"Wusste, dass es nicht schiefgehen kann": Löwen melden sich zurück

Großes Aufatmen beim TSV 1860 München: Durch den 3:1-Erfolg gegen den FSV Zwickau haben die Löwen ihre Negativserie von fünf sieglosen Spielen beendet und sich im Aufstiegskampf zurückmeldet. Trainer Michael Köllner war sichtlich erleichtert – nur sich hinsitzen konnte er nicht mehr.

"Viel Druck auf dem Kessel"

Er lachte, klatschte in die Hände und schickte die Spieler mit einem breiten Grinsen in die Fankurve: Michael Köllner war die große Erleichterung über den so wichtigen Heimsieg unmittelbar nach Abpfiff deutlich anzumerken. Schließlich hätte er im Falle einer erneuten Niederlage wohl gehen müssen. Als Endspiel für ihn hatte er die Partie zwar nicht aufgefasst, wie er kurz vor Spielbeginn bei "MagentaSport" sagte, dennoch musste Köllner im Nachhinein zugeben, dass "viel Druck auf dem Kessel" gewesen sei. "Umso erleichterter bin ich, dass wir das Spiel gewonnen haben." Und das nicht etwa knapp oder mit viel Krampf, sondern überaus überzeugend. Bereits nach 28 Sekunden erzielte Raphael Holzhauser das 1:0, ehe Fynn Lakenmacher nur sechs Zeigerumdrehungen später auf 2:0 erhöhte (7.). "So ein schnelles Tor hab ich noch nie erzielt", sagte Holzhauser nach der Partie. Mit dem 3:0 durch Martin Kobylanski kurz vor der Pause war die Partie dann bereits entschieden (42.).

"Wir sind sehr gut reingekommen, die Mannschaft war von der ersten Sekunde da und hatte viel Biss", lobte Köllner und sprach von einer gleichermaßen "furiosen" wie "perfekten" Halbzeit. "Jeder hat alles dafür getan, damit wir als Sieger vom Platz gehen. Wir waren unheimlich spielfreudig und bissig in den Zweikämpfen – das war der ausschlaggebende Punkt. Und dass beide Achter per Kopf treffen, hätte ich im Vorfeld auch nicht gedacht." Auch der Anschlusstreffer der Zwickauer nach 55 Minuten ließ den Löwen-Coach nicht am Erfolg seiner Mannschaft zweifeln: "Ich wusste, dass es nicht schiefgehen kann." Zumal die Fans die Löwen getragen hätten, wie der Oberpfälzer anerkennend hervorhob: "Trotz der kalten Temperaturen war es ein Hexenkessel. Das hat der Mannschaft ein gutes Gefühl gegeben."

Rückenprobleme: Köllner kann nicht mehr sitzen

Im Hinblick auf seinen Rücken hatte Köllner dagegen kein gutes Gefühl – und musste die Pressekonferenz nach der Partie stehend abhalten. "Schon am Freitag hatte ich erste Beschwerden, die Physios haben mich zum Training aber wieder hinbekommen", berichtete der 53-Jährige. Vor dem Spiel habe er sich dann zweimal hingesetzt, und beide Male ging nichts mehr. "Die Physios meinten dann, ich dürfe nicht mehr sitzen. Dem habe ich während des Spiels Folge geleistet. Auch zuhause werde ich mich nicht mehr hinsetzen, sondern hinlegen und schlafe dann hoffentlich gut."

Nach dem Ende der Krise die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch – zumal sich auch die Ausgangslage im Aufstiegsrennen wieder verbessert hat: Als Fünfter rangieren die Löwen vorerst nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsrang. "Wir liegen gut im Rennen und können in den nächsten Wochen attackieren", gab der Coach die Richtung vor. Zum Auftakt der Rückrunde geht es am 30. Januar unter Flutlicht gegen Dynamo Dresden. "Das ist natürlich immer was Besonderes. Ich hoffe, dass es wieder ein Fußballfest wird."

   

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