VfL Osnabrück: Tütings Rückkehr zu seiner alten Wirkungsstätte

Bereits von der C-Jugend an bis 2007 lief er im lila-weißen Trikot auf, kämpfte sich von der zweiten Mannschaft bis in den festen Bestandteil des drittklassigen Regionalliga-Teams hoch. Mit seinem darauffolgenden Wechsel an die Ostsee schnupperte bei Hansa Rostock ein wenig Bundesliga-Luft, ehe es ihn zum 1. FC Magdeburg und Chemnitzer FC zog, von dem aus er letztlich zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger SV Sandhausen wechselte. Die Rede ist von der Last-Minute-Verpflichtung des VfL Osnabrück – Simon Tüting.

Kontakt nach Osnabrück schon länger vorhanden

Der Kontakt kam zunächst über Sportkoordinator Lothar Gans zustande, wie der 28-Jährige im Gespräch mit liga3-online.de berichtet: "Da ich ihn seit 15 Jahren kenne, waren wir seit längerer Zeit in Kontakt.“ Es folgten weitere Gespräche mit dem Trainer, die ihn überzeugten aus der Zweiten Liga zu einem ambitionierten Drittligisten zu wechseln, den er aus früheren Zeiten noch gut in Erinnerung hatte. "Besonders in Erinnerung ist mir natürlich der Aufstieg in die 2. Liga im Jahr 2007. Das war ein besonders schöner Tag für mich und den Verein.“ In den nächsten zweieinhalb Jahren, die sich der 28-Jährige an den VfL gebunden hat, würde er dieses Erlebnis zu gerne wiederholen. "Mittelfristig möchte ich natürlich mit dem VfL wieder in die 2. Liga, aber das ist ein langer Weg.“ Aufgrund finanzieller Engpässe und Etatkürzungen ist eine Rückkehr in die 2. Liga keine Selbstverständlichkeit, dennoch ist die Ausgangslage der Lila-Weißen bisher ordentlich. "Aufsteigen ist immer besonders, egal wo und in welche Liga. In diesem Stadion mit den Fans wäre es sicher nochmal ein Highlight.“ Welche Rolle Tüting in den kommenden Wochen spielen wird, ist noch unklar. Die geschichtsträchtige Rückennummer 10, die künftig sein Trikot zieren wird, verrät, dass der Mittfeldspieler sicher nicht gekommen ist, um auf der Bank Platz zu nehmen. "Natürlich ist mein Anspruch zu spielen, aber ich werde erstmal mit dem Training starten und alles andere wird sich die Tage zeigen“, so der Mittelfeldmann, der die Vorbereitung in Sandhausen nicht vollständig absolvieren konnte.

Tüting stand auch im Fokus des SC Preußen Münster

Seine Erfahrung aus 51 Zweit- und 37 Drittligaeinsätzen soll den Osnabrückern helfen, noch einmal vorne anzugreifen. VfL-Trainer Maik Walpurgis zeigte sich sehr zufrieden, dass der Vertrag bei Sandhausen kurz vor Ende der Frist aufgelöst werden konnte und der Transfer somit rechtzeitig über die Bühne ging. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte er die aktuelle Marschroute: "Unser Weg ist eindeutig und heißt ,Wir sind die Osnabrücker‘, und in das Trikot gehören Osnabrücker Jungs. Simon kommt aus der Region, ist im Verein aufgewachsen und identifiziert sich mit dem VfL.“ Auch Coach Ralf Loose vom Konkurrent aus Münster hatte Tüting auf dem Zettel, der Verein entschied sich allerdings kurz vor dem Derby gegen Osnabrück anderweitig.

   
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