VfL: Muntere Gesprächsrunde mit Spielern und Fans vor Derby

Am Dienstagabend versammelten sich rund 50 interessierte VfL-Fans, um mit einigen Spielern über das anstehende Derby beim SC Preußen Münster ins Gespräch zu kommen. Stürmer Adriano Grimaldi, Abwehrmann Alexander Dercho und der langzeitverletzte Verteidiger Paul Thomik stellten sich den Fragen der Anhänger und es entwickelten sich Diskussionen, die auch über das Prestigeduell am Samstag hinaus gingen. Zunächst rückte die hohe Bedeutung des Aufeinandertreffens in den Fokus, wobei die Trainingswoche sich laut Grimaldi wie immer gestalte und mit besonderen Maßnahmen gegenüber anderen Partien eher eine Blockade entstehen und der Druck ansteigen könne. Der Vorsitzende der Fanabteilung, Daniel Dincher erklärte,  dass er in einem Auswärtssieg die Chance auf einem enormen Schub sehe, der dem Team für den Saisonendspurt viel Selbstvertrauen einbringen könne. Der hohe Stellenwert des polarisierenden Nachbarschaftsduells für die Fans sei dem Team bewusst, so die drei gut gelaunten Akteure auf dem Podium.

Unmut über Verbot von Fanutensilien

Bitter aufgestoßen ist den Fans, dass die Polizei Münster das Mitbringen von Fahnen und Bannern in Rücksprache mit dem Verein verboten hat. Christoph Ehrenberg, Interimspräsident des VfL Osnabrück, äußerte seinen Unmut und erklärte, dass dies nicht im Sinne des Kurses sei, den der VfL seit einiger Zeit eingeschlagen habe. Als im Verlauf das Thema Vertragsgespräche aufgespannt wurde, ließ der 27-Jährige Linksverteidiger Dercho verlauten, dass im Rahmen des Münsterspiels ein Treffen seines Spielerberaters mit Sportkoordinator Lothar Gans stattfinden wird. Er betonte, wie wohl er sich in Osnabrück und beim VfL fühle, machte aber gleichzeitig auch deutlich, dass man es einem Fußballer nicht übel nehmen sollte, wenn er ein ansprechendes Angebot eines anderen Vereins annehme. Auch Grimaldi und Thomik bekundeten ihre Verbundenheit mit dem Klub und verkündeten, dass es kein mannschaftsinternes Saisonziel gebe. Dercho merkte jedoch an, dass er im Falle einer erneuten Relegation endlich den Fluch von Dresden besiegen möchte, gegen die Osnabrück bereits zwei Mal den Kürzeren zog. Nebenbei fiel auch der ein oder andere Scherz über Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz und seinem Schützling Gaetano Manno, die sich beide einen Abschied mit Beigeschmack leisteten. Am Ende waren sich alle einig: Am Samstag soll der Derbysieg nach zuletzt vier Duellen ohne "Dreier" wieder nach Osnabrück geholt werden.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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