Zum Start der Saison: Stehplätze, aber keine Gästefans

Im Rahmen einer Managertagung haben sich die 20 Drittligisten und der DFB am Dienstag auf das weitere Vorgehen für die Saison 2020/21 verständigt. Das Ergebnis: Während der Verkauf von Tickets für den Stehplatzbereich bei Zustimmung der örtlichen Behörden grundsätzlich erlaubt sein soll, wird es bis zum Jahresende keine Gästefans in den Stadien geben.

Vorerst kein Alkohol

Darüber hinaus verständigten sich die Klubs auf ein grundsätzliches Alkohol-Verbot für den Saisonstart. Im Falle einer ausdrücklichen Genehmigung durch die örtlichen Behörden könne der betreffende Klub dieses Verbot jedoch aufheben und alkoholhaltige Getränke bei Spielen in seinem Stadion ausschenken, heißt es in einer DFB-Mitteilung. Diese Regelung soll laut einer Entscheidung des DFB-Spielausschusses auch im DFB-Pokal zur Anwendung kommen.

Was die grundsätzliche Rückkehr der Fans angeht, kamen die Vereine nach DFB-Angaben zu dem Ergebnis, dass sich die Zahl der Zuschauer nach den "regionalen Verfügungslagen" richten und von jedem Klub "mit den zuständigen Gesundheitsbehörden individuell vor Ort abgestimmt" werden müsse. Eine einheitliche Regelung wird es somit nicht geben. Durchaus möglich also, dass einige Klubs zum Saisonstart Mitte September vor Fans spielen dürfen, während gleichzeitig andere Vereine bei ihren Heimspielen weniger oder noch keine Fans in den Stadien begrüßen können.

Mit dem Verbot von Gästefans soll derweil das Reiseaufkommen der Fans – vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln – reduziert und dadurch das Infektionsrisiko verringert werden. Einigkeit herrsche nach DFB-Angaben darin, dass bei der Durchführung des Sonderspielbetriebs die Gesundheit unverändert höchste Priorität besitze. "Alle Maßnahmen sind in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden durchzuführen und stets von den regionalen Verfügungslagen im Rahmen der Pandemiesituation abhängig", so der Verband.

Künftig wieder drei Wechsel

Grundlage für die Sicherstellung des Spielbetriebs sei das überarbeitete Hygienekonzept des DFB und der DFL für alle Profispielklassen im deutschen Fußball, das sich derzeit in der finalen Abstimmung befinde. Das Konzept wurde den Vereinen laut dem DFB im Rahmen der Managertagung vorgestellt und soll bald veröffentlicht werden. Im sportlichen Bereich verständigten sich die Klubs und der Ausschuss 3. Liga darauf, in der bevorstehenden Saison zur alten Regelung mit drei Auswechslungen zurückzukehren.

Das im Rahmen der Managertagung besprochene Vorgehen sei vom zuständigen Ausschuss 3. Liga in dessen anschließender Sitzung vollumfänglich bestätigt worden. Die abschließende Beschlussfassung erfolge formell durch das DFB-Präsidium. Am Donnerstag wird das Thema Zuschauer-Rückkehr im Profifußball auch bei Beratungen zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten auf den Tisch kommen.

   
  • DM von 1907

    Nur drei Wechsel pro Mannschaft sind überhaupt nicht nachvollziehbar, wenn gleichzeitig Liga 1 und 2 bei fünf Wechseln bleiben dürfen.

    Was hat sich der DFB denn dabei gedacht? – Ganz einfach: Nichts – leider.

  • Max T.

    Die dunklen Prognosen wie aus Halle sehe ich für MV, Rostock derzeit nicht. Trotz vieler Urlauber gab es bei uns eben keinen signifikanten Anstieg der I-Zahlen. Wenn die MP-Konferenz morgen nichts anderes verkündet, könnte man für den FCH hoffen, dass sich das regionale Gesundheitsamt nicht beirren lässt und 5000 – 10000 Zuschauer schon für das Spiel gegen den MSV zulässt. Die Klo’s (Dixie) könnte man vielleicht auch auf Außenflächen aufstellen und Getränke (Bier inkl.) in Plastikflaschen am Einlass verkaufen. Einige Zuschauer werden von sich aus bestimmt auch eine Maske aufsetzen. Es gibt viele Lösungen! Wenn man allerdings immer nur den schwarzen Mann an die Wand bzw. in die Sterne malt, dann würde ich das Fussball spielen lieber gleich einstellen!

  • Sterneneisen

    Auch wenn es die gleiche Leier ist wie vor einem halben Jahr: Die Entscheidung bzgl. Zuschauer treffen die Gesundheitsämter. Bis zum 31.10. passiert erst mal gar nichts. Entwickeln sich die Krankheitsfälle weiter wie in den letzte Wochen, wäre eine Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen denkbar.

    Die Rücknahme der 5 Auswechslungen zeigt leider mal wieder auf, wie altmodisch-verkrustet das Denken im Profifußball ist. 1 Schritt vorwärts, 2 zurück. Schade, Chance vertan.

    • Daniel M.

      Es ist doch ok, wenn nicht alle paar Monate irgendeine Regeländerung in Kraft tritt, die den Fussball nur noch mehr verwässert. 3 Auswechselungen müssen reichen.

    • Günther1987

      Erstmal find ich gut das es Ländersache ist wieviele Personen ins Stadion dürfen, denke auch das es ein völlig falsches Zeichen gewesen wäre wenn der DFB sagen würde ja nur 1000 Zuschauer pro Spiel egal wo.

      Alkohol im Stadion brauche ich nicht, der Größte teil der Fans trinkt sowieso vor dem Stadion oder auf dem weg zu dorthin.
      Das mit den Auswechslungen hat auch etwas mit dem Finanziellen zutun, denke es ist ein Unterschied ob man 14 oder 16 Spielern pro Spiel eine einsatzprämie Zahlt, bei 38 Spieltage da kommt bissl was zusammen.

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