VfR Aalen: Pokal-Aus kostet Nerven und Geld

Aus der Traum von der DFB-Pokal-Teilnahme. Mit 3:6 nach Elfmeterschießen verlor der VfR Aalen schon im Viertelfinale des Pokals gegen den Regionalligisten SSV Ulm. Mehr noch als die Niederlage an sich schien Trainer Peter Vollmann nach dem Spiel verärgert über die Einstellung einiger Spieler.

Aalen kassiert späten Ausgleich

"Nach dem 2:1 haben meine Spieler wohl gedacht, wir sind durch", sagte Peter Vollmann der "Schwäbischen Post". Dieser zwischenzeitliche Aalener Führungstreffer durch Gerrit Wegkamp fiel in der Verlängerung, es lief bereits die 114. Minute. In der regulären Spielzeit hatte Ardian Morina (47.) Ulm in Führung gebracht, nur durch ein Eigentor von Michael Schindele kam Aalen zum Ausgleich (61.).Viele im Stadion rechneten nun damit, der klassenhöhere VfR werde den Sieg in den letzten Minuten locker runterspielen, doch weit gefehlt. "Dann machen wir aus einer ganz einfachen Situation, in der wir den Ball nur nach vorne spielen müssen, eine komplizierte", ärgerte sich Vollmann über den kaum noch für möglich gehaltenen Ulmer Ausgleich durch Thomas Rathgeber in der 117. Minute.

Chance leichtfertig vertan

Und als wäre das nicht ärgerlich genug, zeigte Aalen im Elfmeterschießen Nerven und verlor das Spiel noch, weil Robert Müller und Thomas Geyer viel zu lässig schossen. "Ich habe es extra noch gesagt, dass wir die Elfmeter aggressiv schießen müssen, aber wir schieben sie nur", schimpfte Vollmann nach Spielende. Damit steht fest, dass der DFB-Pokal in der neuen Spielzeit ohne Aalen stattfinden wird, dem chronisch finanzschwachen Klub gehen mindestens 115.000 Euro Einnahmen durch die Lappen. Über die Liga kann sich der Tabellenzehnte nicht mehr qualifizieren, der Weg über den Landespokal schien vergleichsweise einfach, doch der VfR scheiterte. Stattdessen heißen die vier Halbfinalisten nun: SGV Freiberg, TSV Ilshofen, SG Sonnenhof Großaspach und SSV Ulm. Da wäre mehr drin gewesen.

Wegkamp bekommt den Frust ab

Nach dem Abpfiff bahnte sich die Enttäuschung ihren Weg, auch bei den mitgereisten Fans. Sie pfiffen und einige ließen sich nach Informationen der "Schwäbischen Post" sogar dazu hinreißen, Angreifer Wegkamp Bier ins Gesicht zu schütten – die Nerven liegen blank. Es wird spannend zu beobachten, ob sich der VfR Aalen bis zum nächsten Samstag berappelt. Dann muss das Team von der Ostalb den weiten Weg nach Jena auf sich nehmen.

   

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