"Wir haben einen Pfiff gehört": Zwickau über Gegentreffer irritiert

Niederlagenserie gestoppt. Nach zuletzt drei Pleiten in Serie konnte der FSV Zwickau die schwarze Serie mit dem 1:1 in Essen vorerst beenden, wenn auch nicht mit einem dreifachen Punktgewinn. Entsprechend waren die Westsachsen nur bedingt zufrieden – und zeigten sich über den Gegentreffer irritiert. 

Kein Foulspiel, sondern Torwartpatzer

Für die Mannen von Trainer Joe Enochs war die Aufgabe am Samstagnachmittag in Essen klar: Den Gastgeber mit einem Sieg in den Abstiegskampf hineinziehen und den eigenen Negativlauf stoppen. Beides gelang trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung nur bedingt. Die Partie begann die für Sachsen mit einem Paukenschlag. Könnecke bekam die Kugel kurz hinter der Mittellinie, zog zu einem unwiderstehlichen Sprint an und versenkte aus 16 Metern eiskalt in die lange Ecke. Gute 20 Minuten später egalisierte Felix Götze die Führung und besorgte nach einem vermeintlichen Foul an FSV-Torwart Engelhardt den 1:1-Entstand in einem von beiden Seiten sehr intensiv geführten Spiel.

Trainer Joe Enochs reagierte nach dem Abpfiff zwar leicht angesäuert auf die strittige Szene in der 26. Minute, wollte das aber nicht als Ausrede gelten lassen. "Ja, wir haben einen Pfiff gehört. Ich glaube, es haben alle den Pfiff gehört. Leider wurde der Treffer trotzdem gegeben. Aber gut, da müssen wir dann einfach weitermachen", so der Übungsleiter bei "MagentaSport". Tarnat brachte einen Freistoß in den Strafraum der Gäste, und Keeper Engelhardt wurde von Heber bedrängt, konnte den Ball nicht fangen, sodass dieser zu Götze flog, der im Fallen einschob – hitzige Diskussionen zwischen beiden Trainern an der Seitenlinie waren die Folge. Zunächst herrschte Unklarheit, ob es nicht einen Pfiff gegeben hatte, der Treffer zählte dann aber. Ein Foulspiel lag nicht vor, vielmehr war es ein Fehler von Engelhardt.

"Zwei verlorene Punkte"

Der US-Amerikaner zeigte sich dennoch zufrieden: "Bis zu der einen Chance für Essen haben wir ein sehr ordentliches Spiel geliefert und waren mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir kriegen immer mal Rückschläge, aber wie die Mannschaft dann zurückgekommen ist, das war schwer in Ordnung." Enttäuscht zeigte sich der einzige Torschütze der Zwickauer nach der Partie: "Für mich sind es zwei verlorene Punkte, die wir hier haben liegen lassen. Ich denke, es war ein gutes Auswärtsspiel von uns. Wir können uns aber wieder ankreiden, dass wir das zweite oder dritte Tor nicht nachlegen. Wir hatten sehr gute Möglichkeiten, und das ist derzeit einfach das Manko. Wir können aber auf die Leistung von heute aufbauen", so Könnecke, dem mit dem Führungstreffer erst sein achtes Tor im 201. Spiel in Liga 3 gelang.

Mit dem Remis konnte Zwickau den Abstand auf das rettende Ufer auf vorerst einen Punkt verkürzen, bleibt aber trotzdem seit sechs Partien in der Liga ohne Sieg. Am Montagabend richtet der FSV seinen Blick nach Osnabrück. Dort empfängt der VfL den Halleschen FC und ist am Sonntag selbst in der GGZ-Arena zum Abstiegsknaller zu Gast.

   

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