Verlaat im Interview: "Fühlt sich wie ein Neuanfang an"

Im Interview mit liga3-online.de spricht 1860-Kapitän Jesper Verlaat über den neuen Trainer Argirios Giannikis, die Verarbeitung der schwachen Hinserie, Ziele für die Rückserie und den Start in das Pflichtspieljahr gegen den MSV Duisburg.

"Tabellenplatz entspricht definitiv nicht unserer Qualität"

liga3-online.de: Am Wochenende geht es wieder los. Wie groß ist die Vorfreude auf den Re-Start, Herr Verlaat?

Jesper Verlaat: Extrem groß – bei uns ging es ja zuletzt Schlag auf Schlag. Die Winterpause war ohnehin kurz, seit wenigen Tagen haben wir mit Argirios Giannikis einen neuen Trainer. Der erste Eindruck ist sehr gut, und wir können unser erstes gemeinsames Pflichtspiel kaum abwarten.

Die Hinserie des TSV 1860 war sicher alles andere als zufriedenstellend – auf Platz 15 sind es nur zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Wie bewerten Sie die erste Saisonhälfte?

Der Tabellenplatz entspricht definitiv nicht unserer Qualität. Mit unserem neuen Trainer wollen wir unsere Stärken wieder mehr zeigen und deutlich mehr Punkte holen. Aber es ist auch klar, dass nicht alles von heute auf morgen anders wird und wir uns in einem Prozess befinden.

Die abschließend vier Partien im letzten Kalenderjahr wurden verloren. Wie froh waren Sie über die Winterpause?

Das kann man in beide Richtungen drehen. Einerseits kam uns die Winterpause sicher recht, um uns neu zu sortieren und die Akkus wieder aufzuladen. Andererseits wäre es schöner gewesen, mit einem Erfolgserlebnis das Jahr zu beenden.

Ist die Hinserie in den Köpfen denn bereits vollständig abgehakt?

Ja, dahinter haben wir einen Haken gemacht. Der neue Trainer ist sicher ein Grund dafür. Es fühlt sich gerade vieles wie ein Neuanfang an, auch das hat bei der Verarbeitung der letzten Niederlagen geholfen.

 

Duisburg? "Es zählt nur der Sieg"

Worauf wird in den letzten Tagen vor dem Start in die zweite Saisonhälfte der Fokus gelegt?

Aktuell geht es darum, die Spielidee des neuen Trainers umzusetzen und schnell zu verinnerlichen. Zwar arbeiten wir erst wenige Tage mit Argirios Giannikis, aber eine klare Handschrift ist schon zu erkennen.

Wie sieht die Zielsetzung für die Rückserie aus?

Wir haben nach außen hin keine klaren Ziele formuliert, sondern möchten uns einfach Woche für Woche steigern und wieder konstanter Top-Leistungen abrufen. Beim Start gegen den MSV Duisburg wollen wir damit loslegen.

Die Partie gegen den Tabellenvorletzten MSV Duisburg ist ein brisantes Traditionsduell zu Beginn. Wie wichtig ist bereits die Jahreseröffnung für die anknüpfenden Wochen?

Wir hoffen, dass wir in diesem Spiel genügend Schwung für die folgenden Aufgaben mitnehmen können. Klar wäre ein Sieg für das Selbstvertrauen wichtig – speziell mit Blick auf die vergangenen Begegnungen in der Hinrunde.

Was erwarten Sie für eine Partie?

Eine sehr umkämpfte. Beide Teams sind unzufrieden mit der jetzigen Situation und wollen unbedingt einige Plätze klettern. Die Devise ist klar: Es zählt nur der Sieg, und es ist erst einmal nicht so wichtig, dabei auch fußballerisch zu glänzen. Es geht um die Basics und die Umsetzung eines klaren Matchplans.

   
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