Wiesbaden reist ohne Vollmann, aber mit Mut nach Heidenheim

Das erste Spiel für den SV Wehen Wiesbaden nach der Ära Peter Vollmann ist kein einfaches. Der Tabellensiebte muss zum Tabellenführer nach Heidenheim reisen (live im Ticker bei liga3-online.de). Wenn es nach der aktuellen Form geht, wird das Spiel eine klare Angelegenheit für den momentanen Klassenprimus. Doch in bisher vier Auswärtsauftritten mussten die Wiesbadener in Heidenheim noch keine Niederlage hinnehmen. Anpfiff der Partie ist diesen Samstag um 14 Uhr. Für viele kam die Beurlaubung von Peter Vollmann zu Beginn der Woche etwas überraschend. Denn der SVWW hat 21 Punkte auf dem Konto stehen und befindet sich somit in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen.

Heemsoth, übernehmen Sie

Eine bessere Platzierung verhinderte aber die kleine Schwächephase, die sich die Wiesbadener in den letzten fünf Spielen erlaubten. Dort wurden nämlich nur zwei Punkte geholt. In Heidenheim will Interimscoach Bernd Heemsoth „den Gegner nerven und offensive Nadelstiche setzen.“ Auch Sportdirektor Michael Feichtenbeiner, der gerade auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer ist, sieht sein Team in Heidenheim nicht chancenlos. „Wir fahren nicht mit zittrigen Knien dorthin. Wir sind klarer Außenseiter und haben großen Respekt vor dem FCH, aber wir können dort was reißen. Es wäre doch schlecht, wenn wir unserer Mannschaft nichts zutrauen würden!“ Neben den verletzten Döringer, Mann und Gusche muss Heemsoth auch auf die gesperrten Alf Mintzel und Michael Wiemann verzichten.

Schmidt: „Weiß nicht, was der Interimstrainer für taktische Ausrichtungen nehmen wird“ 

Auch Heidenheim-Coach Frank Schmidt muss auf einen Leistungsträger verzichten. Robert Strauß kann auf Grund einer Sprunggelenksverletzung nicht mitwirken. Für ihn wird wohl Dennis Malura in die Startelf rutschen. „Es ist schwierig zu sagen, wie der Gegner taktisch aussehen wird. Wir wollen auf uns selbst schauen“, so Schmidt. Das hat auch in Erfurt gut geklappt, als das Team dem Gegner kaum eine gute Torchance ermöglicht hat. Somit war die bittere Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten RB Leipzig schnell wett gemacht. Dort hat nämlich Innenverteidiger Tim Göhlert mit einem katastrophalen Querpass erst den Sieg der Leipziger ermöglicht. Doch das Blatt hat sich schnell gewendet, denn in Erfurt wurde er durch den 2:1-Siegtreffer zum Matchwinner. Es zeigt einfach, dass das Team gefestigter ist als noch in der vergangenen Spielzeit. Und mit einem ähnlich starken und soliden Auftrifft wie gegen Erfurt, wird es auch für Wiesbaden schwer werden Punkte aus Heidenheim zu entführen.

 

Mögliche Startaufstellung

1. FC Heidenheim: Sabanov – Heise, Wittek, Göhlert, Malura – Titsch-Rivero, Griesbeck, Reinhardt – Schnatterer, Sökler – Morabit

SV Wehen Wiesbaden: Gurski – Perger, Herzig, Vidovic, Ahlschwede – Book, Grupp – Zieba, Wießmeier, Jänicke – Vunguidica

   
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