Westfalenderby: Woher kommt die Rivalität?

Als am 1. November 1925 das Spiel der Preußen gegen die Bielefelder das erste live im deutschen Rundfunk werden sollte, ahnte noch niemand was für eine Rivalität in knapp 65 Jahren entstehen sollte. Dieses Westfalenderby auf dem Münstermannplatz gewannen die Bielefelder damals souverän mit 5:0. Es sollten noch viele geschichtsträchtige Duelle folgen. In der Nachkriegszeit 1949 kam es zwar nicht zu einem Duell der beiden Teams, dennoch landeten die Ostwestfalen einen großen Erfolg, ausgerechnet in Münster.

In der Aufstiegsrunde der Oberliga West traf man im Preußenstadion auf den VfL Witten. Arminia siegte 1:0 und der Jubel über den Aufstieg kannte keine Grenzen, das ausgerechnet im Stadion vom großen Erzrivalen.

Häufig aus den Augen verloren, aber nie vergessen

Während Preußen Münster als Gründungsmitglied der Bundesliga schnell wieder in der Versenkung verschwand, kämpften sich die Arminen 1970 erstmals in der oberste Spielklasse und wurden danach für viele Jahre zur Fahrstuhlmannschaft zwischen den ersten beiden Ligen. In der Saison 1988/1989 trafen die beiden Rivalen nach zehn Jahren wieder aufeinander. Die Bielefelder waren gerade aus dem Profibereich abgestiegen und forcierten den direkten Wiederaufstieg. Die Münsteraner spielten ebenfalls in der dieser Amateuroberliga Westfalen. Am letzten Spieltag der Saison kam es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die sicher geglaubte Oberligameisterschaft wurde den Arminen an diesem Spieltag von den Preußen entrissen. Das war im Grunde der Anfang aller Rivalität.

Derbys der Neuzeit

Vor dieser Saison fand das letzte Spiel der beiden Mannschaften im Rahmen eines Freundschaftsspiels statt. Am 7. Juli, 2004 siegte die Arminia 3:1 im Preußenstadion. Die vorletzte Partie unter Wettbewerbsbedingungen entschieden ebenfalls die Blauen für sich. Am 24. Spieltag der Saison 1994/1995 siegte man mit 2:1. Es sollte über 16 Jahren dauern bis es wieder zu einem Westfalenderby kommen sollte. In dieser Saison sollte es dann endlich wieder zu einem Westfalenderby kommen. Das Hinspiel im Preußenstadion war zwar sehnlichst erwartet, es brachte aber für keinen den gewünschten Erfolg. Vor 15.000 Zuschauern davon 3.000 mitgereiste Bielefelder Fans ereignete sich ein wenig dramatisches Derby. Die einzigen "Highlights" waren die Gelb-Rote Karte für den Münsteraner Jürgen Duah (62.), die darauf folgende Großchance durch Marc Rzatkowski die Torwart Daniel Masuch parierte und für manche Fans die Pyro-Aktion der Gäste vor der Partie.

Ewiger Vergleich: 51 Spiele davon 14 Preußensiege

In der Statistik aller Derbys führen die Blauen klar. 23 der 51 Spiele gewannen die Arminen, 13mal hieß es am Ende Remis und 14mal sicherten sich die Münsteraner einen Dreier. Der höchste Derbysieg war ein 6:0 der Preußen vor heimischem Publikum in der Saison 1939/1940.

Rekordkulisse, Rivalität, gutes Wetter – der Countdown läuft

Am Samstag (14:00 Uhr) ist es dann wieder soweit, die beiden Vereine treffen auf der Bielefelder Alm aufeinander. Bislang wurden mehr als 17.000 Karten verkauft. Sportlich gesehen ist es für beide Vereine von großer Bedeutung, da man sich entscheidend von den Abstiegsrängen absetzen könnte.

FOTO: ostwestfalensgloria.de

 

 

   
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