VfL-Pyroshow stößt auf Kritik – FCM droht erneute Geldstrafe

Eine Pyroshow im VfL-Block vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg hat beim VfL Osnabrück sowie bei der Polizei für scharfe Kritik gesorgt. Auch der DFB hat die verbotene Aktion zur Kenntnis genommen und wird in Kürze eine Geldstrafe aussprechen. Mit dieser muss abermals auch der 1. FC Magdeburg rechnen, nachdem ein Anhänger eine Leuchtfackel zündete und diese anschließend auf das Spielfeld warf. Auch vor und nach dem Spiel zeigten sich einige FCM-Fans nicht von ihrer besten Seite.

"An Dreistigkeit kaum zu überbieten"

Bevor es zur umstrittenen Pyroshow gekommen war, präsentierten die Fans in der VfL-Fankurve eine sehenswerte Choreo mit einem 600 Quadratmeter großen Banner. Anschließend zogen die Anhänger jedoch eine Blockfahne hoch, vermummten sich darunter und zündeten etwa 30 bis 40 Bengalos. Mit dieser Aktion feierte die Gruppe "Inferno Ultra Jugend" ihr 10-jähriges Bestehen. Dem VfL Osnabrück war unterdessen nicht zum feiern zumute: "Für uns ist das ein Rückschlag in unserem Bemühen um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Fanszene", so VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Mehrmals seien die Fans darauf aufmerksam gemacht worden, im Rahmen der Choreo keine Pyrotechnik zu verwenden. "Wir haben darauf vertraut, dass es dabei bleibt, und sind enttäuscht worden", führt Wehlend weiter aus. Auch die Polizei zeigte sich enttäuscht: "Aus unserer Sicht ist es unverantwortlich und an Dreistigkeit kaum zu überbieten, dass dennoch gezündelt wurde", erklärt Einsatzleiter Alexander Meyer in der Zeitung und kündigte die Auswertung von Video-Material an. Ob die Täter tatsächlich ermittelt werden können, ist jedoch offen. Sicher ist unterdessen, dass der VfL Osnabrück mit einer hohen Geldstrafe rechnen muss. Der Kontrollausschuss des DFB wird in Kürze seine Ermittlungen aufnehmen.

Polizei stellt Drogen sicher – Mehrere Festnahmen

Dieser wird sich dann abermals auch mit dem 1. FC Magdeburg beschäftigen müssen: In der 51. Minute wurde im Gästeblock eine Leuchtfackel gezündet (Foto unten) und anschließend auf das Spielfeld geworfen. Erst vor zwei Wochen ist der Aufsteiger aufgrund diverser Vorfälle zu einer Rekord-Strafe in Höhe von 40.000 Euro verurteilt worden. Nun kommt auf den FCM eine weitere Strafe zu, mit der die Spitzenposition in der Strafentabelle (46.000 Euro) weiter ausgebaut werden wird. Immerhin: Die Polizei geht davon aus, den Täter, der wohl zur Hooligan-Szene des BFC Dynamo gehört, mittels Video-Aufzeichnungen ausfindig machen zu können. So kann der Verein die Strafe später auf ihn umlegen.

Auch vor und nach dem Spiel hatten sich einige FCM-Anhänger nicht im Griff: 18 Straftaten wurden erfasst, darunter Beleidigungen, Raub und versuchte Körperverletzungen. Wie die "NOZ" berichtet, mussten vor Anpfiff zudem zwei Magdeburger in Gewahrsam genommen werden. Darüber hinaus wurde bei den Einlasskontrollen eine geringe Menge an Drogen sichergestellt. Nach dem Spiel nahm die Polizei vier weitere Anhänger fest, die zwei VfL-Fans beraubt hatten. Nach der Wiederankunft in Magdeburg war es nach Polizeiangaben zudem zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Beamten und einigen Fans gekommen. Verletzt wurde zwar niemand, dennoch musste die Polizei Pfefferspray einsetzen. Es werden Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch erstellt.

   

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