Wehen Wiesbaden: Trainer Torsten Fröhling tritt zurück

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Torsten Fröhling ist nicht länger Trainer des SV Wehen Wiesbaden. Am Montag trat der 50-Jährige "im Interesse des Vereins" zurück und reagiert damit auf die Serie von elf Spielen ohne Sieg. Der eigentlich noch bis 2019 gültige Vertrag wurde aufgelöst. Auch Co-Trainer Thomas Kupper verlässt den Verein.

Seit Oktober sieglos

21 Punkte, 29 Gegentore, fünf Siege und Tabellenplatz 18: Das sind die ernüchternden Zahlen nach 21 Spieltagen. Nachdem die Hessen zu Saisonbeginn noch im oberen Tabellenmittelfeld rangierten und innerhalb der ersten acht Spieltage sogar zwei Mal sechs Punkte aus zwei Spielen holten, begann mit einem 2:2 in Münster am 11. Spieltag der Absturz bis in den Keller. Seitdem fuhr der ehemalige Zweitligist aus elf Spielen lediglich fünf Punkte ein, zudem setzte es gleich sechs Niederlagen. Erst am vergangenen Spieltag musste sich der SVWW gegen Aufsteiger Lotte nach einer schwachen Leistung im heimischen Stadion vor nur 1.460 Zuschauern (Minusrekord) mit 0:3 geschlagen geben. "Wir danken Torsten Fröhling für seine geleistete Arbeit. Er hatte in der letzten Saison den SVWW in einer sehr schwierigen Situation übernommen und durch sein großes Engagement noch zum Klassenerhalt geführt. Wir wünschen ihm für seine Zukunft nur das Allerbeste“, erklärten Aufsichtsrat, Geschäftsführung und sportliche Leitung in einer Mitteilung. Im Zuge des Rücktritts von Torsten Fröhling wurde Co-Trainer Thomas Kupper mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt.

Vertrag erst im Dezember verlängert – Hock übernimmt vorerst

Fröhling stand seit März 2016 an der Seitenlinie und führte die Hessen in der letzten Saison am letzten Spieltag zum Klassenerhalt. In der Sommerpause baute der 50-Jährige den Kader zusammen mit Sportdirektor Christian Hock um und verpflichtete sieben neue Spieler. Als der SVWW kurz vor der Winterpause dennoch im Abstiegskampf steckte, wollten die Verantwortlichen ein Zeichen setzen und verlängerten den am Saisonende auslaufenden Vertrag um gleich zwei weitere Jahre bis 2019. "Das schwächste Glied in der Kette ist normalerweise der Trainer. Aber bei uns gab es keine Sekunde, in der wir daran gedacht haben, Torsten Fröhling zu entlassen", sagte Präsident Markus Hankammer zu diesem Zeitpunkt. Nur zwei Monate später ist das Kapitel Torsten Fröhling beim SVWW nun beendet. Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden Sportdirektor Christian Hock, Torwart-Trainer Steffen Vogler und Videoanalyst Paul Fernie die Mannschaft betreuen. Zeitgleich arbeiten die Verantwortlichen "an einer zeitnahen Neubesetzung" des Cheftrainer-Postens.

   

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