Würzburger Kickers: Der Trend macht Schmidt Hoffnung

Von einem Absteiger erwartet man in der Regel, dass er direkt wieder ein gute Rolle in der neuen Liga spielt. Die Würzburger Kickers tun sich damit in Liga drei schwer – Platz 14 nach sechs Spielen mit nur fünf Punkten. Hoffnung macht vor dem Duell mit Spitzenreiter Paderborn aber die Entwicklung der letzten Wochen.

Es tut sich was in Würzburg

Denn im letzten Spiel vor der Länderspielpause schlug Würzburg auswärts den FSV Zwickau mit 1:0, wenige Tage später reichte es in einem Testspiel gegen den Erstligisten Mainz 05 zu einem 2:2 und zuletzt schlugen die Kickers im Verbandspokal den Sechstligisten Lichtenfels mit 3:0. Nun muss man differenzieren, da Mainz nicht mit der ersten Elf antrat und ein Team mit den Ansprüchen, wie sie in Würzburg vorherrschen, gegen ein unterklassiges Team wie Lichtenfels durchaus auch mehr als drei Treffer erzielen kann. Aber der Eindruck bleibt bestehen: es tut sich was bei den Kickers. Oder wie es Trainer Stephan Schmidt dem "Kicker" sagte: "Wie das Team Rückschläge weggesteckt hat, wie es durch diese Erfahrungen zusammengewachsen ist: Das hat uns beeindruckt und stimmt uns hoffnungsvoll."

Schmidt fehlen die Sechser

Allein deshalb von einer Trendwende zu sprechen, wäre vermessen. Doch im Würzburger Lager macht sich Zuversicht breit, dass die Schwierigkeiten der ersten Wochen hinter der Mannschaft liegen. Das spiegeln auch die Aussagen der Spieler wider. "Der Sieg gegen Zwickau hat sehr gut getan. Jetzt sind wir geil auf das Spiel gegen den SC Paderborn", sagte etwa Flügelflitzer Dennis Mast am Donnerstag. Doch gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Paderborn wird Optimismus allein nicht reichen, wie auch Schmidt befürchtet. "Der SC hat einen gut zusammengestellten Kader. Die Offensivqualität dieser Mannschaft ist außergewöhnlich", sagt Würzburgs neuer Trainer. Zumal Schmidt gegen die Ostwestfalen auf seine zentralen defensiven Mittelfeldspieler Björn Jopek (Rotsperre) und Ioannis Nikolaou (Gelb-Rot-Sperre) verzichten muss, ein Umbau im sensiblen Bereich ist unausweichlich. Eine Möglichkeit: Emanuel Taffertshofer und Sebastian Schuppan bilden die Doppelsechs. Klar ist nur: Schmidts' Entscheidungen müssen sitzen, wenn Würzburg eine echte Trendwende einleiten will.

   
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