Verl schließt wieder nach oben auf: "Bisschen die Last abgefallen"
Der SC Verl hat den Anschluss zu den Spitzenplätzen wieder hergestellt. Zum Ende der Englischen Woche gab es für die Ostwestfalen ein Erfolgserlebnis in Ingolstadt, wo der Sportclub einen knappen 2:1-Sieg einfahren konnte.
"Kontrolle ohne weitere Torchancen"
In den letzten Wochen lief es für den SC Verl nicht rund. Gerade auswärts zeigte sich die Mannschaft von Tobias Strobl überraschend anfällig, sodass drei Niederlagen und ein Unentschieden aus vier Spielen entstanden. Doch in Ingolstadt konnte Verl das Blatt wieder drehen – durch frühe Treffer von Marco Wörner (7.) und Berkan Taz (12.) sicherten sich die Ostwestfalen einen Sieg in der Fremde, der erst in der Nachspielzeit noch einmal wackelte. "Wir kommen heute sehr, sehr gut rein", fand daher auch Cheftrainer Strobl. "Man hat gemerkt, dass dann so ein bisschen die Last abgefallen ist."
Im Aufstiegskampf sah Verl wochenlang wie ein sicherer Kandidat aus, der aber mit dem Jahreswechsel ins Straucheln geriet. Obwohl die Ostwestfalen nach wie vor eine dominante Spielweise an den Tag legen. Bei den Schanzern stach diese Tugend wieder. "Wir wussten, dass die zweite Hälfte einen Tick offener werden wird. Ich finde trotzdem, dass wir die Kontrolle hatten ohne weitere Torchancen. Wir haben aber auch nichts zugelassen. Nur ist in der 80. Minute dann glar, dass so ein Spiel nochmal aufgeht", kommentierte Strobl den Drang, den der FCI nach vorne entwickelte. Am Ende verteidigte sich Verl zum knappen Sieg.
Verls magere Ausbeute im neuen Jahr
So stellt der SCV sein Konto auf 48 Punkte und springt in der Tabelle auf Platz 5 – ohne das Erfolgserlebnis am späten Sonntagabend hätte sich der Sportclub unverhofft auf dem achten Rang wiedergefunden, weil die Konkurrenten im Aufstiegskampf kaum etwas liegen ließen. Verl, das in der Hinrunde noch 35 Zähler in 19 Partien sammelte, steht in der Rückrunde nun bei 13 Punkten in neun Spielen.
Kein Grund zur Sorge für den Sportclub, doch unter den Aufstiegskandidaten ist das die niedrigste Bilanz. Zum Vergleich: Während Essen und Rostock beispielsweise auch nur 15 Punkte sammelten, holten Osnabrück (23), Wiesbaden (19) oder 1860 (18) mit wesentlich größerer Ausbeute deutlich auf, sodass das Aufstiegsrennen enger denn je wird. Schließlich fehlen auch Verl nur drei Punkte zu Platz 3. Die nächsten drei Punkte sollen am Sonntag gegen Schlusslicht Schweinfurt her.