Wehen Wiesbaden: Was aus den ehemaligen Spielern geworden ist

Neue Serie bei liga3-online.de: In den kommenden Wochen werfen wir einen Blick auf den Werdegang der ehemaligen Spieler der Drittligisten. Im zweiten Teil geht es um den SV Wehen Wiesbaden.

[box type="info" size="large"]Hübner Stammspieler in Hoffenheim – Stroh-Engel nur Reservist[/box]

Fabian Schönheim: Der mittlerweile 29-jährige Innenverteidiger kam im Januar 2009 vom 1. FC Kaiserslautern zum SV Wehen Wiesbaden. Den Abstieg aus der 2. Bundesliga konnte er zwar nicht mehr verhindern, dafür ging er den Gang in die 3. Liga mit. Dort wurde Schönheim zum Mannschaftskapitän und Leistungsträger und verpasste 2011 nur knapp die Rückkehr mit dem SVWW in eine Liga höher. Für Schönheim selbst ging es dennoch weiter nach oben: Für die Vereinsrekord-Summe von 400.000 Euro schloss er sich dem 1. FSV Mainz 05 an. Der Durchbruch blieb aus, sodass er sich ein Jahr später dem 1. FC Union Berlin anschloss. Dort ist er bis heute unumstrittener Stammspieler.

Benjamin Hübner: Ein echtes SVWW-Eigengewächs ist Benjamin Hübner. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften, bevor er ab der Saison 2008/2009 regelmäßig bei den Profis auflief. 2012 erfolgte der Schritt zum VfR Aalen in die 2. Bundesliga. Zwei Jahre später wechselte der kopfballstarke Innenverteidiger zum FC Ingolstadt, mit denen er 2015 in die Bundesliga aufstieg. In diesem Sommer schloss er sich der TSG Hoffenheim an. Wie schon bei seinen Stationen zuvor avancierte der 27-Jährige dort nach anfänglicher Verletzung zum Stammspieler.

Dominik Stroh-Engel: Sein zweites Wirken beim SVWW war schwächer als zuvor, sodass sich die Wege nach bereits einer Saison wieder trennten. Mit dem Wechsel zu Darmstadt 98 folgte die Saison seines Lebens: mit 27 Saisontreffern wurde er Torschützenkönig und war damit maßgeblich am Aufstieg der 98er beteiligt. Auch in der 2. Bundesliga kam der Stürmer in 33 Spielen auf 9 Tore. Der Erfolg des Vereins wirkte sich aber negativ auf seine Einsatzzeiten aus. Aktuell spielt er in der Bundesliga keine Rolle.

Nico Herzig: Der Innenverteidiger war, Sperren und Verletzungen ausgenommen, absoluter Stammspieler und Leistungsträger. Umso überraschender kam der Abgang des Mannschaftskapitäns im Winter 2015. Der gebürtige Pößnecker schloss sich den Würzburger Kickers an, mit denen er den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Von einem Meniskuseinriss ausgebremst kam Herzig dann aber nur noch auf vier Einsätze. Nach dem Durchmarsch der Würzburger in die 2. Bundesliga wechselte Herzig in die Regionalliga zum TSV Steinbach. Dort ist er als Mannschaftskapitän gesetzt.

[box type="info" size="large"]Vunguidica lange verletzt – Wiemann vereinslos[/box]

Marco Königs: Marco Königs verließ den Verein nach 19 Einsätzen (ohne Treffer) wieder. Bei seinen beiden Stationen danach bei Jahn Regensburg (15 Spiele, sechs Tore) und Fortuna Köln (16 Tore in 36 Spielen) war er gesetzt und zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Im Sommer erfolgte der Schritt in die 2. Bundesliga zu den Würzburger Kickers. Dort ist er Ersatzspieler.

José Pierre Vunguidica: Der Angolaner entwickelte sich beim SVWW zu einem Topspieler der 3. Liga. In 96 Spielen kam Vunguidica auf 52 Torbeteiligungen und machte sich somit für die 2. Bundesliga interessant und war für die Hessen nicht mehr zu halten. Beim SV Sandhausen wurde er aber durch einen Knorpelschaden zurückgeworfen und fiel fast die komplette letzte Saison aus. Nach seiner Verletzung ist der 26-Jährige aber eine der ersten Einwechseloptionen der Sandhäuser.

Michael Wiemann: Als Innenverteidiger und Abräumer im defensiven Mittelfeld hat Michael Wiemann drei Jahre lang beim SV Wehen Wiesbaden seine Stärken eingebracht und war absoluter Stammspieler. Im Sommer 2015 ermöglichte der Verein Wiemann den Wechsel in die dritte spanische Liga zu Atlético Baleares. Auch im Ausland war der 29-Jährige gesetzt. Aus persönlichen Gründen bat er den Verein allerdings Ende August um die Auflösung seines Vertrags und ist seitdem vereinslos.

Florian Fromlowitz: Etwas überraschend verpflichtete der SV Wehen Wiesbaden im Sommer 2014 Florian Fromlowitz, obwohl man im Tor mit Markus Kolke bereits sehr gut aufgestellt war. Nach einem Jahr trennten sich wieder die Wege, Fromlowitz schloss sich in der Regionalliga Südwest dem FC Homburg an und wurde dort Stammspieler. In der Winterpause musste er sich am Meniskus operieren lassen. Dabei setzte sich aber ein Keim ins Knie, fünf weitere Operationen mussten folgen. Zwischenzeitlich drohte sogar die Amputation. Aktuell arbeitet Fromlowitz in der Reha für sein Comeback.

[box type="info" size="large"]Kleinsorge beim SV Meppen[/box]

Marius Kleinsorge: Im Sommer 2014 verpflichtete der SV Wehen Wiesbaden die junge Nachwuchshoffnung Marius Kleinsorge. Der kleine Flügelspieler hatte zuvor in seiner ersten Saison im Herren-Fußball in 24 Spielen zehn Tore für den Regionalligisten Goslarer SC erzielt. Der Durchbruch beim SVWW blieb aber unter drei verschiedenen Trainern aus. Nach dem vergeblichen Versuch, Kleinsorge an einen Regionalligisten auszuleihen, trennten sich die Wege in diesem Sommer endgültig. Beim Tabellenführer der Regionalliga Nord, dem SV Meppen, kommt Kleinsorge auf bisher 12 Torbeteiligungen in 13 Spielen.

Torsten Oehrl: Freiwillig aus der 3. Liga zog sich Torsten Oehrl in der vergangenen Sommerpause zurück. Der 30-jährige, vor der Saison von Eintracht Braunschweig verpflichtete Stürmer, brachte es beim SVWW auf die gute Quote von acht Toren in 24 Spielen. Seinen Gang in die Regionalliga Bayern zur U23 des FC Bayern München begründete Oehrl mit der körperlichen Belastung der 3. Liga. Bei seinem neuen Verein fiel er nach einem in der Vorbereitung zugezogenen Bänderanriss die ersten Wochen aus. Mittlerweile ist der Stürmer aber wieder fit und konnte in neun Spielen drei Tore erzielen.

Jaroslaw Lindner: Über weite Strecken der Saison nur Einwechselspieler wurde Jaroslaw Lindner im Saisonendspurt unter Torsten Fröhling Stammspieler und hatte somit großen Anteil am Klassenerhalt. Nachdem in der Sommerpause auf den Außenbahnpositionen aber personell nachgelegt wurde, verließ Lindner den Verein. Bei Aufsteiger Sportfreunde Lotte ist Lindner bisher ebenfalls nur Ersatz.

Thomas Geyer: Weniger positiv verlief der Trainerwechsel für Thomas Geyer. Zuvor unumstrittener Stammspieler und in der Viererkette variabel einsetzbar, geriet der mit 1,79 Meter für einen Innenverteidiger vergleichbar kleine Spieler unter Torsten Fröhling auf die Ersatzbank. Beim VfR Aalen zeigt der 25-Jährige als absolute Stammkraft, warum er es schon auf über 200 Einsätze in der 3. Liga gebracht hat.

 

   
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