Waldhof: Neidhart verspürt "keinen Druck" – Ziel Aufstieg bleibt

Nach nur zwei Siegen aus den letzten sechs Spielen ist Waldhof Mannheim ins Mittelmaß abgerutscht und liegt bereits zehn Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Dennoch halten die Kurpfälzer weiter am Ziel Aufstieg fest, Druck verspürt Trainer Christian Neidhart vor dem Duell gegen Dynamo Dresden aber nicht.

Interne Zielsetzung bis zur Winterpause

Groß ist sie, die Unzufriedenheit im Umfeld des SV Waldhof Mannheim. Nur 19 Punkte und Tabellenplatz acht nach einem Drittel der Saison ist nicht das, was sich die Fans im Vorfeld erhofft hatten. Und auch die Verantwortlichen waren von deutlich mehr ausgegangen, als wenige Wochen vor der Winterpause bereits zehn Zähler hinter Rang zwei zu liegen. Und dennoch: "An unseren ambitionierten Zielen halten wir fest und rücken nicht davon ab", sagte Trainer Christian Neidhart auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag.

Für die letzten vier Partien in diesem Jahr (Dresden, Halle, Zwickau, Oldenburg) habe man sich "intern Ziele gesetzt", ließ der 54-Jährige durchblicken. Wie diese genau aussehen, darauf wollte der gebürtige Braunschweiger nicht näher eingehen, sagte aber: "Wir sind nicht so vermessen, dass wir glauben, aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause mal eben zwölf Punkte holen zu können. Das wäre totaler Quatsch." Dennoch soll zumindest der Abstand zu Platz drei von derzeit sechs Zählern verkürzt werden. Vor diesem Hintergrund ist ein Sieg im Verfolgerduell mit Dynamo Dresden am Samstag fast schon Pflicht.

Doch angespannt wirkte der 54-Jährige zumindest nach außen hin nicht, zudem betonte er – auch im Hinblick auf seine eigene Zukunft: "Ich verspüre keinen Druck, sondern volles Vertrauen, weil ich im regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen bin." Sowohl Präsident Bernd Beetz als auch Sportchef Tim Schork hatten Neidhart zuletzt den Rücken gestärkt und die aufkeimende Trainerdiskussion im Keim erstickt. "In der täglichen Trainingsarbeit ist es kein Thema, was außen herum passiert", so Neidhart. "Wir fokussieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Das sind die Spiele am Wochenende, und da wollen wir alle anpacken, damit wir die Wende schaffen."

"Vollstes Vertrauen" in Gohlke

Ohnehin sieht Mannheims Coach den Druck vor dem Spiel am Samstag auf beiden Seiten, da auch Dynamo eine "klare Zielsetzung" verfolge, als Top-Favorit auf den Aufstieg derzeit aber nur zwei Punkte vor Mannheim liegt. Mit einem Sieg könnte der SVW an den Sachsen vorbeiziehen. Dazu setzt der Coach darauf, dass sein Team an die letzten 60 Minuten aus der Partie gegen Essen anknüpft. "Nachdem die Phase bis zur 30. Minute sehr unglücklich war, lief es danach so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, dass sie sich gefangen hat."

Verzichten muss Neidhart neben den verletzten Marco Höger (Kreuzbandriss), Malte Karbstein (Bänderdehnung) und Adrien Lebeau (muskuläre Probleme; steigt am Freitag wieder ins Training ein) auch auf Spielführer Marcel Seegert (Gelb-Rot). Wer die Kapitänsbinde tragen wird, ließ der Übungsleiter noch offen. Einen zweiten Kapitän gibt es nicht, sodass jemand aus dem Mannschaftsrat die Rolle ausüben wird. Infrage kommen somit Marc Schnatterer, Bentley Baxter Bahn und Dominik Martinovic.

Eine Startelf-Garantie gab es unterdessen für Gerrit Gohlke, der gegen Essen beide Gegentore verschuldet und sich über seine anschließende Auswechslung ziemlich geärgert hatte. "Er genießt unser vollstes Vertrauen. Für die Außendarstellung war sein Wutausbruch sicher nicht gut, aber er hat inzwischen eingesehen, dass er nicht seinen besten Tag hatte und sich mittlerweile entschuldigt, dass er nach der Auswechslung die halbe Bank zerlegen wollte". 8.500 Tickets (darunter 1.200 in Dresden) sind bislang verkauft. Ob sie den siebten Heimsieg im achten Spiel bejubeln können? Im Falle einer erneuten Niederlage könnte die Stimmung endgültig kippen.

   

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