Was aus den Abgängen von Carl Zeiss Jena geworden ist

Bei Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena gab es im Sommer große Kaderveränderungen. Von 13 Spielern trennten sich die Thüringer. Fünf davon blieben in der 3. Liga, ein weiteres Quintett wechselte in die Regionalliga. Einer kickt nun in der 2. Bundesliga, für einen Abgang ging es runter in die 5. Liga und ein Ex-Jenaer befindet sich auf Vereinssuche.

Trio nun für Steinbach Haiger am Ball

Gleich drei Spieler zog es in der Sommerpause zum TSV Steinbach Haiger in die Regionalliga Südwest. Sowohl Torwart Raphael Koczor als auch Innenverteidiger Michael Schüler und Mittelfeldakteur Sören Eismann kicken nun für den hessischen Kleinstadtklub. Bislang lief es für das Trio mit ihrem neuen Verein ziemlich rund. Nach dem 12. Spieltag rangiert Steinbach Haiger auf Platz zwei – nur drei Zähler hinter Tabellenführer 1. FC Saarbrücken. Zum Stammpersonal gehört allerdings nur Sören Eismann, Michael Schüler kam bisher nur zu vier Kurzeinsätzen. Raphael Koczor ist als Ersatztorwart noch ohne Einsatzminute.

Ebenfalls in die Regionalliga gingen Innenverteidiger Justin Gerlach und Stürmer Felix Brügmann. Beide fanden ihren neuen Klub in der Nordost-Staffel, Gerlach spielt jetzt für den Berliner AK und Brügmann geht beim Drittliga-Absteiger FC Energie Cottbus auf Torejagd. Beide sind in ihren Teams unangefochtene Stammspieler und standen in allen bisherigen Saisonpartien in der Startelf. Knipser Brügmann hat nach elf Begegnungen schon acht Tore und drei Assists auf dem Konto. In Jena war er zuvor bloß ein Jahr am Ball. Defensivspezialist Gerlach dagegen hatte sechs Jahre beim FC Carl Zeiss unter Vertrag gestanden.

Innenverteidiger Valentin Reitstetter entschied sich für den Schritt in die 5. Liga. Den 21-jährigen Schweinfurter zog es nach fünf Jahren in Jena in die bayerische Heimat zum Nord-Bayernligisten TSV Großbardorf. Beim Tabellensiebten ist Reitstetter einer der Leistungsträger, seit dem 2. Spieltag war er immer von Beginn an am Ball.

Starke kickt in Kaiserslautern

Insgesamt fünf Abgänge des FC Carl Zeiss Jena spielen weiterhin in der 3. Liga. Einer davon ist Manfred Starke. Nach vier Jahren in Jena schloss sich der Nationalspieler Namibias dem 1. FC Kaiserslautern an. Bei den Roten Teufeln kam der Mittelfeldakteur diese Saison schon neunmal zum Einsatz, beim jüngsten 3:1-Erfolg gegen Ex-Klub Jena spielte Starke durch. Mit Rechtsverteidiger Florian Brügmann verließ nach Stürmer Felix auch der zweite Brügmann die Jenenser. Während sein jüngerer Bruder jetzt in Cottbus spielt, wechselte Florian im August zum Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg. Bei den Zebras konnte er sich bisher aber nicht durchsetzen, bloß vier Einsätze stehen zu Buche. Beim jüngsten 1:3 in Chemnitz gehörte Florian Brügmann erstmals zur Startelf.

Außenstürmer Maximilian Wolfram schnürt mittlerweile für Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt die Schuhe. Das Jenaer Eigengewächs, das neun Jahre für den FC Carl Zeiss am Ball war, erzielte zuletzt beim 5:1-Erfolg in Großaspach sein erstes Saisontor. Über die Rolle des Jokers kam Wolfram bisher aber kaum hinaus. Innenverteidiger Dennis Slamar steht jetzt im Kader der SG Sonnenhof Großaspach. Erst ein Einsatz steht für den 25-jährigen Berliner beim selbsternannten Dorfklub zu Buche. Der fünfte und letzte Jenaer Abgang, der immer noch drittklassig spielt, ist Denis Jäpel. Der 21-jährige Angreifer ging zum FSV Zwickau, für den er Ende September sein Profidebüt gab. Beim 4:0-Erfolg gegen den FC Viktoria Köln kam Jäpel zu einem Kurzeinsatz.

Tietz knipst und verletzt sich

Der einzige Abgang, der jetzt höherklassiger spielt, ist Mittelstürmer Phillip Tietz. Nach der erfolgreichen Saison in Jena als Leihspieler des Bundesliga-Aufsteigers SC Paderborn 07 (elf Tore bei 32 Drittligapartien) verpflichtete ihn im Sommer der Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden. Der 22-jährige Tietz legte bei seinem neuen Klub gut los, nach zwei Spieltagen hatte er bereits ein Tor erzielt und ein weiteres vorgelegt. Dann zog er sich aber eine Meniskusverletzung zu, die ihn voraussichtlich bis Ende des Jahres außer Gefecht setzt. Noch ohne neuen Verein ist der Außenstürmer Logan Rogerson. Der 21-jährige Neuseeländer war 2018 aus seinem Heimatland nach Jena gewechselt, konnte sich beim FC Carl Zeiss aber nicht durchsetzen (zwei Kurzeinsätze).

 
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