Wegen Lettieri-Verpflichtung: Sponsor steigt beim MSV aus

Die Rückkehr von Gino Lettieri auf den Trainerstuhl des MSV Duisburg hat nicht nur bei vielen Fans, sondern auch bei einigen Sponsoren für heftige Kritik gesorgt. Einer, der Malerbetrieb Grope, steigt zum Ende der Saison sogar aus.

"Katastrophale Außendarstellung"

Auch wenn das Unternehmen kein Großsponsor ist, laut der "WAZ" aber immerhin eine fünfstellige Summe zur Verfügung stellte, lassen die Worte von Geschäftsführer Frank Klein aufhorchen. Wie er der Zeitung sagte, könne er sich "nicht mehr mit der Vereinspolitik des MSV identifizieren". Er sei "fassungslos, dass der MSV Lettieri zurückgeholt hat. Der Mann hat hier vor fünf Jahren verbrannte Erde hinterlassen. So geht der Verein den Bach runter." Diesbezüglich beklagt Klein eine "katastrophale Außendarstellung des Vereins". Seine Forderung: "Die sollten Torsten Lieberknecht und dessen ehemaligen Assistenten Darius Scholtysik zurückholen. Ich habe nicht verstanden, warum sie zu Saisonbeginn das Trainerteam auseinander gerissen haben."

Doch dass Lieberknecht nochmal zurückkehren wird, ist wenig wahrscheinlich. Und so wird der MSV ab der kommenden Saison auf die finanzielle Unterstützung des Malerbetriebs verzichten müssen. Dabei können die Zebras eigentlich jeden Euro gebrauchen, die aktuelle Saison ist derzeit nur bis Anfang des kommenden Jahres durchfinanziert.

Wald: "Tut in der Seele weh"

Präsident Ingo Wald bezeichnete den Ausstieg des Sponsors vor dem Hintergrund der getätigten Aussagen im Rahmen eines Live-Chats am Abend als "mittelschweren Katastrophe". Es tue "in der Seele weh", wenn sich ein Unternehmer auf diese Weise äußere. "Ich hätte mir gewünscht, dass es einen Austausch gegeben hätte. Wenn es Probleme gibt, bin ich immer ansprechbar." Berichtigte Kritik müsse der MSV einstecken können, allerdings sei es schade, wie es passiert ist. Demnächst soll aber nochmal das Gespräch gesucht werden.

   
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