Jena verliert trotz Führung: "Bitterer geht es fast gar nicht"

Der FC Carl Zeiss Jena zeigte im Nachholspiel beim SV Meppen eine gute Leistung, belohnte sich trotz Führung bei der 1:2-Niederlage jedoch nicht. Dabei haderten die Thüringer auch mit einer Schiedsrichter-Entscheidung. Der Trost: Bis zu den Abstiegsplätzen sind es weiterhin elf Punkte.

Jena will zu viel

Das Bild passte zum Spiel: Klitschnass vom Dauerregen in der zweiten Halbzeit standen die FCC-Spieler nach Abpfiff mit gesenkten Köpfen auf dem Rasen. Wenige Minuten zuvor hatten sie durch Meppens Top-Stürmer Benjamin Girth das 1:2 kassiert, so den verdienten Punkt im Aufsteiger-Duell liegen lassen. "Bitterer geht es fast gar nicht. Ich finde, dass wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren, das Spiel kontrolliert haben", zeigte sich Zimmermann, der sich im Tor wieder für Jo Coppens entschied, nach dem Spiel sichtlich enttäuscht.

Dabei hätte die Partie für Jena nicht besser beginnen können. Zuerst nutzte Girth einen katastrophalen Rückpass von Jenas Jan Löhmannsröben nicht aus, wenig später brachte Maximilian Wolfram sein Team mit einem sehenswerten Freistoß-Tor in Führung. "Ich habe gesehen, dass die Sicht für den Torhüter sehr schwer war. Dass der so gut reingeht, freut mich. Aber die Niederlage ist umso bitterer", erklärte der 21-Jährige seinen Treffer. Zimmermann haderte unterdessen: "Allerdings muss man sagen, dass wir Meppen in den letzten fünf Minuten zwei lupenreine Konter ermöglicht haben – die machen das Tor eiskalt. Ich brauche den Gegner nur stellen."

Zimmermann: Keine Sorgen, dass wir die nötigen Punkte holen

Nach dem verdienten Ausgleich für die Hausherren spielten beide Teams im zweiten Durchgang mutig nach vorne, wenngleich die Gäste mehr vom Spiel hatten – am Ende wollten sie aber zu viel. Jena ließ sich beim Stand von 1:1 auskontern, Girth sorgte für die Entscheidung. Einen Punkt habe man sich verdient gehabt, sagte Kevin Pannewitz: "Das Gegentor wäre zu verhindern gewesen. Ich hoffe, wir lernen aus den kleinen Fehlern. Dann nehmen wir in Zukunft auswärts mehr Punkte mit." Sieht auch Zimmermann so, der seinem Team Respekt für den Auftritt zollte: "Hut ab vor der Leistung, so mache ich mir keine Sorgen, dass wir noch unsere Punkte holen."

Ärgerlich für den FCC: Nach 68 Minuten hätte es nach einem Handspiel von Marcel Gebers durchaus einen Elfmeter geben können, doch die Pfeife von Schiedsrichter Bastian Börner blieb stumm. Auch Meppens Trainer Christian Neidhart musste zugeben, "wenn er den pfeift, können wir uns nicht beschweren." Für Jena war es die erste Niederlage nach zuvor drei Auswärts-Unentschieden in Folge, am Samstag musst der FCC zu Tabellenführer Paderborn.

   
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