Viktorias Aprilscherz: Heimspiele in der Lanxess-Arena

Viktoria Köln wird seine Heimspiele der kommenden Saison in der Lanxess-Arena austragen – mit dieser Meldung sorgte der Aufsteiger am Mittwochvormittag für Aufsehen. Doch der Blick auf das heutige Datum verriet: Es handelt sich natürlich um einen Aprilscherz.

Fußball in einer Halle

Es sind schwere Tage, die die Welt aufgrund der Coronakrise derzeit durchlebt. Da kommt ein guter Aprilscherz zum Schmunzeln gerade recht – das Potenzial dazu bietet die Meldung der Viktoria ohne Frage. So habe man sich für einen Umzug in die Lanxess-Arena entschieden, da der Einbau der Rasenheizung aufgrund der aktuellen Situation nicht fristgerecht zur neuen Saison fertiggestellt werden könne.

Dass die Lanxess-Arena kein Fußballstadion, sondern Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionshalle ist, stellt offenbar kein Problem dar: "Damit ein Fußballfeld in die Arena passt, wird für jedes Heimspiel der Viktoria ein spezieller Grasboden verlegt. Dieser wird am oberen Ende des Unterrangs positioniert." Über diesen Weg soll die Halle Platz für 13.000 Fans bieten. "So können wir die Kosten für den Bau einer Rasenheizung sparen und 3.000 Zuschauer mehr unterbringen", erklärt Geschäftsführer Axel Freisewinkel die vermeintlichen Vorteile. "Der Platz unterhalb des Spielfeldes, das von einer riesigen Stahlkonstruktion getragen wird, soll als zusätzlicher Kabinentrakt für Ballkinder, Helfer, TV-Technik und Spieler dienen."

Grünes Licht vom DFB

Seitens des DFB habe es sogar bereits grünes Licht für den Austragungsort in Deutz gegeben, scherzen die Kölner. Und auch die Verantwortlichen der Arena freuen sich laut der Mitteilung auf die Zusammenarbeit mit dem Drittligisten: "Egal ob beim Eishockey, Handball, Basketball, Boxen oder Darts – wir waren immer ein guter Gastgeber. Dass jetzt die Austragung von Fußballspielen hinzukommt, ist gigantisch", so Stefan Löcher.

Wem der Aprilscherz bis hier hin noch aufgefallen ist, sollte spätestens bei folgender Aussage stutzig werden: Denn laut Löcher sei es möglich, "dass freitags die Kölner Haie in der DEL antreten, am Samstag die Viktoria auf Rasen spielt und sonntags ein Konzert stattfindet." Ein aus organisatorischen Gründen mehr als unrealistisches Unterfangen.

Problem droht tatsächlich

Doch bei aller Scherzerei: Tatsächlich ist aufgrund der aktuellen Lage ungewiss, ob die Rasenheizung im Stadion Höhenberg wie geplant im Sommer eingebaut werden kann. "Wir haben derzeit eine außergewöhnliche Situation und können den Auftrag für die Rasenheizung nicht termingenau vergeben", sagte Freisewinkel Mitte März. "Deshalb werden wir auf den DFB zugehen, um gemeinsam nach einer Lösung im Rahmen des Zulassungsverfahrens zu suchen." Möglicherweise wird der DFB den Kölnern entgegenkommen. Sicher ist aber: In die Lanxess-Arena werden die Kölner nicht umziehen.

   
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