VfL besiegt Cottbus spät – Erster Sieg für SVWW und FWK

Der VfL Osnabrück kann sich über den ersten Saisonsieg freuen. Bei Energie Cottbus setzte sich die Elf von Interimstrainer Joe Enochs am Dienstagabend zum Auftakt des 4. Spieltages in der Nachspielzeit mit 2:1 durch. Auch Wehen Wiesbaden (3:1 gegen Bremen II) und die Würzburger Kickers (2:0 gegen Stuttgart II) gingen erstmals in dieser Saison als Sieger vom Platz. Kiel und Köln trennten sich 2:2.

Osnabrück dreht Spiel in Überzahl

Beide Teams legten ordentlich los, Cottbus konnte sich aber schon unmittelbar nach dem Anstoß ein optisches Übergewicht erarbeiten. Bereits nach sechs Minuten hatte Breitkreuz nach einem Fehler von VfL-Keeper Schwäbe das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am selbigen. Vier Zweigerumdrehungen später stand erneut Breitkreuz im Fokus, der eine Flanke von Michel nur knapp am Pfosten vorbeisetze. Von Osnabrück, bei denen Joe Enochs als Interimstrainer für den am Montag entlassenen Maik Walpurgis an der Seitenlinie stand, ging in den ersten Minuten keine Gefahr aus. So war es verdient, als die Lausitzer in der 32. Minute durch Patrick Breitkreuz in Führung gingen – der Stürmer beförderte eine Flanke von Mimbala ins Tor. Osnabrück brauchte einige Minuten, um wieder in die Partie zu finden. Drei Minuten vor der Pause schwächten sich die Hausherren nach einer gelb-roten Karte für Sven Michel dann allerdings selbst und mussten fortan in Unterzahl spielen. Osnabrück wurde in der Folge mutiger, kam aber zu keinen nennenswerten Chancen.

Mit Beginn des zweiten Durchgans stand Cottbus zunächst tief, Osnabrück machte das Spiel, gefährlich wurde dabei aber nicht. Für Torgefahr sorgte Cottbus in der 58. Minute wieder selbst, Schwäbe konnte einen Versuch von Zeitz aber gerade noch über die Latte lenken. In der Folge wurde die Partie aufgrund einiger Fouls hitziger. Die Gäste nutzten dies und kamen in der 74. Minute zum Ausgleich. Michael Hohnstedt vollendete einen allerdings fragwürdigen Freistoß nach einem vermeintlichen Handspiel mit dem Kopf im Tor. Energie raffte sich in Unterzahl noch einmal auf und hatte in der 81. Minute die Riesenchance zum 2:1, Kauko traf mit einem Kopfball jedoch nur den Osnabrücker Keeper. Kurz danach bot sich Legderwood die Chance, seine Direktabnahme kullerte allerdings am Tor vorbei. Eine Minute vor dem Ende hatte auch Osnabrück die große Chance in Führung zu gehen, Alavrez setzte den Ball nach einem Freistoß aber an den Pfosten. Der Endpunkt war dies aber noch nicht. In der Nachspielzeit sprang Halil Savran im richtigen Moment in eine Flanke und netzte zum 2:1-Endstand ein.

Kiel und Fortuna Köln trennen sich 2:2

Die Störche gaben vom Start weg den Ton an und hatten bereits nach 120 Sekunden die erste Chance, als Czichos nur knapp über das Tor zog. Kiel blieb das aktivere Team, aber auch Köln machte in der 16. Minute mit einem knappen Schuss über den Querbalken von sich reden. Vier Minuten später hatte Lewerenz das 1:0 für Kiel auf dem Fuß, kam jedoch einen Schritt zu spät. Die Hausherren bestimmten auch in der Folge das Spielgeschehen, das Tor fiel in der 25. Minute aber auf der anderen Seite. Marco Königs legte den Ball ohne Probleme an Jakusch vorbei. Kiel ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam nur vier Minuten später zum Ausgleich: Fabian Schnellhardt netzte aus spitzem Winkel ein. Danach entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen hüben wie drüben. Die beste hatte Julius Biada in der 41. Minute, als er nach einem Fehler von Czichos an Keeper Jakusch scheiterte. So blieb es zur Pause beim 1:1.

Nach Wiederanpfiff dauerte es bis zur 61. Minute, ehe wieder Torgefahr aufkam: Schmidt scheiterte mit einem Kopfball am glänzend parierenden Poggenborg. Kiel setzte weiter nach und wurde in der 66. Minute mit der Führung belohnt. Nach einer Ecke stieg Rafael Czichos am höchsten und köpfte zum 2:1 ein. Die Gäste aus der Kölner Südstadt gaben sich allerdings noch nicht geschlagen und antworteten zwölf Minuten vor dem Ende mit dem 2:2. Michael Kessel schob nach Vorlage von Biada zum Ausgleich ein. Die Störche wollten den erneuten Gegentreffer jedoch nicht auf sich sitzen lassen und warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, am Ende blieb es aber beim Remis.

3:1! Wiesbaden dreht Spiel gegen Bremen II

Die knapp 2.000 Zuschauern mussten sich in den ersten Minuten mit viel Leerlauf und ausbleibenden Torchancen zufrieden geben. Bezeichnend, dass der erste Schuss von Lorenz in der 21. Minute sein Ziel deutlich verfehlte. Sieben Minuten später wurde es dann aber doch gefährlich. Nach einem Schuss von Lorenz musste Duffner im Werder-Tor schon alles riskieren, um den Ball abzuwehren. Die Partie wurde nun ansehnlicher, in Minute 36 hatten auch die Gäste die erste Möglichkeit, Kolke konnte aber einen Mainka-Schuss blocken. Bis zur Pause änderte sich am Spielstand nichts mehr.

Der zweite Durchgang begann flott, Wiesbaden kam mit viel Druck aus der Kabine. Die Möglichkeiten von Mayer (47.) und Lorenz (51.) waren jedoch zu unplatziert. Der SVWW kam dem 1:0 nun aber immer näher, in der 62. Minute gingen jedoch die Gäste überraschend in Führung. Kolke konnte vor Mainka zwar erst noch retten, doch Manneh staubte ab – 1:0 für Bremen. Wiesbaden reagierte mit wütenden Angriffen und wurde in Minute 69 mit dem Ausgleich belohnt. Kevin Schindler netzte nach Vorlage von Mintzel ein. Die Hessen drehten nun auf und gingen in der 83. Minute in Führung. Kevin Schindler stand nach einer Ecke genau richtig – 2:1, Spiel gedreht. In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, da Werder nun alles nach vorne warf, der Treffer zum 3:1 durch Blacha in der Nachspielzeit machte den Heimsieg der Hessen aber perfekt.

Würzburg fährt ersten Sieg ein: 2:0 gegen Stuttgart II

Der Aufsteiger legte stark los, scheiterte aber zunächst am eigenen Unvermögen. Erst verzog Bieber aus aussichtsreicher Position (20.), dann verschoss der Stürmer einen Elfmeter (23.). Nach der Pause war zunächst der Gastgeber das bessere Team, doch die Tore fielen auf der anderen Seite. Dennis Russ (56.) und Rico Benatelli (79.) sorgten für den ersten Saison-Sieg der Würzburger.

   
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