Wehen Wiesbaden feiert Rekordsieg gegen Großaspach

Was für ein fulminanter Auftritt des SV Wehen Wiesbaden! Im Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach trafen der Tabellenvierte und der Tabellenfünfte aufeinander. Was sich wie ein Duell auf Augenhöhe anhört, entwickelte sich jedoch zu einer sehr einseitigen Begegnung. Am Ende feierte der SVWW einen völlig verdienten 5:0 (4:0)-Heimsieg gegen den selbsternannten Dorfklub, der für die Hessen den höchsten Sieg in der 3. Liga bedeutete.

4:0 zur Pause

Personell musste SVWW-Trainer Rüdiger Rehm gegenüber der vorherigen Begegnung gegen die Sportfreunde Lotte (1:0) Änderungen vornehmen, hatte doch Sebastian Mrowca da seine fünfte gelbe Karte gesehen und war somit für das Heimspiel gesperrt. Außerdem saß Agyemang Diawusie diesmal auf der Bank. Stattdessen rückten David Blacha und Patrick Breitkreuz in die Startelf. Eine doch recht offensive Variante, die sich aber letztendlich bezahlt machte. Bereits nach acht Minuten die Führung für das Heimteam. Aus der eigenen Spielhälfte heraus spielte Robert Andrich einen weiten Diagonalball auf den startenden Stephan Andrist, der den Ball gut mitnahm und diesen dann scharf in Richtung des langen Pfostens spielte, wo der mitgelaufene Blacha nur noch einschieben musste. Großaspach, vom frühen Rückstand sichtlich beeindruckt, schaffte es nach dem Tor nicht, gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen.

Stattdessen legte der SVWW nach. Eine Flanke von Linksverteidiger Dominik Nothnagel legte Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt im Strafraum per Kopf quer in die Mitte, wo Stephan Andrist einschob (27.). Nur 56 Sekunden später war der Schweizer erneut zur Stelle. Eine Flanke von Rechtsverteidiger Moritz Kuhn köpfte der 29-Jährige am langen Pfosten ein (28.). Und die Hessen hatten noch nicht genug. Drei Minuten später traf Philipp Müller nach Vorarbeit von Manuel Schäffler (31.). "Ich glaube, wenn wir nicht das 1:0 und dann auch relativ früh das 2:0 gemacht hätten und dann auch den Doppelschlag, dann wär das eine ganz, ganz enge Kiste geworden. Aber auf Grund dieser Torfolge wurde es dann doch zu einem relativ einfachen Spiel“, so SVWW-Trainer Rüdiger Rehm nach dem Spiel.

Schäffler: "Haben heute den letzten Pass gefunden"

Trotz des deutlichen Vorsprungs agierte der SVWW weiterhin hochkonzentriert und erhöhte kurz nach Pause. Eine Ecke von Moritz Kuhn konnte Manuel Schäffler unbedrängt annehmen und ins Tor abschließen (49.). "Ich glaube, dass wir heute die Dinge an den Tag gelegt haben, die wir die Spiele vorher vermissen ließen. Wir haben konsequent nach vorne gespielt und haben heute den letzten Pass gefunden, was uns in den letzten Spielen gefehlt hat. Dann sieht man, was wir für eine Qualität haben, um dann auch die Tore zu machen“, so Torschütze Schäffler. Philipp Müller (57.), David Blacha (75.), der eingewechselte Agyemang Diawusie (85.) sowie Patrick Breitkreuz (90.) verpassten es im Anschluss, den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte in der 3. Liga noch weiter auszubauen.

Am Ende der englischen Woche stand beim SV Wehen Wiesbaden als einzigem Drittligisten die volle Ausbeute von neun Punkten zu Buche. "Wir haben einen großen Kader. Wenn der Eine nicht mehr kann, kommt der Nächste. Und der ist auch gut, ist auch eine Verstärkung. Und das ist in der englischen Woche sehr wichtig“, sieht Stephan Andrist in der Ausgeglichenheit des 27 Spieler umfassenden Kaders eine große Stärke. Die ist in dieser Woche auch womöglich wieder gefragt. Am Dienstag geht es um 19 Uhr im Landespokal gegen den Oberligisten FC Bayern Alzenau. Das nächste Liga-Spiel bestreitet der SV Wehen Wiesbaden am Samstag ab 14 Uhr bei Rot-Weiß Erfurt.

 

 
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