"Wir mussten handeln": Warum Marc Fascher gehen musste

Nach nur knapp drei Monaten ist Marc Fascher als Trainer der Sportfreunde Lotte seit Dienstag schon wieder Geschichte. Mittlerweile ist auch klar, warum der 49-Jährige gehen musste.

"Es ging nicht mehr voran"

Nur zwei Siege aus den letzten sieben Spielen, zudem nur noch ein Punkt vor den Abstiegsplätzen: Die Verantwortlichen sehen den Klassenerhalt in Gefahr – und trauten ihn Fascher nicht mehr zu: "Die Ergebnisse fehlten und die Leistungen ließen zuletzt zu wünschen übrig. Es ging auch nicht mehr voran. So sind wir zu dem Entschluss gekommen, es mit einem neuen Trainer zu versuchen", begründet Fußballobmann Manfred Wilke in den "Westfälischen Nachrichten". Es dürfe, so Wilke weiter, nichts unversucht bleiben, "den Klassenerhalt zu schaffen. Das muss uns unbedingt gelingen."

Die Freistellung von Marc Fascher war somit wohl alternativlos: "Wir mussten handeln und halten das für die beste Lösung", sagt Wilke. Den Vorwurf, Fascher sei auf Druck der Mannschaft entlassen worden, weist der Fußballobmann zurück: "Darauf hätten wir auch nicht reagiert. Die Spieler haben mit der Entscheidung nichts zu tun." Zuletzt hatte Stürmer Bernd Rosinger Fascher öffentlich einer Lüge bezichtigt. Auch sonst scheint es zwischen der Mannschaft und Fascher zuletzt nur noch bedingt gepasst zu haben.

Golombek der vierte Trainer dieser Saison

Mit Andreas Golombek soll es nun ein in der 3. Liga noch unerfahrener Trainer richten. Der 49-Jährige, der zuletzt zwischen Juli 2013 und April 2017 bei Viertligist SC Verl an der Seitenlinie stand, ist nach Ismail Atalan, Oscar Corrochano und Marc Fascher nun bereits der vierte Trainer in dieser Saison – und das innerhalb von nur knapp 100 Tagen.

   
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