Vanenburg: "Mir tut es leid, was bei 1860 passiert“

Über 20 Jahre nach seinem Engagement bei 1860 München verfolgt der frühere Stürmerstar Gerald Vanenburg das Geschehen bei den Löwen mit großer Besorgnis. Der ehemalige Europameister mahnte die Vereinsspitzen zu Geschlossenheit und – trotz aller erbitterter Konkurrenz – zum lernbereiten Blick auf den Erzrivalen Bayern München.

"1860 gehört in die Bundesliga“

"Mir tut es leid, was bei 1860 passiert“, zitiert "dieblaue24" Vanenburg aus dem 1860-Podcast "Radis Erben“: "Es ist ein sehr großer Verein. Aber oben müssen sie alle denselben Gedanken haben“, beklagt der 56-Jährige die anhaltenden Querelen bei den Blau-Weißen. Die triste Drittliga-Gegenwart schmerzt Vanenburg angesichts der glorreichen Vergangenheit seines Ex-Klubs umso mehr: "1860 gehört wieder in die Bundesliga.“

Vanenburg war im Sommer 1998 vom französischen Erstligisten AS Cannes auf Giesings Höhen in die Bundesliga gewechselt. Nach 18 Monaten im Löwen-Trikot unter Kulttrainer Werner Lorant mit zwei Treffern in 43 Einsätzen im Oberhaus ließ der einstige Weltklasse-Angreifer, der 1988 mit dem PSV Eindhoven neben mehreren nationalen Meistertiteln auch den Europapokal der Landesmeister gewonnen hatte, Ende 1999 seine Profi-Laufbahn ausklingen. Während 1860 München vier weitere Jahre später bis heute aus der deutschen Eliteklasse verschwand, arbeitet der ehemalige Torjäger inzwischen bei seinem Stammverein Ajax Amsterdam als Trainer der U16-Junioren.

"Schaut, was bei den Bayern passiert"

Ähnliche Perspektiven sollten seiner Meinung nach auch die Löwen verdienten Spielern vergangener Jahre bieten und sich dabei durchaus auch den erfolgreichen Nachbarn FC Bayern zum Vorbild nehmen. Dass kaum ehemalige 1860-Stars in die Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen des Vereins eingebunden seien, "ist nicht gut, aber eigentlich wichtig“, meint Vanenburg und sagt weiter: "Schau, was bei den Bayern passiert."

   
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