Washausen sieht HFC für den Aufstiegskampf bereit

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Etwas überraschend liegt der Hallesche FC im Kampf um den Sprung in die zweite Liga ausgesprochen gut im Rennen. Nur ein Punkt trennt die Saalestädter vom Relegationsrang. Kapitän Jan Washausen sieht darin eine große Chance, die Mannschaft und Verein nutzen wollen.

Im Frühjahr "greifen wir voll an"

Der Kurs des HFC in Richtung Unterhaus soll nach den Vorstellungen des 30-Jährigen in den ersten Spielen nach Wiederbeginn der Saison zunächst stabilisiert und der Vorsprung auf das Tabellenmittelfeld nach Möglichkeit weiter vergrößert werden. "Wenn wir das geschafft haben", sagte Washausen der "Mitteldeutschen Zeitung" im Trainingslager der Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner im türkischen Belek, "dann greifen wir voll an".

Aus Sicht des gebürtigen Göttingers, der nach überstandenen Problemen mit Schmerzen in der rechten Wade wieder fit ist, stimmen dafür jedenfalls sämtliche Voraussetzungen. Team, Coach und sportliche Leitung ziehen demnach an einem Strang. Angst vor einem Einbruch, wie Halle es schon vor zwei Jahren erlebte, hat Washausen deswegen keine: "Beim Charakter unserer Mannschaft muss man sich darüber keine Sorgen machen. Hier ruht sich niemand auf etwas aus und lässt die Saison ausklingen", betonte der defensive Mittelfeldspieler.

Für die notwendige Motivation hat laut Washausen Ziegner mit einer Ansprache nach Ende der Hinrunde gesorgt. Der zu Saisonbeginn vom Ligarivalen FSV Zwickau gekommene Trainer forderte dabei von seinen Spielern weiterhin unermüdlichen Ehrgeiz und den Weitblick, dass "wenn wir erkennen, was für eine Chance sich uns bietet und uns weiter verbessern, wir um den Aufstieg mitspielen können", berichtet Washausen.

Pronichev-Leihe "ein gutes Zeichen"

Für Washausen spiegeln sich die Ambitionen des Teams und von Ziegner auch in der Entscheidung für die Ausleihe des russischen Stürmers Maximilian Pronichev von Bundesligist Hertha BSC bis zum Saisonende wider: "Es ist ein gutes Zeichen, die Mannschaft punktuell zu verstärken. Sie sagen, wir wollen die Chance nutzen, wenn sie sich bietet. Dafür machen wir den Transfer möglich", ordnet der HFC-Spielführer den Transfer auch als Botschaft an alle Spieler ein.

Die im Vergleich zur Vorsaison deutlich veränderte Rolle Halles in der Liga wirkt sich auch auf die Vorbereitung in Belek aus. Ziegner erwartet für die Wochen und Monate nach der Winterpause eine Reaktion der Konkurrenz auf die erfolgreiche Spielweise seines Teams und wappnet seine Spieler dafür durch Arbeit am Pass- und Aufbauspiel. "Aufgrund der Tabellensituation kann es gut sein, dass uns die Gegner jetzt anders einschätzen. Sie werden sich nicht mehr ganz so offensiv rantrauen, eher zurückziehen. Dafür wollen wir Lösungen einstudieren", erläutert Washausen den Hintergrund der taktischen Maßnahmen.

   

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