Unterhaching gegen Chemnitz: Warten auf den ersten Sieg

Am Samstag kommt es in Unterhaching zu einer waschechten Premiere. Die Spielvereinigung tritt gegen den Chemnitzer FC erstmals im neuen Stadion an. Nein, der klamme Verein hat sich keine neue Arena geleistet – der örtliche Sportpark wurde lediglich in Alpenbauer Sportpark (Bonbonhersteller und Hauptsponsor) umbenannt. Nach einem 0:0-Remis bei Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg wollen die Vorstädter gegen ambitionierte Sachsen (zweithöchster Kaderwert der Liga!) vor heimischen Publikum den ersten Dreier im zweiten Saisonspiel einfahren. Aktuell rangieren die Rot-Blauen in der wenig aussagekräftigen Drittligatabelle auf einem geteilten neunten Platz. Chemnitz steht auf dem  19. Platz und wartet auf den ersten Zähler der Serie. In der Auftaktpartie im heimischen Stadion an der Gellertstraße setzte es gegen den VfL Osnabrück eine 0:3-Pleite. Anpfiff im Alpenbauer Sportpark ist um 14 Uhr. Schiedsrichter der Partie ist Sören Storks aus Velen.

Erster Dreier durch Kaltschnäuzigkeit vorm Tor?

Die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung Unterhaching waren zufrieden mit dem Saisonstart. „Am Ende war das Unentschieden gerecht, da jede Mannschaft je eine Halbzeit einen leichten Vorteil hatte“, sagte Florian Bichler im Anschluss an die Partie gegen Jahn Regensburg. Die, wie schon in den Vorjahren ordentlich umgekrempelte, Truppe des Trainerduos Manuel Baum und Claus Schromm ist mit einem Achtungserfolg in die Saison gestartet. Elf Spieler verließen den Verein, zwölf kamen. Dem jüngsten Team der Liga (Altersschnitt: 21 Jahre) hatten viele Experten nicht zugetraut, dass es gegen einen Absteiger aus der zweiten Liga mithalten kann. In Regensburg konnten Hachings Youngster. Aus einer sicheren Defensive heraus, kombinierte sich die Mannschaft immer wieder vor das Regensburger Tor. Die Neuzugänge Fabian Götze (Bochum II), Mario Erb (aus Aachen) und Marius Duhnke (Bayern II) überzeugten. Einziges Manko: Wie schon in den Testspielen  zur Saisonvorbereitung hapert es bei der Chancenverwertung. Das soll sich morgen gegen Chemnitz ändern. Personell sind keine Wechsel im Vergleich zur Auftaktpartie gegen Regensburg zu erwarten. Einzig Marius Duhnke könnte für Andreas Voglsammer oder Janik Haberer starten.

Mit Rotation gegen den Fehlstart?

Weitaus schlechtere Stimmung herrschte vergangene Woche in Chemnitz. Nach dem ernüchternden Saisonstart ist das Team von Trainer-Urgestein Gerd Schädlich auf Wiedergutmachung aus. Im Süden der Republik muss der erste Saisonsieg her, um einen totalen Fehlstart zu vermeiden. Trotz prominenter Neuzugänge wie Josef Cinar (aus Burghausen), Ronny Garbuschewski (aus Düsseldorf) und Mark Hensel (aus Aue) enttäuschten die Himmelblauen bei der Premiere. Gegen Haching soll sich das ändern. „Ich erwarte, dass wir unsere Fehler aus dem Osnabrück-Spiel abstellen und uns in Unterhaching als Mannschaft präsentieren“, sagte Coach Schädlich der „Freien Presse“ und kündigte Personalwechsel an. Der angesprochene Garbuschewski (Gelb-Rot-Sperre) tritt die Reise ins Münchner Umland ebenso wenig an, wie Maik Kegel (Rückenverletzung), Pierre le Beau (Leistungsgründe). Zu seinem Debüt für Chemnitz wird hingegen Neuzugang Marc Hensel kommen. Der Ex-Auer hat seine Kapselverletzung auskuriert und hat gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an. Weitere Wechsel nach dem schwachen Auftritt gegen Osnabrück sind möglich. Berechtige Chancen auf einen Startplatz dürfen sich beispielsweise Anton Makarenko und Youngster Christian Mauersberger machen. Aus der ersten Elf rotieren könnten neben le Beau auch Josip Landeka und Benjamin Förster.

So könnten sie spielen:

SpVgg Unterhaching: Müller – Hingerl, Hofstetter, Erb, Götze – Rohracker, Welzmüller, Moll, Bichler – Haberer, Voglsammer (Duhnke)

Chemnitzer FC: Pentke – Stenzel, Bankert, Cinar, Birk – Pfeffer, Hensel, Landeka, Makarenko (Mauersberger) – Semmer, Fink

FOTO: SpVgg Unterhaching

   
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