Wohin geht die Reise von Arminia Bielefeld ?

Mühsam, wie das oft zitierte Eichhörnchen, ernährt sich aktuell auch der DSC. Vier Punkte aus den letzten vier Spielen. "Arminia tritt auf der Stelle" behaupten Kritiker. Wiederum andere sehen vier Spiele in Folge ohne Niederlage und einen soliden zwölften Tabellenplatz. Im Oktober des letzten Jahres schien dieses noch weit entfernt. Den möglichen Anschluss nach ganz oben hat man zu Beginn der Rückrunde verspielt, doch Krämers Zielvorgabe glich sich ohnehin nie mit der kurzfristigen Euphorie der Bielefelder Fans. Jener Krämer spricht des Öfteren von "40 Punkten". Diese magische Zahl ist wohl gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt für die Arminia. Fehlen also noch sieben Punkte aus zehn Spielen.

Die Entwicklung macht Mut

Die vermeintlichen schweren Gegner haben die Ostwestfalen bereits hinter sich. Sowohl das Führungstrio Aalen, Sandhausen und Regensburg, als auch Burghausen und Erfurt duellierten sich im Kalenderjahr 2012 schon mit dem DSC. Lediglich der Tabellenvierte 1.FC Heidenheim fehlt aus dem Sextett der Tabellenspitze. Als nächstes gastiert der ehemalige Bundesligist beim 1.FC Saarbrücken. Die 0:4-Hinspielniederlage war wohl der Tiefpunkt des verkorksten Saisonstarts. Die Arminia zog die Reißleine und beurlaubte Markus von Ahlen. Stefan Krämer, bis dato Co-Trainer von Markus von Ahlen, übernahm das Amt. Erst als Interimslösung, dann als Dauerlösung. Sein Debüt als Cheftrainer ging in die Hose – 0:1 daheim gegen Heidenheim. Am 15.10.2011 folgte dann jedoch die große Erlösung in Offenbach. Arminia gewann 1:0 und läutete damit eine furiose Serie ein. Bis Dezember wurde lediglich nur noch ein Spiel verloren (3:4 in Jena). Diese Entwicklung dürfte der Arminia auch in der Rückrunde Mut machen.

Einstelliger Tabellenplatz als Ziel?

Neun Punkte auf den ersten Abstiegsrang (Carl-Zeiss Jena, 24 Punkte), zehn Punkte auf einen Relegationsrang (Jahn Regensburg, 43 Punkte). Wahrlich nicht Fisch, nicht Fleisch. Seit langem bewegt sich der Deutsche Sport-Club jenseits von Gut und Böse. In der Beletage des deutschen Fußballs stets im Kampf um den Klassenerhalt, in der zweiten Bundesliga meist mit Ambitionen auf den Aufstieg. So trist die Perspektive sein mag, so früh muss der DSC-Anhang sein, dass sich die Arminia gefangen hat und vom "durchreichen" keine Rede mehr ist. Ein einstelliger Tabellenplatz nach 38 Spielen wäre wohl versöhnlich als auch möglich. Heimliches Ziel für jeden Arminen ist aber wohl die Preußen aus Münster in der Tabelle hinter sich zu lassen.

FOTO: Marvin Wellhausen

 

 

   
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