Verl meldet sich zurück: "Haben den Kampf angenommen"

Der SC Verl hat im Kampf um den Klassenerhalt ein wichtiges Lebenszeichen gesetzt. Beim 3:1-Erfolg im Kellerduell gegen den TSV Havelse gelang der erste Sieg der Ostwestfalen unter Trainer Michél Kniat. 

"Irgendwann wirkst du unglaubwürdig"

Nach zuletzt acht sieglosen Spielen in Folge hat der SC Verl nach dem Erfolg gegen Havelse wieder berichtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt. Mit einer überzeugenden Vorstellung konnte der SCV nicht nur den eigenen Abstand zum rettenden Ufer auf einen Punkt minimieren, sondern gleichzeitig den Abstand zu einem Mitkonkurrenten vergrößern. Trainer Michél Kniat freute sich vor allem darüber, dass sich seine Mannschaft endlich belohnt hatte, "weil irgendwann wirkst du unglaubwürdig", sagte Kniat mit Blick auf die Vorwochen, in denen die Verler trotz guter Leistungen keine Zähler einfahren konnten. Nach drei Niederlagen unter seiner Führung zum Auftakt waren es, wie er im Anschluss an das Spiel bei "MagentaSport" zugab, drei Punkte, die seine Mannschaft "mitnehmen musste".

Der Fußballlehrer betonte die Wichtigkeit von offensiven Standardsituationen und freute sich über die "einfachen Tore". Der Führungstreffer der Verler war im Anschluss an einen weiten Einwurf erfolgt, "den wir genauso gestern noch im Training geübt haben", erzählte Kniat. Bereits während der gesamten Trainingswoche habe der 36-Jährige eine besondere Stimmung in der Mannschaft wahrgenommen. "Die ganze Leidenschaft die heute da war, da hat man auch schon in der ganzen Woche gemerkt. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und immer Charakter gezeigt", erläuterte Kniat seine Eindrücke.

"Ich kann jetzt nicht durchdrehen"

Besonders freute sich Kniat über die Rückkehr seines Spielers Daniel Mikic. Dieser feierte nach siebenmonatiger Verletzungspause in Folge eines Kreuzbandrisses sein Comeback und stand sofort in der Startelf. Der gelernte Innenverteidiger musste zwar auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld spielen, war aber mit seiner Zweikampfstärke trotzdem von Beginn an ein wichtiger Faktor. "Wir wussten, dass es nicht das schönste Spiel wird, aber wir haben den Kampf angenommen und darum ging es", freute sich Mikic und verteile ein "Riesenkompliment" an seine Teamkollegen. Gleichzeitig machte der 29-Jährige eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Wir wollen weiter punkten, um da unten rauszukommen. Wir wollen die Mannschaften vor uns überholen und nach Möglichkeit am Ende der Saison über dem Strich landen", sagte Mikic hoffnungsvoll.

Sein Trainer lobte Mikic zwar in den höchsten Tönen und nannte ihn "Führungsspieler, Leader und absolutes Vorbild", wusste den Erfolg aber richtig einzuordnen. "Ich kann jetzt nicht durchdrehen", sagte Kniat und blickte schon auf das kommende Spiel: "Die drei Punkte sind nur dann etwas wert, wenn du gegen Zwickau auch nachlegst." Nach der Länderspielpause treffen die Verler in der Benteler-Arena in Paderborn dann auf die Westsachsen.

   

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