VfL Osnabrück – Jetzt erst recht an die Spitze!

Was wurde nicht alles geredet, spekuliert und von Experten befürchtet, wie die Saison des VfL Osnabrück laufen könnte. Zu schwer würden die Abgänge von Riemann, Fischer, Beermann, Manno, Piossek, Staffeldt und Zoller den Niedersachsen auf der Brust liegen. Zumal all diese Spieler in der vergangenen Saison Leistungsträger bei den Osnabrückern waren. Dazu kamen nach den aufgeworfenen Fragen rund um den Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz die großen finanziellen Sorgen um den Verein. Doch nach drei Spieltagen steht der VfL an der Tabellenspitze und nur aufgrund der erzielten Tore hinter dem SV Wehen Wiesbaden!

Effektiv und unüberwindbar

Einen solch furiosen Auftakt hätte man sich bei den Niedersachsen wohl nicht träumen lassen. Nicht nur, dass man alle drei Spiele souverän gewinnen konnte, u.a. beim hochgehandelten Chemnitzer FC, man gewann sogar alle drei Spiele in der Liga und das Pokalspiel gegen Erzgebirge Aue ohne einen einzigen Gegentreffer. Eine wahrlich starke Bilanz. Towart Fernandes konnte sich meistens voll und ganz auf seine Abwehr verlassen und wenn nicht, war er selbst zur Stelle, um die Gegentore zu verhindern. Das Abwehrzentrum um Pisot und Neumann ist dabei nicht nur hinten sicher, sondern auch torgefährlich, wie sich am vergangenen Spieltag in Darmstadt zeigte. Noch dazu ist die neu aufgebaute Offensive um Andreas Spann und Adriano Grimaldi ebenso schlagkräftig wie die der vergangenen Saison. Gerade Neuzugang Spann konnte in den ersten Spielen überzeugen. Und wenn es bei den beiden mal nicht läuft, oder Grimaldi für mehrere Wochen pausieren muss, trifft eben Mittelfeldmann Dániel Nagy.

Walpurgis will Spiel ohne Stars

Dieses System kann nur funktionieren, da Trainer Maik Walpurgis seinen Spielern die Mentalität seiner Zeit aus Lotte entgegengebracht hat. Es gibt in der Mannschaft keine Stars oder herausragende Spieler wie in der vergangenen Saison. Vielmehr fungiert das Team als Einheit und geht jedem Zweikampf auch für den schon überlaufenen Mitspieler nach. Dazu kommt die Erfahrung der gesetzten Spieler und die enorme Energie der Neuzugänge und Jungspunde, die sich endlich beweisen wollen. Genau deshalb ist der VfL auch in der Lage soweit oben mitzuspielen und sollten sie diesen Teamgeist halten können, dürfte sich daran auch in der nächsten Zeit nicht viel ändern!

Foto: Flohre Fotografie

   
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