Viktoria vor Start: "Rostock wird keine Kaffeefahrt"

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Am Samstag (14 Uhr) ist es endlich so weit. Viktoria Köln startet nach mehreren vergeblichen Anläufen in den letzten Jahren in das Abenteuer 3. Liga. Mit Hansa Rostock wartet gleich ein Highlight auf die Elf von Trainer Pavel Dotchev.

Euphorie hält sich noch in Grenzen

Von einer unglaublichen Euphorie und Vorfreude ist in Köln bislang jedoch noch wenig zu spüren. Gerade einmal 290 Dauerkarten gingen vor Saisonbeginn über die Ladentheke, was aber auch daran liegt, dass es mit Fortuna und vor allem dem 1. FC Köln zwei weitere große Vereine in der Stadt gibt, wo bekanntlich insbesondere der FC die großen Massen anzieht. Eine schwierige Situation also für die Viktoria, die das Kapitel 3. Liga dennoch selbstbewusst angeht. Trainer Pavel Dotchev gab gegenüber der "Kölnischen Rundschau" zu Protokoll, dass die Qualität für den Klassenerhalt reiche. Höhere Ziele wird man in Köln auch nicht aussprechen. Mit einem laut Gesamtmarktwert von etwas über vier Millionen Euro lassen die Kölner mit der SG Sonnenhof Großaspach, dem SV Waldhof Mannheim und dem Chemnitzer FC auch nur drei Vereine hinter sich, sodass das Ziel Klassenerhalt äußerst realistisch gesteckt wurde. Auch wenn das sicher ein harter Kampf wird, so hat die Viktoria dennoch das Zeug, für einige Überraschungen zu sorgen.

Wie kein Zweiter steht wohl Kapitän Mike Wunderlich für Viktoria Köln, für den das Spiel gegen Hansa Rostock sicherlich ein ganz besonderes Highlight sein wird. All die Jahre hat der 33-Jährige die knapp verpassten Aufstiege miterlebt und zählte in jedem Jahr zum Stamm der Mannschaft. Auch in Liga drei hat Trainer Dotchev entschieden, dass Wunderlich Kapitän bleiben wird und die Mannschaft weiter anführen soll.

Dotchev hofft auf guten Start

Viel Eingewöhnungszeit bleibt der Viktoria aber nicht. Es wird wichtig sein, von Beginn an gut aus den Startlöchern zu kommen, um schon am Anfang die wichtigen Punkte zu sammeln. So skizzierte auch Dotchev seine Hoffnungen auf einen guten Start gegenüber dem "Express": "Wir dürfen den Start nicht versäumen und in der Tabelle nach unten rutschen. Es zehrt sehr, das ganze Jahr gegen den Abstieg zu kämpfen. Das wollen wir unbedingt vermeiden."

Für den 53-Jährigen stellt die Partie gegen Rostock auch persönlich ein Highlight dar, wurde er doch erst im Januar diesen Jahres von seinen Aufgaben als Cheftrainer der Kogge entbunden. Dennoch macht Dotchev klar, dass er bei seiner Rückkehr ins Ostseestadion keine Gastgeschenke verteilen will: "Wir fahren nicht nach Rostock, um eine Kaffeefahrt zu absolvieren. Wir wollen Punkte mitnehmen." Gelingt Dotchev und der Viktoria das, so kann man wohl von einer gelungenen Premiere in der 3. Liga sprechen. Zu was es am Ende reicht, werden die Kölner aber erst am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr erfahren, wenn das erste Spiel von Viktoria Köln in der dritthöchsten Spielklasse schon wieder Geschichte sein wird.

   

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