Warum der FCK noch nicht nach oben schielen sollte

Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen und 10:0 Tore: Der 1. FC Kaiserslautern ist die Mannschaft der Stunde – und hat sich nach dem enttäuschenden Saisonstart in Rekordtempo gefunden. Nur noch vier Zähler trennen den FCK von einem direkten Aufstiegsplatz. Doch nach oben schielen sollten die Roten Teufel trotzdem noch nicht. Ein Kommentar.

"Das kannst du manchmal nicht erklären"

Sprachlos war Trainer Marco Antwerpen während seiner Amtszeit beim 1. FC Kaiserslautern schon einige Male, schließlich gehörten schwache und desolate Auftritte bis vor vier Wochen zum Standardrepertoire der Roten Teufel – vor allem in Auswärtsspielen. Dass dem 49-Jährigen nach einer starken Leistung wie beim TSV Havelse "die Worte fehlten", ist dagegen ein Novum in Antwerpens bisheriger Periode beim FCK. "Ich bin sehr stolz auf die Truppe. Wir haben heute eine super Einstellung an den Tag gelegt", lobte er die Mannschaft nach dem 6:0 gegenüber dem "SWR" in den höchsten Tönen. "Was wir gerade in der ersten Halbzeit gespielt haben, war schon beeindruckend." Was ein 0:0 mit neun Spielern im Derby gegen Waldhof Mannheim auslösen kann …

Hinten steht nun schon seit 443 Minuten die Null, mit nur acht Gegentoren stellt der FCK zudem die beste Abwehr der Liga – das hätte vor wenigen Wochen wohl keiner für möglich gehalten. Und selbst vorne läuft es mittlerweile, die Ladehemmung ist spätestens seit Samstag und dem höchsten Sieg seit 13 Jahren passé. "Das kannst du im Fußball manchmal nicht erklären. Wir haben Jungs dabei, die haben alle schon Tore erzielt. Für mich war es eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt", so Antwerpen.

Abstiegszone immer noch näher

Die aktuelle Serie sorgte dafür, dass sich die Roten Teufel aus dem Tabellenkeller befreien konnten und als Zehnter in die Länderspielpause gehen – so gut waren die Lautrer zuletzt im Juni 2020 platziert. Und der Blick auf die Tabelle zeigt auch: Bis zu einem direkten Aufstiegsplatz sind es nur noch vier Zähler. Mitte August noch Vorletzter, nun mit Kontakt zu den Spitzenplätzen – die enge und verrückte 3. Liga macht es möglich. Doch Obacht: Die Abstiegszone ist lediglich drei Zähler entfernt – und damit sogar näher als die oberen Ränge. Entsprechend ist es trotz der aktuell guten Form zu früh, die Aufstiegsplätze ins Visier zu nehmen.

Denn den Beweis, dass der FCK die starken Leistungen der vergangenen Partien bestätigen kann, muss er erst noch antreten. Und genau daran haperte es in der Vergangenheit des Öfteren. Auch René Klingenburg betonte daher: "Jedem Spieler muss klar sein, dass solche Leistungen nicht vom Himmel fallen." Es gibt für Spieler und Fans somit keinen Grund, nun übermütig zu werden – andernfalls finden sich die Roten Teufel in einer ausgeglichenen Liga schneller unten wieder als ihnen lieb ist. Doch selbst wenn der FCK die Auftritte der letzten Wochen bestätigen sollte: Öffentlich ausrufen werden die Verantwortlichen den Aufstieg als Ziel nicht – man hat aus Fehlern der Vergangenheit gelernt.

   
  • Betze97

    Ich bin da bei euch, man sollte jetzt aufpassen nicht zu übermütig zu werden. Wenn wir am Ende der Saison unter den ersten 8 landen wäre das schon super.

    • SaarPfalzElite

      Ja, einfach mal ein ruhiges Jahr.

      • Ma68

        Waldhof wird Meister und der FCK 2ter. Von mir aus auch umgekehrt…und naechstes Jahr dann Derby in der 2. Liga

      • Roger11

        …gut gedacht; der südwesten muss insgesamt wieder stärker werden… : )

      • Betze97

        Würde ich direkt so unterschreiben ;-)

      • ralf sandreuther

        Du kannst kein Waldhoffan sein!

      • Ma68

        Doch, seit 1980. Daher weiss ich auch, dass historisch gesehen die einzig wahren Derbys gegen den VFR und den KSC sind. Da ist OFC noch mehr Derby, gabs schon vor den 80ern. Vor 1983 haben wir in ueber 70 Jahren, ich glaube 5 oder 6 mal gegen Lautern gespielt und das waren alles Freundschaftsspiele. Ich goennne euch juengeren ja die Rivalitaet aber zu behaupten ich sei kein Waldhof Fan, ist frech!

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