Zuschauernegativ-Rekord: MSV hat das Stadion leergespielt

Die Talfahrt des MSV Duisburg und ihre Folgen: Beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt verirrten sich nur 8.189 Zuschauer in die Schauinsland-Reisen-Arena – so wenige wie noch nie bei einem Drittliga-Heimspiel der Zebras (Corona-Spielzeiten ausgenommen). Präsident Ingo Wald setzt die Hoffnungen derweil in Verstärkungen im Winter.

Über 20.000 freie Plätze

Nachdem schon das Derby gegen Rot-Weiss Essen vor zwei Wochen nicht ausverkauft war, blieben gegen die Schanzer nun über 20.000 Plätze leer. Selbst in der Fankurve hinter dem Tor klafften gerade in den Außenbereichen große Lücken. Das geringe Zuschauerinteresse ist einmal mehr die Quittung für die bisher enttäuschende Saison, in der Duisburg nach 14 Spielen gerade mal acht Zähler auf dem Konto hat und durch den Punktgewinn des SC Freiburg II am Sonntag zudem wieder auf den letzten Platz abgerutscht ist.

Dabei können die Zebras sogar noch von Glück reden, dass auch die direkten Konkurrenten allesamt nicht gewinnen konnten. Ansonsten wäre der Rückstand auf das rettende Ufer, der schon jetzt sechs Punkte beträgt, weiter angewachsen. Zwar hat der MSV noch ein Nachholspiel beim 1. FC Saarbrücken in der Hinterhand (29. November), gleiches gilt aber auch für den Halleschen FC, der derzeit Rang 16 einnimmt.

Der Trainerwechsel von Torsten Ziegner beziehungsweise Engin Vural zu Boris Schommers sei bereits "punktemäßig verpufft", wie Präsident Ingo Wald nach der Partie gegen Ingolstadt zugeben musste. Gerade mal einen Zähler aus vier Partien konnte Schommers verbuchen, dazu kommt das blamable Aus im Landespokal bei Fünftligist KFC Uerdingen. Dennoch schloss Wald einen erneuten Trainerwechsel aus und betonte gegenüber der "WAZ": "Wir sind immernoch überzeugt davon, dass Boris Schommers eine Mannschaft perspektivisch aufbauen kann und deshalb der richtige Mann ist“.

Wald will frisches Geld einsammeln

Hoffnung setzt der 65-Jährige vor allem in die Winter-Transferperiode, in der die Mannschaft verstärkt werden soll. Bereits vor einer Woche hatte Schommers eine Veränderung des Kaders angekündigt. Sobald die Nachlizenzierung bestanden ist, soll frisches Geld eingesammelt werden. Ob die Sponsoren und Investor Capelli allerdings bereit sind, größere Summen zur Verfügung zu stellen, ist offen. In ein sinkendes Schiff werden die Geldgeber sicherlich nicht investieren.

Es braucht Ergebnisse, um eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen – nicht nur bei den Sponsoren, sondern auch bei den Fans. Diese forderten am Samstag den Rauswurf der Geschäftsführer Peter Mohnhaupt und Thomas Wulf und stürmten nach Spielende zudem den Logenbereich. Auch Wald steht nach saisonübergreifend nach nur einem Sieg aus den letzten 17 Spielen zunehmend in der Kritik, rief aber zum Zusammenhalt auf: "Aufgeben ist keine Option, wir wollen den Bock umstoßen. Das schaffen wir aber nur gemeinsam."

   
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