Zapel bedient: "Drei Tore in fünf Minuten waren harter Tobak“

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Oliver Zapel war ziemlich bedient. Zwar bemühte sich der Coach der SG Sonnenhof Großaspach nach der 1:4-Auftaktpleite bei Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg zunächst noch um die Betonung durchaus vorhandener Lichtblicke, doch letztlich brach aus dem Coach der Frust über den buchstäblichen Einbruch seiner Mannschaft im zweiten Durchgang ungebremst heraus.

"Haben uns ergeben und gehen lassen“

"Drei Tore in fünf Minuten waren harter Tobak“, schimpfte Zapel nach Spielschluss auf der Pressekonferenz über die entscheidende Phase der Begegnung mit Duisburgs Dreier-Pack durch zwei Treffer von Moritz Stoppelkamp (55. / 56.) sowie ein weiteres Tor durch Connor Krempicki (60.) und machte aus seiner Verständnislosigkeit nicht den geringsten Hehl: "So kenne ich meine Mannschaft nicht: Wir haben uns ergeben und gehen lassen – und der MSV hat gnadenlos zugestochen.“

Einmal in Fahrt kritisierte der 51-Jährige, der sich aufgrund des "verdienten Ausgleichs“ seiner Elf durch den von Regionalligist Alemannia Aachen geholten Neuzugang Dimitry Imbongo Boele (42.) nach der ersten Führung der Hausherren durch Vincent Vermeij (25.) noch Hoffnungen auf ein Remis gemacht zu haben schien, auch die Fahrlässigkeit seiner Spieler in der Schlussphase des Spiels im Umgang mit Möglichkeiten zur Ergebnisverkürzung massiv: "Wir hätten schon noch Ergebniskosmetik betreiben und vielleicht sogar noch einmal auf 3:4 herankommen können, aber selbst bei Läufen alleine auf das Tor sind wir nicht mehr zum Abschluss gekommen.“

"Dorfklub" gleich schon wieder im Tabellenkeller

Die Enttäuschung nicht nur bei Zapel über den verpatzten Start des Dorfklubs ist nicht nur wegen der heftigen Abfuhr an der Wedau verständlich: Nach dem Klassenerhalt auf dem letzten Drücker in der vergangenen Spielzeit blieben die Hoffnungen auf ein "Reset“ unerfüllt und findet sich die SGA gleich wieder im Keller am Tabellenende wieder.

Zapels Team befindet sich damit schon am Samstag zur Saisonheimpremiere gegen den 1. FC Kaiserslautern direkt wieder unter Zugzwang. Denn gelingt nicht bald schon wenigstens ein Erfolgserlebnis, steht auch die nunmehr angebrochene Spielzeit für Großaspach ausschließlich im Zeichen des Kampfes gegen den Abstieg.

In der Aufarbeitung des Nackenschlags dürfen sich die SGA-Spieler denn auch in den Tagen bis zum FCK-Gastspiel noch auf einige klare Ansagen ihres Trainers gefasst machen. "Ich werde", kündigte Zapel verärgert an, "Gespräche mit einigen Spielern führen, damit uns die Zielstrebigkeit nicht verloren geht.“

   

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