Wehen Wiesbaden lebt noch: Rehm beendet Negativserie

Mit einem eindrucksvollen 3:0-Heimerfolg gegen den FSV Zwickau hat der SV Wehen Wiesbaden beim Debüt von Trainer Rüdiger Rehm seine lange Negativserie von zwölf sieglosen Spielen beendet. Das bedeutete gleichzeitig den ersten Heimsieg seit Mitte September 2016 und den dritten in dieser Saison. Kurios: alle Heimsiege endeten 3:0.

Keine personellen Wechsel

Mit Rüdiger Rehm stand bei den Hessen ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Im Vergleich zum 0:0 bei Fortuna Köln unter Sportdirektor Christian Hock nahm Rehm allerdings keine personellen Änderungen vor. Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: Der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, lag bei den Gastgebern, die mit zwei Punkten Rückstand auf Zwickau und Preußen Münster auf Tabellenplatz 19 lagen. Von Nervosität war beim SVWW aber nichts zu erkennen. Vom Anpfiff weg übernahm die Mannschaft von Neu-Trainer Rehm das Kommando. Bereits in der ersten Viertelstunde hatten die Hessen ein Eckenverhältnis von 4:0, vielversprechende Flanken wurden aber um einen Schritt verpasst. David Blacha setzte einen Versuch knapp über die Querlatte. Nach 27 Minuten fiel dann der überfällige Führungstreffer: Jules Schwadorf überspielte mit seinem Pass gleich neun Gegenspieler, Manuel Schäffler nahm den Ball mit einem Kontakt mit und überwand Zwickau-Torhüter Johannes Brinkies gekonnt per Bogenlampe. Auch nach dem Führungstreffer das gleiche Bild: Der SVWW bestimmte das Spiel, allerdings ohne weitere zwingende Möglichkeiten. Zwickau hatte Probleme die konzentriert stehende Defensive der Hausherren in Bedrängnis zu bringen und versuchte es oft mit langen Bällen auf den Stoßstürmer Ronny König. Der hatte allerdings oft das Nachsehen gegen Sascha Mockenhaupt und Steven Ruprecht.

Schäffler: "Im Spiel nach vorne die richtigen Ideen gehabt"

FSV-Trainer Torsten Ziegner war sichtlich unzufrieden mit der ersten Hälfte seiner Mannschaft und vollzog einen Doppelwechsel: Robert Berger und Robert Koch mussten draußen bleiben, für sie kamen Jonas Nietfeld und Patrick Wolf. Die Maßnahmen verpufften aber bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff. Bei einem Freistoß von Marc Lorenz von der Strafraumgrenze stellten die Gäste gleich acht(!) Spieler in die Mauer. Den Versuch von Lorenz konnte Brinkies nur nach vorne abwehren und David Blacha köpfte völlig freistehend zum 2:0 ein. Bei Zwickau war nichts von der guten Ausbeute von sieben Punkten aus den drei Spielen seit der Winterpause zu sehen. Die einzige nennenswerte Offensivaktion hatte Marcel Bär. Sein Freistoß war für Markus Kolke im Tor der Hessen aber kein Problem. Stattdessen legte der SVWW noch einen Treffer nach: Nach Pass von Lorenz setzte sich Schäffler gegen Patrick Wolf durch und ließ auch Brinkies im Eins-gegen-Eins keine Chance. Zu erwähnen ist noch der Platzverweis für Zwickaus Davy Frick. Bereits gelb vorverwarnt, beklatschte er hämisch eine Entscheidung des Schiedsrichters und musste vorzeitig duschen. Am Ende blieb es beim auch in der Höhe absolut verdienten 3:0-Sieg der Gastgeber. "Wir haben uns akribisch auf das Spiel vorbereitet, haben den Gegner analysiert, uns perfekt darauf eingestellt. Haben heute viele zweite Bälle gewonnen, was uns in der Vergangenheit nicht ganz so oft gelungen ist […] und haben dann nach vorne die richtigen Ideen gehabt“, sah Doppeltorschütze Manuel Schäffler im Vereins-TV darin den Schlüssel zum wichtigen Dreier. Da auch Bremen II und Münster am Wochenende dreifach punkten konnte, hat sich die Tabellenkonstellation nicht wesentlich geändert. Der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt einen Punkt. Dass die Konkurrenz ebenfalls gepunktet hat, sieht Rüdiger Rehm als nicht entscheidend an. "Wenn wir unsere Spiele gewinnen, werden wir nicht auf die anderen Plätze schauen müssen."

   
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