Zwei Paderborn-Pleiten in Folge: Kein Grund zur Besorgnis

0:2 gegen Karlsruhe, 1:4 gegen Wiesbaden: Erstmals seit einem halben Jahr hat der SC Paderborn wieder zwei Spiele in Folge verloren. Ein Grund zur Besorgnis? Nein. Zumal der Blick auf die Tabelle tröstet. Ein Kommentar.

Einsatz und Leidenschaft stimmen – bis in die Nachspielzeit

Es ist ohne Frage ein ungewohntes Gefühl für den zuletzt so erfolgsverwöhnten SC Paderborn, der einen Rekord nach dem anderen aufgestellt hat und der Konkurrenz zwischenzeitlich schon enteilt war. Spätestens nach dem überzeugenden 3:0-Sieg in Unterhaching schien der Erfolgszug auf direktem Wege in Richtung vorzeitige Herbstmeisterschaft zu fahren, nun droht dem SCP ausgerechnet vor Weihnachten der Verlust der Tabellenführung. Man könnte von einer Krise sprechen. Man könnte die beiden Spiele gegen Karlsruhe und Wiesbaden aber auch genauer unter die Lupe nehmen – um dann festzustellen: Was Einsatz, Leidenschaft und spielerische Qualität anging, hätte Paderborn keine sechs Gegentore verdient gehabt.

Vor allem die Tatsache, dass die Ostwestfalen selbst in der Schlussphase und der Nachspielzeit, als die Partien längst zugunsten des Gegners entschieden waren, weiter anrannten, beeindruckte. Und zeigte: In der Mannschaft stimmt es. Keine Selbstverständlichkeit beim SCP nach den vergangenen zwei Jahren. Ein Grund zur Besorgnis ist die aktuelle Serie somit keineswegs. Verdient waren die Niederlagen aber dennoch. Zum einen, weil das Offensivspiel nicht wie gewohnt in Erscheinung trat und es vor allem beim Torabschluss haperte. Zum anderen, weil die Defensive mehrfach nicht nah genug am Gegenspieler dran war und somit einfache Gegentore zuließ.

Starke Hinrunde – so oder so

Der Blick auf die Tabelle tröstet derweil aber. Noch immer steht der SCP an der Spitze und kann am Samstag aus eigener Kraft Herbstmeister werden. Zwar haben die Ostwestfalen den Vorsprung von sechs Punkten auf Magdeburg in den letzten beiden Partien verspielt, doch vor dem Hintergrund, dass der SCP im vergangenen Mai sportlich in die Regionalliga abgestiegen war, ist die aktuelle Bilanz mehr als beachtlich und ein großer Erfolg.

Ohnehin ist bereits klar: Der SC Paderborn wird auf einem der ersten drei Plätze in die Winterpause gehen. Und somit besteht bei den Paderstädtern trotz der Serie von zwei Pleiten in Folge überhaupt kein Grund für schlechte Stimmung. Nicht nach einer Hinrunde mit Spektakeln wie gegen Großaspach (5:0) und Bremen II (7:1), einer Serie von zehn Pflichtspielsiegen in Folge, den Pokalerfolgen gegen St. Pauli und Bochum sowie der wichtigen Erkenntnis: Fußball in Paderborn macht wieder Spaß.

 
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