VfL Osnabrück: Mutiges Offensivspiel wird belohnt

4:1 gegen Aalen! Der VfL Osnabrück hat erneut seine Heimstärke unter Beweis gestellt und sich für einen engagierten und mutigen Auftritt selbst belohnt. "Die mannschaftliche Geschlossenheit“, so Trainer Daniel Thioune, mit der man nach dem Rückstand zurückgekommen sei, sei besonders hervorzuheben.

Offensive Stärke überdeckt defensive Mängel nicht immer

Dem VfL war von Anfang an anzumerken, dass er unbedingt gewinnen wollte. Zu Beginn fehlte es allerdings noch an Kreativität und Durchsetzungsvermögen, um wirklich gefährliche Torszenen zu erspielen. Bei aussichtsreichen Freistößen zentral vor dem Aalener Tor kam dann noch eine Menge Pech dazu, als Marcos Alvarez zweimal Aluminium traf. Der Gegentreffer durch Aalens Schorr traf die Niedersachsen aber dennoch nicht unverdient. Trotz optischer Überlegenheit der Lila-Weißen waren die Schwaben durch Konter stets gefährlich und hätten bereits deutlich früher in Führung gehen können. In vielen Situationen entstand der Eindruck, die Osnabrücker Abwehr könnte jederzeit von einer gezielt ausgeführten Aalener Offensivaktion ausgehebelt werden. Die Zuordnung stimmte häufig weder zentral, noch auf den Außenbahnen.

Nach dem Rückstand verfiel der VfL aber nicht in Lethargie, sondern bewies Moral. "Die Reaktion nach dem Rückstand war beeindruckend, das hat so in den letzten Wochen nicht geklappt“ analysierte Mittelfeldspieler Ahmet Arslan nach dem Spiel und wurde durch Mitspieler Marcel Appiah bestätigt: "Wir mussten uns nach dem 0:1 kurz sammeln, haben aber trotzdem offensiv strukturiert weitergespielt“. Zielstrebige Aktionen, nun vermehrt über die rechte Angriffsseite, waren die Folge, womit die Pausenführung durch Treffer von Marc Heider und Marcos Alvarez per Strafstoß verdient war.

Osnabrücker spielen sich in einen Rausch

In der zweiten Halbzeit knüpfte der VfL Osnabrück da an, wo er vor der Pause aufgehört hatte und wurde erneut belohnt. Bashkim Renneke und Emmanuel Iyoha erhöhten völlig verdient. Für den absoluten Siegeswillen der Mannschaft spricht auch, dass die Osnabrücker gar nicht daran dachten, beim 4:1 aufzuhören. Heider, Iyoha und Arslan hätten durchaus für einen noch höheren Sieg sorgen können. Auch wenn das vielleicht zu viel des Guten gewesen wäre.

Einig waren sich die Osnabrücker im Anschluss an die Partie über den Wert des Sieges. "Die Reaktion der Mannschaft und der Zuschauer zeigt, dass die drei Punkte gut tun und es ein Schritt in die richtige Richtung ist, mehr aber auch nicht", versucht Marcel Appiah das Geschehen einzuordnen und auch sein Trainer pflichtet ihm bei: "Ich bin sehr zufrieden, weiß es aber auch einzuschätzen“. Auch im letzten Heimspiel gelang ein hoher Sieg, gefolgt von einer fast ebenso hohen Niederlage. Arslan verdeutlichte, dass die Mannschaft den Ernst der Lage erkannt habe und beteuert, die Mannschaft habe "den Abstiegskampf angenommen", fahre aber "nicht nach Jena, um dort zu verlieren". Spätestens nach Freitagabend ist klar, dass die Mannschaft intakt und bereit ist zu kämpfen.

 

 
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