Zweiter Dynamo-Sieg in Folge: "War ein hartes Stück Arbeit"

Nach dem 2:1 gegen 1860 München hat Dynamo Dresden auch beim 3:1 in Rostock alle drei Punkte mitgenommen. Entsprechend groß war die Freude nach dem zweiten Sieg in Folge.

Im Stile einer Spitzenmannschaft

Auf dem Papier waren die Sachsen vor Saisonbeginn eine Spitzenmannschaft, den Nachweis darüber ist Dynamo in den letzten Wochen häufiger aber mal schuldig geblieben. Nicht so in Rostock: Im Stile einer Spitzenmannschaft machte Dynamo aus drei Chancen drei Tore und stellte die Weichen innerhalb von nur 27 Minuten auf Sieg. "Ich muss lange überlegen, wann wir mal drei Tore zur Halbzeit hatten", sagte Trainer Markus Kauczinski nach den Treffern von Christoph Daferner (14.), Marco Hartmann (30.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (41.) bei "MagentaSport".

Der Anschlusstreffer in Minute 43 war zwar ärgerlich, konnte der SGD aber nichts mehr anhaben – zumal Dynamo defensiv sicher stand. "Wir haben leidenschaftlich verteidigt und konsequent nach vorne agiert. Das hat uns in diesem ausgeglichenen Spiel gegen eine starke Rostocker Mannschaft den Sieg gebracht", analysierte Kauczinski. Der Sieg sei "ganz wichtig" – vor allem für das Gefühl. Auch Christoph Daferner hielt gegenüber den "Dresdner Neusten Nachrichten" fest: "Jeder war für den anderen da, wir haben den Derby-Charakter so richtig angenommen. Es hat auch richtig Bock gemacht."

"Ja, läuft"

Großen Anteil am Erfolg im Derby hatte Marco Hartmann, der nicht nur erstmals in dieser Saison als Torschütze in Erscheinung trat, sondern im Spiel nach hinten der Fels in der Brandung war. "Sensationell", lobte der Dynamo-Coach. "Er hat gerade in der zweiten Halbzeit nochmal zugelegt und hinten alles rausgeköpft. Das Tor wollte er unbedingt machen. Er genießt es, wieder auf dem Platz zu stehen – das merkt man ihm an." Auch die Mannschaft profitiert davon: "Er gibt gerade den jungen Spielern brutalen Halt", meinte Daferner. "Man kann sich an ihm hochziehen, außerdem gibt er wertvolle Tipps."

Hartmann selbst gab sich derweil gewohnt lässig: "Ja, läuft", sagte er bei Dynamo-TV über den zweiten Sieg in Serie und sah eine "überzeugende Leistung der Mannschaft mit ganz viel Wille. Ich hau mich in alles rein. Das macht Spaß". Der Fehler von Rostock vor dem 0:1 "hat uns natürlich gut getan", hielt der Routinier fest. "Es gehört zu der Geschichte dazu, dass wir die Fehler eiskalt bestrafen." Ausruhen will sich Dynamo nach dem zweiten Sieg in Folge nicht – im Gegenteil: "Am Mittwoch wollen wir nachlegen", blickt Hartmann auf das anstehende Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching voraus. Mit einem Sieg könnten die Sachsen den zweiten Tabellenplatz festigen und den Rückstand auf Spitzenreiter Saarbrücken, der am Samstag Unentschieden spielte, weiter verkürzen. Dann wäre Dynamo nicht auf dem Papier eine Spitzenmannschaft.

   
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