2:0 gegen Regensburg: MSV vorerst zurück an der Tabellenspitze
Der MSV Duisburg ist Tabellenführer über Nacht: In einer einseitigen Partie, in der die Duisburger zwei Standardsituationen nutzten, setzten sich die Zebras im Stil einer Spitzenmannschaft mit 2:0 gegen Jahn Regensburg durch. Der SSV hingegen taumelt nach der zweiten Pleite in Folge bedrohlich im Abstiegskampf.
Bitter nutzt die Duisburger Dominanz
Winter-Neuzugang Lex Tyger Lobinger sorgte zum Jahresauftakt für den perfekten Start des MSV Duisburg – beim 4:0-Sieg gegen Stuttgart II war der Stürmer mit einem Tor und einer Vorlage beteiligt. Entsprechend sah Cheftrainer Dietmar Hirsch auch keinen Anlass, seine Startelf zu verändern. Anders als Jahn-Coach Michael Wimmer, der nach einem 0:3 im Donauderby gegen Ingolstadt zwei Anpassungen vornahm – Stolze und Saller kamen für Posselt und Bauer (Gelbsperre) in die erste Elf.
Bei winterlichen Temperaturen ging es auf dem zum Teil neu verlegten Rasen in der MSV-Arena ruppig zur Sache. Sussek wurde per Foul gestoppt (3.), die Schulter von Bulic nahm Hottmann aus dem Spiel (5.) – und auch Dittgen tauschte nach einem Schubser von Schönfelder einige Worte intensiver mit dem Gegenspieler aus (14). Spielerisch auffällig war in der Anfangsphase, dass nur der MSV nach vorne drängte. Dann hatten die Regensburger Glück im eigenen Strafraum, nachdem sich Sussek im Laufduell gegen zwei Verteidiger durchsetzte: Schönfelder brachte den MSV-Angreifer als letzter Mann aus dem Tritt, doch Schiedsrichter Lennart Kernchen verzichtete auf einen Elfmeterpfiff (20.). Kurz darauf wurde dann ein Eckball gefährlich, weil Casar aus dem Rückraum abzog – knapp vorbei (22.). Duisburg war zu diesem Zeitpunkt die bessere Mannschaft und belohnte sich beim nächsten Standard: Sussek hob einen ruhenden Ball gefühlvoll in den Sechzehner, wo Bitter hochstieg und die Kugel mithilfe den Innenpfostens ins Netz köpfte (27.).
Von der Jahnelf war in der Offensive bis dato nichts zu sehen. Konnte ein Standard helfen? Eine Hereingabe der Regensburger verlängerte Bulic in der Mitte unfreiwillig, woraufhin Strauss in der Mitte zum Fallrückzieher ansetzte – aber dabei auch Lobinger traf, weshalb die Chance verpuffte (32.). Sofort war wieder der MSV im Vorwärtsgang. Tugbenyo spielte Sussek in den Lauf, der in den Strafraum eindrang und an Gebhardt scheiterte (38.). Noch einmal sollte ein Standard den Regensburgern helfen, an dessen Ende Stolze zu einem wuchtigen Abschluss kam – aber der erste Schuss der Partie auf Seiten des Jahn war zu ungenau (41.). Auf der anderen Seite ging es dann wieder ganz schnell in Richtung des Regensburger Tores, denn Sussek startete aus der eigenen Hälfte bis zum gegnerischen Strafraum durch. Einen abgefälschten Flachschuss lenkte Gebhardt mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten (45.+1), sodass die Duisburger nur mit einer 1:0-Führung in die Pause gingen.
Lobinger trifft auch im zweiten Spiel
Zur Pause wechselte nur die führende Mannschaft, indem Noß für den vermutlich an der Schulter verletzten Dittgen in die Partie kam. Wieder Freistoß für den Jahn: Fein brachte die Hereingabe flach vor der Tor, wo Hottmann clever mit der Hacke agierte, aber zu ungenau blieb (47.). Wie ein Standard funktionieren kann, zeigte der MSV auf der Gegenseite: Erneut brachte Sussek den ruhenden Ball rein, den Hahn auf Lobinger verlängerte – Gebhart parierte im ersten Versuch noch, doch aus einem Meter brachte der Stürmer die Kugel doch noch im Tor unter (52.). Ein kleiner Dämpfer im Duisburger Jubel war, dass Coskun kurz darauf für ein Foulspiel die fünfte Gelbe sah und somit in der kommenden Woche gesperrt sein wird (59.). Der Jahn musste nun mehr nach vorne tun – und Hottmann startete durch, aber scheiterte an Braune (61.).
Ein weiterer Eckball der Duisburger sorgte erneut für Gefahr, aber Hahn köpfte dieses Mal aus spitzem Winkel vorbei (66.). Wie im ersten Abschnitt verpasste der MSV die Möglichkeiten auf eine höhere Führung – Sussek legte sich freistehend im Sechzehner den Ball auf den starken Fuß, aber wurde dann doch noch im Abschluss geblockt (69.). Gebhardt parierte danach auch gegen Coskun und Meuer (71.). Es blieb eine einseitige Partie, in der die Duisburger nichts anbrennen ließen, weil Regensburg auch keine Spielanteile generieren konnte. So spielte der MSV das Match weitestgehend unaufgeregt herunter und blieb im eigenen Stadion ungeschlagen.
Und das bedeutet für die Duisburger vorerst den Sprung auf Platz 1 – nur der SC Verl könnte den MSV am Sonntag mit einem Sieg in Wiesbaden verdrängen. Regensburg muss dagegen weiter nach unten schauen, denn nach der zweiten Niederlage in Folge trennen die Jahnelf nur noch zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz.