Wie die Stuttgarter Kickers zum Heimsieg kamen

Zugegeben, ein Topspiel hatte auf der Stuttgarter Waldau am Samstag wohl keiner erwartet. Beide Mannschaften hatten unter der Woche anstrengende Pokalderbys in den Knochen. Duisburg musste gegen Rot-Weiss Essen sogar ins Elfmeterschießen. Die Kickers konnten das Spiel, welches zeitweise wie ein lauer Sommerkick aussah, durch Tore von Enzo Marchese und Sandrino Braun mit 2:0 für sich entscheiden. Damit holte man aus der Englischen Woche drei Siege und blieb ohne Gegentor. Im Folgenden erklärt liga3-online.de, wie der Heimsieg der Schwaben zu Stande kam.

MSV ohne De Wit und Onuegbu zu Ideenlos

In der ersten Hälfte konnte sich keine Mannschaft zwingende Tormöglichkeiten erspielen. Beim MSV saßen mit Kingsley Onuegbu und Pierre De Wit zwei wichtige Spieler in der ersten Hälfte nur auf der Bank. Karsten Baumann wollte beiden nach den anstrengen Partien und den englischen Wochen in letzter Zeit eine Pause gönnen. Ohne diese beiden war das Spiel der Gäste jedoch sehr Ideenlos und sie schafften es nicht, die Abwehr der Schwaben vor  Probleme zu stellen. Da den Kickers spielerisch jedoch auch nicht viel gelang, war es ein verwandelter Elfmeter, der für die Führung der Kickers sorgte. Marchese verwandelte kaltschnäuzig schon seinen siebten Strafstoß in dieser Saison.

Sehenswertes 2:0

Zur zweiten Hälfte brachte MSV-Trainer Karsten Baumann De Wit und Onuegbu. Dadurch kam mehr Torgefahr ins Spiel der Duisburger, die jetzt auf den Ausgleich drängten. „Wir hatten in der zweiten Hälfte einige Chancen, und hätten den Ausgleich machen müssen“, sagte ein enttäuschter De Wit nach dem Spiel. Er selber hatte durch einen Freistoß die beste Chance, traf jedoch nur die Latte. Für die Stuttgarter gab es nun Platz zum kontern, doch es fehlte oftmals der letzte entscheidende Pass. Sehenswert war dann der Treffer zum 2:0 durch Sandrino Braun, der den Ball aus 20 Metern perfekt traf und MSV-Keeper Ratajczak keine Chance ließ. „Ich hatte genug Platz zum schießen und habe gleich gemerkt, dass ich den Ball gut getroffen habe. Das 2:0 war dann natürlich die Entscheidung", erklärt der defensive Mittelfeldspieler sein Tor. Auch sein Teamkamerad Fabian Baumgärtel freute sich mit ihm. „Den Ball trifft Braun natürlich perfekt und ich bin froh, dass wir nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung als Sieger vom Platz gehen.“ SVK-Trainer Horst Steffen sprach von einem „verdienten Sieg, auch wenn wir in der einen oder anderen Situation ein bisschen Glück hatten.“

Aufwärtstrend der Kickers geht weiter

Somit konnten die Schwaben ihren achten Sieg in der Rückrunde feiern, dem gegenüber steht nur eine Niederlage gegen Chemnitz. Es ist schon erstaunlich, wie konstant die Mannschaft unter Trainer Horst Steffen spielt. In der Hinrunde übernahm er die Kickers auf einem Abstiegsplatz und führte sie nun hoch auf den fünften Tabellenplatz. Dass man sich schon sicher für den DFB-Pokal qualifiziert hat, bestätigt ebenfalls den Aufwärtstrend. Der MSV rutscht auf den siebten Tabellenplatz ab, hat jedoch nur drei Punkte Rückstand auf Platz vier, der zur Teilnahme an dem DFB-Pokal berechtigt.

 

   

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