"Von allen zu wenig": Deutliche Worte beim Waldhof nach 1:3-Pleite

Mit einem Sieg beim VfB Stuttgart II hätte der SV Waldhof Mannheim womöglich nochmal oben anklopfen können, doch nach der 1:3-Niederlage brauchen die Buwe erstmal nicht mehr in Richtung Aufstieg zu schauen. Zumal die Leistung in der ersten Halbzeit alles andere als aufstiegstauglich war. Entsprechend deutlich fielen die Reaktionen der Beteiligten aus. Sorgen gibt es um Stammkeeper Nijhuis.

"Viel zu körperlos"

Er hatte nach 73 Minuten zumindest den Ehrentreffer für die Buwe erzielt, Felix Lohkemper. Doch freuen konnte sich der Stürmer darüber im "MagentaSport"-Interview nach Spielende nicht, und es war ihm auch egal, ob der Treffer nachträglich womöglich als Eigentor von Stuttgarts Groiß gewertet wird. Zu enttäuschend war der Auftritt im ersten Durchgang. "Wenn wir so auftreten, gewinnen wir kein Spiel in dieser Liga", schimpfte Lohkemper. "Wenn man ehrlich ist, hätte der VfB das Spiel schon viel früher zumachen können." In der Tat waren die Buwe mit dem 0:3 zur Pause noch recht gut bedient, Chancen auf weitere Treffer der überaus spielfreudigen Stuttgarter waren vorhanden.

"Wir hatten zu viele Spieler, die überhaupt nicht auf dem Platz waren und viel zu körperlos gespielt haben", fand auch Trainer Luc Holtz klare Worte und kritisierte vor allem das Verhalten in den Zweikämpfen – besonders vor dem 0:3. "Da waren wir kopflos und sind ins Pressing gegangen, was nicht so geplant war." Dabei hatte der Luxemburger im Vorfeld der Partie noch vor der hohen Qualität der Stuttgarter mit dem Ball gewarnt. "Sie waren gedanklich sehr schnell. Wir hatten große Probleme und waren zu langsam. Und wenn du keine Zweikämpfe führst, dann wird es sehr schwierig, Punkte zu holen."

"Müssen an unserer Konstanz arbeiten"

Während Holtz nach der Pause von einer "sehr guten Reaktion" seiner Mannschaft sprach, da diese "mehr Körperlichkeit" reingebracht habe, fand Lohkemper deutlich kritischere Worte: "Wir haben dann am Spiel teilgenommen. Mehr aber auch nicht." Vor allem die eingewechselten Spieler – allein mit Beginn des zweiten Durchgangs hatte Holtz dreimal gewechselt – brachten neuen Schwung. Zu mehr als dem Ehrentreffer reichte es jedoch nicht. Weil gleich vier Spieler, darunter Stammkräfte wie Kapitän Lukas Klünter, gesperrt waren? "Das darf keine Ausrede sein. Es war von allen 15 Spielern, die auf dem Platz standen, zu wenig", bemängelte Lohkemper und schloss sich auch selbst darin ein.

"Wir müssen an unserer Konstanz arbeiten", forderte der Angreifer. "Wir waren in einer guten Phase und haben drei ordentliche Spiele gemacht. Deshalb verstehe ich nicht, wie wir dann so eine erste Halbzeit spielen können." Das, was sich der Waldhof zuletzt aufgebaut habe, sei nun wieder verpufft. Mit einem Sieg wäre Mannheim vorerst bis auf vier Zähler an den Relegationsplatz herangerückt, nun bleibt es bei sieben Zählern Abstand, der im Laufe des Spieltages noch weiter anwachsen könnte. Entsprechend brauchen die Buwe, die zuletzt dreimal in Folge ungeschlagen geblieben waren, die Blicke vorerst nicht mehr nach oben richten.

Sorgen um Nijhuis

Dennoch soll im Heimspiel gegen Alemannia Aachen am nächsten Sonntag eine Reaktion erfolgen. Ob Stammkeeper Thijmen Nijhuis dann wieder im Tor stehen wird, ist noch offen. Der Niederländer musste zur Pause raus, nachdem er umgeknickt war. Eine genaue Diagnose gab es nach Spielende noch nicht. Die Verletzung des 27-Jährigen passte aber zu einem gebrauchten Abend der Buwe.

   

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