Wegen Regeländerung: Magdeburgs Co-Trainer sieht Rot

Sechs Tore und zwei Platzverweise: Das Topspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Eintracht Braunschweig (2:4) hatte am Samstagabend einiges zu bieten. Beim zweiten Platzverweis kam es derweil zu einem Novum.

Zwayer sieht Unsportlichkeit

Es lief bereits die 89. Minute, als es zu einem Zweikampf zwischen Magdeburgs Marcel Costly und Braunschweigs Marcel Bär kam. Dabei ging der Braunschweiger zu Boden und blieb liegen, während der Ball in Richtung der Trainerbänke rollte. FCM-Co-Trainer Silvio Bankert stoppte den Ball zunächst, kickte ihn dann zurück auf das Feld – und traf dabei den am Boden liegenden Bär. Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte keine Sekunde und zeigte Bankert Rot – ein Novum.

Der Hintergrund: Seit dieser Saison können durch eine Regeländerung auch Teamoffizielle mit einer gelben oder roten Karte belegt werden. Nachdem diese bisher lediglich mündlich verwarnt oder auf die Tribüne geschickt wurden, soll das Verteilen von Karten für mehr Transparenz und Klarheit sorgen. Bankert ist nun der erste Offizielle im deutschen Profifußball, der eine rote Karte kassiert hat. Ihm droht jetzt eine Geldstrafe beziehungsweise ein Innenraum-Verbot. Cheftrainer Stefan Krämer nahm seinen Assistenten derweil in Schutz: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das absichtlich gemacht hat." Zwayer sah das anders.

Cheftrainer haftet im Zweifel

Übrigens: Kann der Schiedsrichter den Täter nicht ausfindig machen, muss der Cheftrainer als ranghöchste Person den Innenraum verlassen. "Der ideologische Hintergrund: Er ist für das Verhalten der übrigen Teamoffiziellen verantwortlich", erklärt DFB-Lehrwart Lutz Wagner bei "fussball.de." Klar ist: Zu Platzverweisen gegen Teamoffizielle wird es künftig häufiger kommen.

Die rote Karte gegen Björn Rother, als er Nick Proschwitz von hinten in die Haken trat, ging für Krämer unterdessen in Ordnung: "Er geht schon relativ von hinten rein, ohne dass er an den Ball kommt. Die kann man schon geben." Rother wird dem FCM nun für mehrere Spiele fehlen.

   
  • Philipp Schramm

    Bin der gleichen Meinung wie Stefan Krämer. Die rote Karte für den Spieler war absolut gerechtfertigt, da in meinen Augen ganz klare Norbremse.

    Die rote Karte gegen den Co-Trainer ist meiner Meinung nach komplett übertrieben. Glaube auch nicht, das er den Spieler absichtlich angeschossen hat. Er wollte den Ball einfach zurück auf das Spielfeld schießen.

    • bitte, bitte, bitte lieber Herr Schramm – keine "aus der Not heraus" getroffenen Analysen mehr zu eindeutig roten Karten im Mittelfeld !
      Lassen Sie sich da bitte schnellstens einmal von ihren HFC-Kollegen zu den Begriffen "Notbremse" und "anschliessendem Elfmeter" beraten.
      Bin mir sicher, dass ihnen dann auch ein Licht aufgeht ;))
      Ansonsten stimmen ich ihnen in Bezug auf die zweite rote Karte natürlich zu …absolut überzogen !!!

      • Philipp Schramm

        Eine Notbremse gibt es nicht nur vor dem Strafraum, die kann überall auf dem Fußball-Platz stattfinden.
        Einen Elfmeter kann es dembezüglich nur geben, wenn sich ein Foul oder Handspiel im Strafraum abspielt.
        Ansonsten gibt es Freistoß.

      • Michael

        Also nicht so ganz. Einen Elfmeter aus dem Spiel heraus kann es gar nicht geben es war und ist auch in dieser Saison weiterhin ein Strafstoß und kein Elfmeter, Elfmeter gibt es auschließlich zur Spielendscheidung also bei Unentschieden wenn es einen Sieger geben muss als letzte Möglichkeit der sportlichen Spielentscheidung. Und zur Sache mit der Notbremse naja schrieben Sie dieses mal in einen Spielbericht den Spieler X,Y aufgrund einer Notbremse des Feldes verwiesen zu haben. .

      • Philipp Schramm

        Strafstoß oder Elfmeter ist in diesem Falle irrelvant.
        Kommt es zum Schuß "vom Punkt" ist es ein Elfmeter. Egal, ob nun während der regulären Spielzeit, der Nachspielzeit, der Verlängerung oder im "Elfmeter-Schießen".
        Es ist und bleibt ein Elfmeter.

      • Michael

        Naja also es gibt da natürlich klare unterschiede aber wer meint es gibt dort keine der soll bei der Meinung gerne bleiben zeigt aber immer wieder das die Ahnung von den Regeln und dem was dabei doch unterschiede sind nicht verstehen tut. Denn es gibt dort nun einmal große Unterschiede aber die werden die Leute erst wieder einmal dann zu spühren bekommen und sich dann darüber aufregen und zeigen damit wieder das Regelwissen nicht groß vorhanden ist bei vielen.

    • DM von 1907

      Ich halte die rote Karte gegen Bankert für durchaus berechtigt. Bankert war die ganze Zeit schon angefressen, das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt noch auf Messers Schneide, und er wird sich über die Spielunterbrechung geärgert haben. Er hat lange genug selber gespielt, um zu wissen, wie man einen Ball zurück aufs Feld bringt. Für mich zeigen die Bilder den ganzen Frust und dass es kein Zufall war!

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