Enochs nach dem Kellerduell im "Telekom"-Interview hochzufrieden und lobte dabei ausdrücklich die Moral seines Teams beim höchsten Saisonsieg nach der vorangegangenen 0:3-Pleite beim Konkurrenten Viktoria Köln: Zwar sei die Niederlage am Rhein zu hoch ausgefallen, "aber wie wir wieder aufgestanden sind, war wichtig. Wir wussten, dass wir es können“.

Was die Schwäne gegen den HFC besonders gute konnten, waren Standards. Gleich dreimal schlugen die Platzherren in Situationen mit einem ruhenden Ball zu. Auf Vorlagen jeweils von René Lange trafen Elias Huth (25.), Ronny König (49.) und Davy Frick (78.). "Die Standards sind schon länger unsere Stärke, aber wir haben oft keinen Nutzen daraus gezogen“, kommentierte Lange die auffällige Effizienz seines Teams gegen Halle.

Aus Sicht von Enochs spiegelten gerade auch diese drei Treffer den Wandel seines Teams, für das außerdem Nils Miatke (67.) und Gerrit Wegkamp (82.) erfolgreich waren, gegenüber dem Auftritt in Köln wieder. "René ist immer saugefährlich. Aber alle Spieler müssen dabei auch die Mentalität haben, den Ball ins Tor bringen zu wollen“, betonte der Coach auf der Pressekonferenz der Charakter seiner Schützlinge.

Enochs-Mahnung: "Auf dem Teppich bleiben“

Nach dem zumindest vorläufigen Sprung ans rettende Ufer bemühte sich Enochs jedoch zugleich vor der Reise zum Gastspiel bei Bayern München II um eine realistische Einordnung des Schützenfestes im Abstiegskampf. "Wir müssen auf dem Teppich bleiben, denn es ist noch ein langer Weg bis zum Klassenerhalt“, sagte der US-Amerikaner. Wohl wahr: Bei gerade einmal drei Punkten Vorsprung auf den roten Bereich befindet sich Zwickau für seine Rivalen zunächst einmal weiterhin noch in unmittelbarer Schlagdistanz und kann sich keinesfalls sicher fühlen.

In München sollen die Westsachsen nach den Vorstellungen von Enochs den Rückenwind des Erfolgs gegen Halle idealerweise wieder in Punkte umwandeln: "Wir müssen wieder eklig sein und in die Zweikämpfe reinkommen. Wir müssen uns aber nur mit unserem Fußball beschäftigen und nicht mit dem Schiedsrichter oder dem Gegner.“

   
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