Wollitz übt Schiedsrichter-Kritik und lobt die Fans

Auch im vierten Spiel unter der Leitung von Trainer Claus-Dieter Wollitz blieb der 1. FC Magdeburg sieglos, gegen den Chemnitzer FC stand am Ende ein 1:1 zu Buche. Damit wartet der FCM nun schon seit sieben Partien auf drei Punkte. Wollitz übte nach Spielende Kritik am Schiedsrichter und lobte die Fans.

Wollitz redet sich in Rage

Als Christof Günsch die Partie nach einer vierminütigen Nachspielzeit abpfiff, begab sich Wollitz auf direktem Weg zum Unparteiischen. Es war offensichtlich, dass für den FCM-Coach Redebedarf bestand. Worüber sich Wollitz so aufregte, erklärte er im Anschluss am "Telekom"-Mikrofon: "Die Schiedsrichter beschäftigen sich nur mit dem, was draußen an der Seitenlinie passiert. Auf das Spiel wird gar nicht mehr geachtet." Dabei hatte der 54-Jährige vor allem eine Szene im Kopf: "Ich spreche mit einem Spieler von mir und sage ihm, was er verändern soll. Dann kommt er (der Unparteiische; d. Red.) zu mir und ermahnt mich." Eine Situation, die Wollitz in Rage brachte: "Jetzt mal ganz ehrlich: Was ist denn das? Die können sich alles erlauben und wenn wir einmal eine menschliche Reaktion zeigen, sehen wir Gelb oder werden verwarnt. Das ist unglaublich."

Auch sonst war Wollitz mit der Leistung des Unparteiischen nicht einverstanden. Zum einen blieb dem FCM aus Sicht des FCM-Trainers bei Foulspielen gegen Sören Bertram und Anthony Roczen gleich zweimal ein Elfmeter verwehrt, zum anderen hätte das 0:1 kurz vor der Pause aufgrund einer Abseitsposition beim Pass von Bonga auf Tuma nicht zählen dürfen. "Ein halber Meter", schimpfte Wollitz. "Das ist mir einfach zu viel." Doch so groß der Ärger des Magdeburger Trainers darüber auch war: Am Schiedsrichter wollte er den abermals verpassten Sieg nicht festmachen: "Wir haben 1:1 gespielt, weil wir nicht gut Fußball spielen."

Vor allem nach vorne ging beim Zweitliga-Absteiger nicht viel, es fehlte schlicht an Ideen. "Wir müssen uns mehr Chancen erarbeiten", forderte Wollitz, der zudem die Struktur im Spiel seiner Mannschaft vermisste. Auch die Abwehrarbeit beim Gegentreffer gefiel dem 54-Jährigen nicht: "Der Treffer ist viel zu einfach gefallen." Zwei Punkte aus vier Spielen – das ist nicht die Bilanz, die sich Wollitz von seinem Start beim 1. FC Magdeburg erhofft hatte. "Das ist sehr enttäuschend für mich", stellte er klar. "Ich gehe selbstkritisch damit um." Entsprechend kündigte er an, gewisse Dinge zu verändern. Welche genau, das soll zunächst intern analysiert werden. 

"So etwas habe ich noch nicht erlebt"

Bei aller Kritik am fußballerisch schwachen Auftritt seiner Mannschaft erkannte Wollitz aber immerhin die "Einstellung in den Zweikämpfen. Der Wille war da." Was den FCM-Coach ebenfalls imponierte, war die Stimmung im Stadion. Trotz der schlechten Ergebnisse der vergangenen Wochen gab es bereits 30 Minuten vor dem Spiel lautstarke Gesänge aus Block U. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das ist nicht selbstverständlich – großen Respekt", lobte der FCM-Coach die Unterstützung der Anhänger. Auf einem Banner vor dem Fanblock stand zudem: "Wille, Kampfgeist, Biss – das ist unsere Mentalität."

Auch nach dem Spiel gab es anerkennenden Applaus, Pfiffe waren nicht zu hören. Die Fans sind mit der bedingungslosen Unterstützung in Vorleistung gegangen, die Mannschaft muss nun nachziehen. Denn die Lage ist nach wie vor ernst, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze doch gerade mal drei Punkte. Die nächste Möglichkeit, den Abstand zu vergrößern, besteht am Sonntag in einer Woche beim TSV 1860 München. Die Löwen sind allerdings bereits seit neun Spielen ungeschlagen – keine einfache Aufgabe also.

 
  • Nu aber

    He Sterneneisen .Du bist doch HFC Fan .Warum hängst du dich immer in FCM Themen rein ?

  • Pater Alf

    Warte auf den Tag an dem Wollitz mal nichts zu meckern hat.

    • JR910

      Von der Personalie C. D. W. bin ich auch nicht überzeugt, aber du solltest besser beten gehen, denn ein eindeutigeres Abseitstor kann es kaum geben.
      Das Niveau des Linienrichters reichte bei diesem Spiel in mehreren Situationen nicht einmal für die Kreisklasse (kräftiges ziehen am Trikot ignoriert, anzeigen falscher Richtung beim Seitenaus und das schon erwähnte klare Abseitstor).
      Deshalb kann ich, was diese Begegnung betrifft, die Aussagen und Enttäuschungen von Pele Wollitz in vollem Umfang nachvollziehen.

      • Pater Alf

        Siehst du, genau da liegt das Problem mit Wollitzs ständigem Gemecker und Rumgehampel an der Linie. Es mag Situationen geben in denen er sogar recht hat, aber dann nimmt ihn keiner mehr ernst.
        Er sollte langsam mal merken, dass sein Verhalten ihm und den von ihm trainierten Vereinen nur schadet.

      • JR910

        Was sein grundsätzliches emotionales Verhalten betrifft gebe ich dir recht. Er lässt damit auch die Vorbildwirkung für die Spieler vermissen. Deshalb unter Anderem auch, wie im ersten Satz bereits erwähnt, meine Bedenken was die Personalentscheidung bei Magdeburg betrifft. Es ging in diesem Kommentar aber einzig und allein um dieses eine Spiel. Und wenn jemand sich zig mal falsch verhält so sollte man ihm doch nicht Unrecht unterstellen wenn er recht hat, nur weil es nun mal nicht dein Verein ist dem Unrecht wieder fahren ist.

      • Pater Alf

        Prinzipiell stimme ich dir zu. Fehlentscheidungen sind immer ärgerlich (wenn auch menschlich) und man sollte sich auch darüber beschweren dürfen.

        Mir ging es aber in meinem Kommentar darum, dass Herr Wollitz grundsätzlich immer etwas zum Meckern findet. Wenn es nicht der Schiedsrichter ist, dann sind es die gegnerischen Spieler, die Platzverhältnisse, die fehlenden finanziellen Mittel, die Gesellschaft oder das Wetter. Damit disqualifiziert er sich selber und wenn er jemals wieder ernst genommen werden will und möchte, dass ihm bei berechtigten Beschwerden zugehört wirde, dann sollte er mal sich als Person und sein eigenenes Verhalten reflektieren. Befürchte aber dazu wird es nicht kommen.

        Denke aber grundsätzlich sind wir bei der Einschätzung von Wollitz als Person nicht so sehr weit auseinander.

  • Sterneneisen

    Ach ja, der alte Klassiker. "Pele Wollitz und die Schiedsrichter sind schuld" Teil 152.
    Fand den Schiri richtig gut, ist weder auf das magdeburger Elfmeterschinden reingefallen, noch hat er Zeitspiel toleriert. Genauso hat er das wilde Rumhüpfen Peles früh Aufmerksamkeit gewidmet. Vielleicht merkt Wollitz das wirklich nicht, dass er da 90 Minuten rumhampelt, oft außerhalb der Coaching Zone.

    • fritze333

      quatsch hier nicht so einen Müll, kauf dir lieber eine Brille.

    • PeterPlys

      Wollitz ist jetzt auch nicht mein Fall…
      Aber ich kann seine Aufregung schon nachvollziehen. Vier Spiele und kein Sieg – und das auch, weil Schieds-/Linienrichter nicht sehen, dass gleich 2 Chemnitzer 5 Meter im Abseits stehen.
      Nichtsdestotrotz ist er mitverantwortlich für eine indiskutable Aufstellung und Leistung der Mannschaft.

      • Sterneneisen

        TV Bilder ansehen ist mein Tipp. Wenn überhaupt, war es eine sehr knappe Entscheidung.

      • PeterPlys

        Ich habe mir die Aufnahmen nochmals beim MDR angesehen. Ich korrigiere auf 2 – 3 Meter im Abseits, das ist nicht knapp. Der Elfmeter für Magdeburg ist völlig unstrittig. Damit ein irregulärer Sieg für den CFC.
        Da ich aber auch gegen Videobeweise bin ist das Thema für mich abgeschlossen. ;-)

      • Sterneneisen

        Querpässe sind kein Abseits…

      • JR910

        Beim ersten Pass waren beide im Anschluss am Tor beteiligten Spieler klar im Abseits. Wer das ignoriert lebt nur seinen Hass gegen Andere aus.

      • Sterneneisen

        Wer nicht lesen kann, sollte es nicht probieren. Ich habe nichts ignoriert, Hass verbreiten Kanaillen wie du, die suggestiven Unrat von sich geben.

      • PeterPlys

        Wie hier schon richtig geschrieben wurde: Abseits war es ja schon ganz deutlich beim wunderschönen Pass von Bonga auf Tuma. Da steht Tuma knapp und der Torschütze Bozic deutlich im Abseits. Der Querpass interessiert doch abseitstechnisch überhaupt nicht mehr.

      • Sterneneisen

        Das mit dem Querpass war natürlich nicht ernst gemeint, aber man liest ja nur, was man lesen will… "2-3 Meter" oder doch nur "knapp"? Knappe Entscheidung habe ich doch bereits geschrieben, wo ist also dein Problem? Wo der Torschütze stand, war zu diesem Zeitpunkt unerheblich.
        Dass das eine knifflige Entscheidung ist, steht doch außer Frage: Verteidiger und Angreifer bewegen sich mit recht hohem Tempo in verschiedene Richtungen. Das ist angesichts der heutigen Athletik eben schwierig. Hier von einer deutlichen Fehlentscheidung zu sprechen, ist demzufolge auch weit aus dem Fenster gelehnt.

    • JR910

      …so wie Ziegner, Schmitt, Dotchev, Kloppo und bla bla bla
      achso, zum Glück gibt es den 1. FCM, sonst müsstest du dich selber hassen

      • Sterneneisen

        Manche Leute brauchen dringend psychologische Beratung.

      • JR910

        Eigentlich wollte ich dich auf ein Bier einladen, befürchte aber das daraus nichts wird, da eine psychologische Beratung bei dir sicher einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt und Aussicht auf Erfolg sehe ich da auch nicht wirklich. Schade!

    • THOMAS BIERBACH

      Ganz zustimmen kann ich dir da auch nicht. Das Wollitz etwas kopfgesteuert auftritt und seiner Mannschaft damit sicher keinen Gefallen tut, ist ne Tatsache aber das abseits war mehr als deutlich und die Schiedsrichterleistung mangelhaft. Chemnitz hat gerade einen kleinen Bonus….
      Aber ehrlich das unentschieden war gemessen an den Chancen am Ende glücklich für Magdeburg, auch wenn das Tor geschenkt war. Kritik an Schiedsrichtern ist unerwünscht, Fehler werden bagatellisiert bzw. totgeschwiegen.

      • Sterneneisen

        Dass der Umgang mit den Leistungen der Schiris katastrophal ist, ist auch indiskutabel. Wollitz sollte trotzdem erst mal vor seiner Haustür kehren. Angesichts des glücklichen Punktes die Schuld bei anderen zu suchen ist nicht nur im Fußball eine Unart.

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