Warum sich Duisburg zuletzt zwei Mal geschlagen geben musste

Nach einem guten Saisonstart mit elf Punkte aus sechs Spielen und fünf ungeschlagenen Partien in Folge holte der MSV Duisburg aus den letzten beiden Spielen keinen Zähler. Auch abgesehen von den Ergebnissen wirkte das Zebra-Spiel schwächer als in den vorherigen Partien. Im Folgenden analysiert liga3-online.de die Fehler beim Zweitliga-Absteiger und nennt zwei Gründe, warum die beiden letzten Spiele mit einer Niederlage endeten.

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Individuelle Fehler kosten den Zebras Punkte

Wie schon gegen die U23 von Borussia Dortmund waren auch die Gegentore gegen den SV Wehen Wiesbaden vermeidbar. Während man gegen den BVB II zu Beginn nur an die Offensive dachte und folgerichtig zwei mal nach unachtsamer Defensivarbeit bestraft wurde, waren es in Wiesbaden nach 85 Minütiger, konzentrierter Defensivarbeit zwei individuelle Fehler, die die Mannschaft um den Lohn brachten: Dum hatte den Ball gegen Vunguidica schon fair gewonnen, gab ihn jedoch wieder her. Jänicke musste nach dem Pfostenschuss nur noch einschieben. Sieben Minuten später köpfte Ofosu-Ayeh den Ball in Nandziks Lauf, welcher Lenz umkurvte und auf 2:0 erhöhte. Vier Patzer, die dem MSV wichtige Punkte kosteten.

Zu geringe Durchschlagskraft – Offensiv-Feuerwerk bleibt aus

Ebenso auffällig ist die kleine Zahl der heraus gespielten Chancen in beiden Partien: Während man gegen den BVB II kurz vor dem Halbzeitpfiff wenigstens noch auf 1:2 verkürzen konnte (Onuegbu), spielte man sich in Wiesbaden keine 100 prozentige Torchance heraus. Gefährlich wurde es nur bei Distanzschüssen. Kevin Wolze fasste dies nach dem Spiel treffend zusammen: "Bis zum Sechzehner sah das richtig gut aus, doch beim entscheidenden Pass fehlte uns das Glück, teilweise auch die Präzision." Brannte der MSV in Spielen wie gegen Regensburg, Paderborn (DFB-Pokal) und zeitweise auch in Erfurt wahre Offensiv-Feuerwerke ab, gelang es den Zebras in den letzten beiden Partien nicht, entscheidende Druckphasen aufzubauen.

Samstag gegen Darmstadt

Wenn die Zebras am kommenden Sonnabend de SV Darmstadt 98 empfangen, lautet die Devise: Hinten weiter gut stehen, individuelle Fehler abstellen und vorne wieder mehr Druck entwickeln. Von einer Krise muss man in Duisburg zumindest noch lange nicht sprechen. Sollte man gegen Darmstadt jedoch erneut ohne Punkten vom Platz gehen, dürfte die Unruhe hinter den Kulissen schon etwas größer werden.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 

   
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