Wiedererstarkte Preußen hoffen gegen Dortmund auf Heimsieg

Nach dem Unentschieden im Derby gegen den VfL Osnabrück und dem deutlichen 4:0-Erfolg beim Chemnitzer FC möchte der SC Preußen Münster am Samstag (live auf sportschau.de und im Ticker auf liga3-online.de) im Duell gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund das nächste Erfolgserlebnis feiern. Ein Sieg gegen die jungen Borussen wäre nicht nur für das nach dem schwachen Saisonstart noch immer angeknackste Selbstvertrauen wichtig, sondern würde zudem auch den erst zweiten Heimerfolg in dieser Spielzeit bedeuten.

Loose: „Verbindung zum BVB vorhanden“

Dabei ist das Duell gegen den BVB besonders für Preußens neuen Coach Ralf Loose ein ganz besonderes: Der 50-Jährige ist nicht nur in Dortmund geboren und aufgewachsen, sondern bestritt zu seinen aktiven Zeiten 120 Ligaspiele für die Profis der Borussia: „Selbstverständlich ist eine echte Verbindung vorhanden. Man empfängt einen Verein, mit dem man groß geworden ist, wo man in der Jugend die Profilaufbahn eingeschlagen hat und mit dem man die ersten Schritte im Profifußball eingegangen ist“, so Loose.

Keine Änderungen in der Startelf zu erwarten

Für Samstag seien die Fronten aber „eindeutig geklärt“, Geschenke wolle er seinem Ex-Club keine machen. Warum auch? Die Preußen starteten katastrophal in die Saison und konnten sich erst kurz vor der Länderspielpause wieder fangen. Nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz holten die Adlerträger zuletzt aber vier Zähler aus den vergangenen zwei Spielen und könnten mit einem Erfolgserlebnis am Samstag den Abstand auf Platz 18 weiter vergrößern. Da dürfte es Loose gerade recht sein, dass er personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Der junge Zlatko Muhovic fehlt verletzt, hätte sich aber ohnehin keine großen Hoffnungen auf einen Platz im Kader machen dürfen. Auch der Ausfall des noch rotgesperrten Kevin Schöneberg ist für Loose keine Tragödie: Der im Sommer aus Leverkusen an die Hammer Straße gewechselte Julian Riedel machte seine Sache auf der rechten Abwehrseite sehr ordentlich und ist dort vorerst gesetzt. Größere Überraschungen in der Startelf sind nach den starken Leistungen in Osnabrück und in Chemnitz deshalb nicht zu erwarten.

Wagner muss auf neun Spieler verzichten

Anders sieht es da schon beim kommenden Gegner aus: Trainer David Wagner muss auf gleich sechs Spieler verletzungsbedingt verzichten, zudem dürften Erik Durm, Oliver Kirch, Julian Schieber und Marvin Ducksch erneut zum Aufgebot der Profis gehören, die parallel ihr Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 austragen. Dementsprechend bleiben Wagner nicht mehr viele Alternativen – schon im vergangenen Heimspiel gegen den Halleschen FC saßen aufgrund des Personalmangels lediglich vier Spieler auf der Ersatzbank. Eine Trainingsverletzung am Freitag bei einem der noch verbliebenen Kicker dürfte also doppelt schwer wiegen. Dass aber auch diese stark ersatzgeschwächte Mannschaft zu vielem fähig ist, konnte man gegen den HFC erkennen. Die Defensive stand stabil und diszipliniert und vor dem Tor bewies man gnadenlose Effektivität. Erfüllt Wagners Elf diese Eigenschaften auch am Samstag im Preußenstadion, ist ein Unentschieden oder gar ein Erfolg nicht ausgeschlossen.

Trotz des schlechteren Tabellenplatzes geht dennoch der SC Preußen Münster als Favorit ins Spiel gegen die Zweitvertretung des Deutschen Meisters von 2011 und 2012. Dank wiedererstarkter Defensive und Offensive, dem gestiegenen Selbstvertrauen und nicht zuletzt der individuellen Klasse dürfen die Fans der Münsteraner durchaus vom zweiten Heimsieg der Saison träumen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

SC Preußen Münster: Masuch – Riedel, Kirsch, Scherder, Neupert – Truckenbrod, Bischoff – Piossek, Manno, Grote – Taylor

Borussia Dortmund II: Alomerovic – Deelen, Hornschuh, Meißner, Bandowski – Solga, Amini – Harder, Jordanov, Treude – Bajner

 

FOTO: Flohre Fotografie 

   
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